BWE Landesverband Hessen ist Förderer des Windkunstfestivals Bewegter Wind

Windkunstfestival „bewegter wind“ vom 15. – 29.8.2021 in Hofgeismar und Liebenau:  Blaue Bänder führen zu den Kunstwerken im Wind

Das 10. internationale Windkunstfestival „bewegter wind“ startete am Sonntag, 15. August 2021. Anschließend gab es kostenlose Führungen an beiden Ausstellungsorten in Hofgeismar und Liebenau. „Gerade jetzt in der Corona-Pandemie ist es von Vorteil, dass der bewegte wind ein Outdoor-Festival ist“, berichtete Kuratorin Reta Reinl. „Und auch unser Thema ‚Change?!‘, das den Klimawandel fokussiert, wird aktuell sehr intensiv diskutiert.“ Sie fügt hinzu: „Die Windkunst macht sichtbar, was uns sonst verborgen bleibt. Zugleich gibt die Kombination von Kunst und besonderen Landschaftsorten ganz neue Perspektiven auf die Vielfalt unserer nordhessischen Landschaft frei!“

Luca-App, eigenes Picknick und viel Abstand

Im Hinblick auf Corona sind bestmögliche Bedingungen gegeben: Alle Exponate werden an der frischen Luft gezeigt und die Videos können auch online angesehen werden. Die Besucher*innen ziehen allein oder in Kleingruppen los. Ein Catering wird es nicht geben – jede*r Besucher*in kann sich ein leckeres Picknick mitbringen und es unter freiem Himmel genießen. Da die Ausstellung kostenlos und rund um die Uhr zugänglich ist, werden große Menschenansammlungen vermieden. Draußen muss kein Mundschutz getragen werden. An den Startpunkten können Besucher*innen die Luca-App oder Corona-App nutzen. „Wir bitten alle Besucher*innen, vor dem Losfahren auf unserer Website www.bewegter-wind.de zu schauen, ob es neue Informationen gibt“, appelliert Reta Reinl. „Außerdem ist die Einhaltung der zum Zeitpunkt des Besuchs geltenden Corona-Regeln verbindlich. Den Abstand zu Anderen einzuhalten, ist überall problemlos möglich!“

Hofgeismar: Windkunst auf dem Kramberg

In Hofgeismar vereint der Kramberg die Windkunstwerke mit einem einzigartigen Ausblick. Ein großer, kostenfreier Parkplatz befindet sich unterhalb des Krambergs an der Landstraße von Hofgeismar nach Hümme am Schießbach 5. Dorthin kann man übrigens auch mit dem Bus fahren. Schon nach etwa 300 Metern erwartet die Besucher*innen das erste Exponat. „Es gibt neben dem steileren Anstieg auch einen sanften, abwechslungsreichen Weg hinauf“, berichtet Reta Reinl. „Außerdem laden überall in der Landschaft Hocker zu einer Rast und zum Betrachten von Kunst und Landschaft ein.“ Speziell für Menschen mit Gehbehinderung ermöglicht HessenForst die Anfahrt mit dem Pkw über einen ausgeschilderten Waldweg zum Ausstellungsort auf dem Bergplateau, wo eine sehr begrenzte Anzahl von Parkplätzen zur Verfügung steht. Reta Reinl empfiehlt den Besucher*innen, an festes Schuhwerk zu denken!

Liebenau:  Change im Diemeltal?!

Wo Hessen und NRW aneinandergrenzen, regt Windkunst von Künstler*innen rund um den Globus die Besucher*innen zum kreativen Diskurs über den Klimawandel an. Wenn Reta Reinl über die Ausstellungsorte spricht, klingt Begeisterung in ihrer Stimme: „Das liebliche Diemeltal schafft einen spannenden Gegensatz zum Landschaftsbild des Krambergs. Besonders der Blick auf den markanten Dreiecksfelsen, den Schwiemelkopf, beeindruckt mich immer wieder.“ An diesem Ausstellungsort parken die Besucher*innen bei Ostheim, laufen zur Ostheimer Diemelbrücke und dahinter beginnt auch schon das Ausstellungsgelände, das sich parallel zum Diemelradweg erstreckt. Da der Weg ebenerdig ist, ist er auch für Menschen mit Gehbehinderung gut geeignet. Wie überall, stehen auch hier Hocker bereit und ein Picknickplatz lädt zur genussvollen Rast ein.  

>> Wanderroute zwischen den Ausstellungsorten

>> HR-Video: Vom Winde verweht: Kunstfestival mit Botschaft in hessischer Natur

 

Zukunftsforum Energiewende in Kassel

Ausblick: Das Zukunftsforum Energie & Klima wird dieses Jahr vom 15.-20. November 2020 als digitales Event ausgerichtet

Am Anfang war das Feuer.  Warum wir die Energiewende brauchen...

Als Homo erectus vor knapp 1,8 Millionen Jahren das Feuer für sich zu nutzen wusste, war nicht nur das Überleben gesichert. Vieles, was zuvor ungenießbar war, konnte nun gekocht oder gebraten werden: mehr Nahrung, mehr Ausdauer. Gleich mehr Leistung. Dadurch entwickelte sich vor allem unser Gehirn. Menschwerdung und Population schritten voran. Keiner konnte damals ahnen, dass die Weltbevölkerung einmal auf über sieben Milliarden Menschen anwachsen würde. Und die Ressourcen auf unserem Planeten endlich sind. Schlimmer noch: Die durch Wirtschaftswachstum verursachten Treibhausgase unsere Lebensgrundlage zerstören.

Schätzungen zufolge wurden 2017 rund 41 Milliarden Tonnen CO2 in die Erdatmosphäre gepustet; größtenteils freigesetzt bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas. Lohnt es sich da überhaupt noch, über Lösungen nachzudenken? Um den geneigten Leser nicht zu vergrämen: Ja, es lohnt sich. Denn es gibt Leuchtturmprojekte, die uns hoffen lassen: Unter dem Motto „den Wandel aktiv gestalten“, fand am 20. und 21. November das Zukunftsforum Energiewende in Kassel statt.  „Die Energiewende braucht neuen Schwung! Denn es ist keine Frage: Technisch ist das Klimaziel erreichbar, nötig aber ist der Wille zu einer großen gemeinsamen Kraftanstrengung“, bekräftigte Dr. Torsten Ebert, Vorsitzender des deENet-Vorstands im Namen der Veranstalter.

Gemeinsam mehr bewegen – über 650 Besucher

Zahlreiche engagierte Unternehmen und Experten aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, E-Mobilität sowie Klimaschutz waren gekommen, um sich gemeinsam für den Wandel stark zu machen. Während der zwei Tage konnten sich die über 650 Besucher in rund dreißig Foren, und Workshops über Trends und Entwicklungen in der Branche informieren. In der begleitenden Fachausstellung gaben Unternehmen und Organisationen Einblicke in ihre Arbeitswelt. Auch der BWE Landesverband Hessen war gemeinsam mit der LaNEG vertreten – sehr zur Freude der Mitglieder. Am Stand wurde rege über die Zukunft der „Erneuerbaren“ im Allgemeinen sowie über die Windenergie im Besonderen diskutiert. Ein besonderer Programmpunkt war zudem die Verleihung des Hessischen Staatspreises für innovative Energielösungen. "Hessen hat sich zum Ziel gesetzt, seinen Energiebedarf im Jahr 2050 vollständig aus erneuerbaren Quellen zu decken. Dafür brauchen wir zwingend Innovationen in vielen verschiedenen Bereichen“, hob Wirtschaftsstaatsekretär Mathias Samson hervor. Der Hessische Staatspreis für innovative Energielösungen ist mit 30.000 Euro ausgestattet und wird alle zwei Jahre vergeben.

Den Wandel jetzt gestalten...

Der diesjährige Sommer hat allen die Folgen des Klimawandels deutlich vor Augen geführt. Seitdem springen uns Schlagworte an wie wilde Tiere: Globale Erwärmung, Polarschmelze, Artensterben, Ressourcenverknappung. Wir können uns nicht wehren. Zu komplex ist das Thema, zu unabsehbar sind die Folgen. Wir pendeln zwischen Empörung und Herabspielen. Ohnmacht und Verdrängung. Regulierungswahn und Veränderungswut. Bis 2050 sollen nach Plänen der Bundesregierung erneuerbare Energiequellen 80 Prozent unseres Stroms erzeugen, heute sind es gerade mal 40 Prozent. Darum – da sind sich nahezu alle Teilnehmer des Zukunftsforums Energiewende einig – muss es schneller gehen. Laut Prof. Dr. Birkner, Geschäftsführer House of Energy, ist die Energiewende volkswirtschaftlich sinnvoll. Darum sei nicht mehr das OB, sondern nur noch das das WIE zu diskutieren. Für Martin Rühl, Vorstandsvorsitzender Bündnis Bürgerenergie e.V. läuft die Energiewende grundsätzlich schief.
„Es gibt inzwischen zu viele Gesetze, die die Teilhabe von Bürgern sowie eine dezentrale Energiewende erschweren. Uns bleibt nicht mehr viel Zeit, um das 2.0 Grad Ziel zu erreichen.“

Doch derweil schreitet die globale Erwärmung weiter voran...