Arbeitskreis Kennzeichnung

Um Windstrom noch wirtschaftlicher erzeugen zu können, werden Windenergieanlagen zunehmend auf höheren Türmen errichtet. Dies führt aufgrund von Flugsicherungsauflagen zu einer stärkeren Kennzeichnung der Rotorblätter, Maschinenhäuser und Türme, etwa über rot eingefärbte Blattspitzen oder rote Lampen. Der Arbeitskreis Kennzeichnung von Windenergieanlagen hat sich das Ziel gesetzt, gemeinsam mit den zuständigen Ministerien, der Flugsicherung und Fachleuten nach Lösungen für neue, effizientere Kennzeichnungssysteme zu suchen.

Als Arbeitskreis des Bundesverbands WindEnergie (BWE) bietet der AK Kennzeichnung seinen Mitgliedern die Möglichkeit sich über Veränderungen in der Branche auszutauschen, konstruktive, unternehmensübergreifende Dialoge zu führen und Lösungen zu erarbeiten. Zudem fungiert der AK Kennzeichnung als Forum, in dem Unternehmensvertreter und externe Verantwortliche aus Ministerien und Fachkreisen aufeinander treffen und über praktische Herausforderungen diskutieren. Es werden neue technologische Entwicklungen vorgestellt und die praktische Umsetzung von gesetzlichen Vorgaben besprochen. Im AK Kennzeichnung ist ein breiter Querschnitt der Windenergiebranche vertreten, was das Gremium in seiner inhaltlichen Arbeit stärkt und dem Gremium gleichzeitig Legitimation im öffentlichen Auftreten verleiht.

Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung

Eines der anschaulichsten Themen, mit denen sich der AK Kennzeichnung auseinandersetzt, ist die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung. Die Befeuerung von Windenergieanlagen steht im Spannungsfeld zwischen Sicherheitsaspekten der Flugsicherung und Aspekten des Anwohnerschutzes. Das rote Blinken der Anlagen wird von Anwohnern immer wieder als störend empfunden und kann zu Akzeptanzproblemen bei Windenergieanlagen führen. Gleichzeitig ist durch die zunehmende Größe der Türme und Rotorblätter bei modernen Windenergieanlagen eine effektive Kennzeichnung aus Flugsicherungssicht unabdingbar. 2015 hat der Bundesrat die generelle Zulässigkeit einer bedarfsgerechten Nachtbefeuerung beschlossen. Das heißt, dass die oberste Befeuerung ausbleiben kann, insofern kein Flugverkehr herrscht. In manchen Regionen kann das zu 98 Prozent weniger Kennzeichnungsbedarf pro Nacht führen. Möglich wird dies durch flugdetektierende Radartechnologien innerhalb oder im direkten Umkreis der einzelnen Windparks. Die technische Umsetzung der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung wurde im AK Kennzeichnung ausführlich thematisiert.

Carlo Reeker

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Carlo Reeker

Geschäftsführer
GF-Bereich Verwaltung und Mitglieder

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Weitere Informationen zum Arbeitskreis Kennzeichnung

Dr. Oliver Frank
Anwaltssozietät Engemann und Partner

Stephan Harms
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Gerd Möller
Lanthan Gesellschaft für technische Entwicklungen mbH & Co. KG

Arne Knox
ENERTRAG Systemtechnik GmbH

Alexander Gerdes
Quantec Networks GmbH