Hessen

Aktueller Status:

Nach enttäuschenden Jahren mit 20 bis 30 MW (Megawatt) jährlichem Zubau stieg die neu installierte Leistung in den letzten Jahren an und lag in 2015 bei einem Zuwachs von 207 MW. So sind es nun 886 WEA (Windenergieanlagen) mit 1.386 MW Gesamtleistung. Auch hier gibt es Potenzial für Repowering, also den Ersatz älterer durch neue, leistungsstärkere Anlagen. Vor allem aber gilt es, neue Standorte zu entwickeln. Windstrom hat nur rund fünf Prozent Anteil am Strommix. Alle Erneuerbaren Energien zusammen lagen 2015 bei über 30 Prozent.

Energiepolitik, Potenziale und Landesplanung:

In Mittelgebirgslagen gibt es reichlich windhöffige Standorte, an denen bei heutigen Nabenhöhen 2.500 Volllaststunden realistisch sind. Dort ließe sich mit 2.500 WEA à 3 MW die Hälfte des hessischen Strombedarfs decken. Dank der steigenden Ausbaudynamik profitiert Hessen in zunehmendem Maße vom Wertschöpfungseffekt der Windenergie an Land. Bis 2050 will das Land seinen Stromverbrauch komplett aus Erneuerbarer Energie decken. Davon soll Windenergie mit 28 TWh jährlich mehr als die Hälfte beitragen. In der Zeit von 2014 bis 2019 will die Schwarz-Grüne Landesregierung die in Hessen installierte Windkraftleistung verdreifachen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten im Schnitt 400 MW jährlich hinzukommen. Die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch, dass der Windenergieausbau trotz politischen Willens vor allem aufgrund naturschutzrechtlicher Konflikte noch nicht in diesem Tempo vorankommt.

Statistische Daten:

886

Windenergie­anlagen

5.250

Arbeitsplätze
(2013)

1.386

Installierte Leistung in MW

1.225 GWh (Stromerzeugung aus Windenergie, 2013)
8,3 % (Anteil der Windstromerzeugung an Bruttostromerzeugung, 2013)
21.114,93 (Landesfläche in km²)
6.016.481 (Einwohnerzahl)



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Quelle: www.wind-energie.de/verband/landes-und-regionalverbaende/hessen