Landesverband Rheinland-Pfalz / Saarland

Der Landesverband Rheinland-Pfalz / Saarland

Rheinland-Pfalz und das Saarland hat man beim Thema Windenergie nicht sofort im Kopf. Dennoch ist es interessant, die Mittelgebirgsregionen der beiden Bundesländer etwas genauer in den Blick zu nehmen. Denn schon in 50 Metern Höhe herrschen dort durchschnittliche Windgeschwindigkeiten zwischen 5,5 und 6,5 Meter pro Sekunde.

 

Rheinland-Pfalz

Seit 1990 die erste Windenergieanlage in der Eifel ihren Betrieb aufnahm, wurde im Südwesten Deutschlands viel bewegt. Wichtige Unternehmer der Windenergiebranche haben sich hier angesiedelt. 2014 wurden sogar 462 Megawatt zugebaut, was einem Spitzenwert im Bundesländervergleich entsprach. Heute werden knapp 50 Prozent der Stromerzeugung in Rheinland-Pfalz durch die erneuerbaren Energien abgedeckt. Die Windenergie produziert jährlich über 5.000 Megawatt, das entspricht einem Drittel der gesamten Stromerzeugung im Land. 1.640 Windenergieanlagen stehen zwischenzeitlich in Rheinland-Pfalz.

 

Saarland

Erneuerbare Energien spielen im Saarland bisher nur eine untergeordnete Rolle. Das traditionelle Kohleland deckt nach wie vor zwei Drittel seines Primärenergiebedarfs mit Steinkohle. Beim Strom ist der Kohleanteil noch höher. Bis zum Sommer 2016 stieg die Windenergieleistung auf 283 Megawatt, produziert von 141 Windenergieanlagen. Dies, obwohl im Koalitionsvertrag das Ziel formuliert ist, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2020 auf ein Viertel des Stromverbrauchs zu erhöhen. Das Saarland will den Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis 2020 auf mindestens zwanzig Prozent ─ also rund 600 MW Leistung ─ und mindestens 80 Prozent im Jahr 2050 erhöhen. Im Bundesländervergleich belegt das Saarland aber weiterhin einen der letzten Plätze im Bereich Erneuerbarer Energien und hat weniger als 0,5 Prozent der Landesfläche als potenzielle Windeignungsgebiete ausgewiesen. Dabei ist Windpotenzial gerade in Höhenlagen des Landes vorhanden. Dort herrschen brauchbare Windgeschwindigkeiten ab sechs Meter pro Sekunde.

 

Regionale Wertschöpfung und Bürgerbeteiligung

Ökologische Aspekte haben bei der Energiewende sicherlich eine große Bedeutung. Aber nicht nur die. Denn knapp 5.000 Beschäftigte in Rheinland-Pfalz und dem Saarland arbeiten in der Windenergiebranche und stärken die Wirtschaftskraft vor Ort. Auch die jährlichen Pachteinnahmen für die Kommunen sind erheblich. Der Vorteil des dezentralen Ausbaus Erneuerbarer Energien ist die Wertschöpfung im ländlichen Raum. Davon profitieren die Bundesländer, die Landkreise und die Kommunen unmittelbar.

Viele Gemeinden machen sich autark von fossilen Brennstoffen und stellen auf Nahwärmenetze um. Energie muss vielerorts nicht mehr importiert werden. Ländliche Regionen versorgen zwischenzeitlich auch die umliegenden Wirtschaftszentren mit selbst produziertem Strom. Umwelt schonen und Wirtschaftskraft stärken – zwei Themen, die sich in Rheinland-Pfalz  und dem Saarland hervorragend ergänzen.

Statistische Daten

Windenergie-
anlagen

0

Arbeitsplätze
(2015)

0

Installierte
Leistung in MW

0

3.522 GWh   (Stromerzeugung aus Windenergie, Rheinland-Pfalz, 2014)
19,7%   (Anteil der Windstromerzeugung an Bruttostromerzeugung, Rheinland-Pfalz, 2014)
367 GWh   (Stromerzeugung aus Windenergie, Saarland, 2014)
3%   (Anteil der Windstromerzeugung an Bruttostromerzeugung, Saarland, 2014)
22.423,90   (Landesfläche Rheinland-Pfalz & Saarland in km²)
5.068.877   (Einwohnerzahl Rheinland-Pfalz & Saarland)


Dr. Sandra Hook

Landesvorsitzende

Dr. Sandra Hook
Kontakt aufnehmen
Gabriele Rau

Landesgeschäftsstelle Rheinland-Pfalz / Saarland

Gabriele Rau

Kornpfortstr.15
56068 Koblenz
Telefon: +49 261 20439005

Kontakt aufnehmen