Podiumsdiskussion mit Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

Landespolitik

Mit der Landtagswahl 2016 setzt sich für die Windenergie in Baden-Württemberg die von der Vorgängerkoalition eingeschlagene energiepolitische Planung weitestgehend fort. Die grün-schwarze Landesregierung will die guten Windstandorte nutzen, um damit den Ausbau der Übertragungsnetze auf das absolut notwendigste Mindestmaß zu begrenzen und sich beim Bund für die notwendigen Rahmenbedingungen einsetzen.Von der alten Koalition wurde ein  Landesplanungsgesetz auf den Weg gebracht, das die bisherige restriktive Regionalplanung änderte. Zudem gibt seit 2012 ein Windkrafterlass klare Leitlinien für die Genehmigungsverfahren vor. Angesichts der Vorlaufzeiten für die Planung und Genehmigung von Windkraftanlagen ist es erklärlich, dass die neue Windkraftpolitik bis 2014 noch nicht zu höheren Zubauzahlen geführt hatte. Allerdings machte sich die zunehmende Zahl der Genehmigungsanträge nun bei den Neuinstallationen in 2017 mit 401 MW stark bemerkbar. Unabhängige Studien zeigen, dass sich mit Windenergie auf 0,4 Prozent der Landesfläche rund ein Fünftel des Strombedarfs decken ließe.