2. Gemeinsamer Windbranchentag Hessen/Rheinland-Pfalz

Windbranchentag in Wiesbaden

Der zweite gemeinsam veranstaltete Windbranchentag der BWE-Landesverbände Hessen und Rheinland-Pfalz/Saarland bot Unternehmen, Politik und Kommunen die Chance, über den Stand des Windenergieausbaus ins Gespräch zu kommen. Nach dem Umstieg auf Ausschreibungsverfahren im EEG 2017, der eine große Veränderung für die Branche bedeutete, konnten die Bundesländer in der noch laufenden Übergangszeit vom Einspeisesystem zur Ausschreibung ordentliche Ausbauzahlen vorlegen. Hessen belegt mit einem starken Bruttozubau von 162 MW im ersten Halbjahr 2018 den vierten Platz im Bundesländerranking und lässt dabei größere Flächenländer wie Baden-Württemberg oder Bayern hinter sich.

„Die Stromerzeugung aus Wind ist 2017 in Hessen um fast die Hälfte gewachsen. Wir kommen – und zwar mit Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger - bei der Energiewende im Rekordtempo voran. Damit das so weitergeht, muss die Bundesregierung beim EEG dringend nachsteuern. Denn sonst wird der Ausbau nur noch an der Küste stattfinden“, unterstrich Tarek Al-Wazir, stellvertretender Ministerpräsident des Landes Hessen und Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung die Bedeutung der Windenergie für Hessen.

Joachim Wierlemann, BWE-Landesvorsitzender Hessen, betonte die zu geringe Anzahl von Zuschlägen, die die beiden Bundesländer in den Ausschreibungsrunden 2018 ergattern konnten.  „Wir brauchen in erster Linie Kontinuität. Planungen dauern oftmals mehr als fünf Jahre, sind mit erheblichen finanziellen Belastungen verbunden und müssen sich noch dazu in Ausschreibungen bewähren. Für Hessen kommt es darauf an, die Chancen zu nutzen, die der geordnete Ausbau der Windenergie - auch durch ein mutiges Repowering auf Bestandsflächen - bereithält. Bei uns sind die Abnehmer gleich um die Ecke. Bürger, Stadtwerke und Wirtschaftsunternehmen wollen wir direkt beliefern können. Die EEG-Umlage fängt jetzt an zu sinken. Die Trendwende ist damit geschafft, Windstrom wird die Strompreise zukünftig stabilisieren. Das Land Hessen und die Bundespolitik müssen jetzt neue Vorrangflächen und höhere Ausschreibungsmengen bereitstellen“, so Wierlemann.

Einig waren sich die rund 250 TeilnehmerInnen des Branchentags über die wirtschaftlichen Chancen für die ländlichen Räume sowie regionale Industrie- und Gewerbebetriebe, die mit dem Ausbau der Windenergie einhergehen. Die Bundesregierung müsse daher ihre Verpflichtungen aus dem Koalitionsvertrag möglichst schnell umsetzen, um der Branche ein klares Signal für weitere Investitionen zu geben.

  • 2. Windbranchentages Hessen/Rheinland-Pfalz

    Besucher des 2. Windbranchentages Hessen/Rheinland-Pfalz

  • 2. Windbranchentages Hessen/Rheinland-Pfalz

    2. Windbranchentag Hessen/Rheinland-Pfalz

  • Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und Ulrike Höfken, Rheinland-Pfälzische Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten

    Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und Ulrike Höfken, Rheinland-Pfälzische Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten

  • Sandra Hook, Ulrike Höfken und  Tarek Al-Wazir

    Sandra Hook, Ulrike Höfken und Tarek Al-Wazir

  • 2. Gemeinsamer Windbranchentag Hessen/Rheinland-Pfalz

    2. Gemeinsamer Windbranchentag Hessen/Rheinland-Pfalz

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    2. Gemeinsamer Windbranchentag Hessen/Rheinland-Pfalz

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    BWE-Landesvorsitzende Dr.Sandra Hook und Ulrike Höfken, Rheinland-Pfälzische Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten

  • Joachim Wierlemann, BWE-Landesvorsitzender Hessen und Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

    Joachim Wierlemann, BWE-Landesvorsitzender Hessen und Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung