Wartung und Instandhaltung

Sicherer Betrieb durch Wartung und Instandhaltung

Windenergieanlagen und Windparks sind technisch komplexe Systeme, die im Betrieb sehr vielen verschiedenen und stark wechselnden Belastungen ausgesetzt sind. Eine regelmäßige Überprüfung des Zustandes und der Erhalt des sicheren und zuverlässigen Betriebs ist Aufgabe der regelmäßigen Wartung und Instandhaltung.

Zuständig für die Überwachung und Organisation der Wartung und Instandsetzung ist die technische Betriebsführung. Die Durchführung obliegt der Serviceabteilung des Anlagenherstellers oder spezialisierten Serviceunternehmen.

Eine Wartung ist in bestimmten Zeitintervallen (in der Regel zweimal pro Jahr) vorgesehen, um alle wichtigen mechanischen sowie elektrischen Teile zu prüfen und zu warten. Wie jede andere Maschine haben Windenergieanlagen Störungen oder Ausfälle, die repariert werden müssen. Baugruppen wie die Elektrik, Elektronik, Sensorik oder die Hydraulikanlage sind im Vergleich zu den mechanischen Teilen störanfälliger und müssen häufiger repariert werden. Derartige Fehler führen aber zu weniger Stillstandszeiten und sind einfach zu beheben.

Baugruppen wie Getriebe, Rotor oder Generator sind hingegen selten defekt, die Reparatur ist aber aufwändiger (insbesondere wegen der Verwendung eines Krans für den Austausch). Die Ersatzteile sind teurer und es kommt zu deutlich längeren Stillstandszeiten. Komponenten wie Turm oder Fundament sind sehr selten defekt.

Die tatsächlichen Reparaturkosten setzen sich bei den verschiedenen Bauteilen zusammen aus:

  • Schadenhäufigkeit,
  • Ausfallzeit je Schaden,
  • Bauteilkosten sowie
  • Montagekosten (z.B. durch die Verwendung eines Krans).

Nach zwei Studien der Deutschen WindGuard von 2013 und 2015 steigen die Wartungs- und Instandhaltungskosten nach zehn Jahren Betriebsdauer um 40 %, von 10,5 auf 14,7 €/MWh, und machen demnach 44 % - 55 % der gesamten Betriebskosten aus.

Die Instandhaltungskosten hängen dabei von den verschiedenen Baugrößen, Bauarten und Konzepten (Pitch oder Stall-Regelung, mit oder ohne Getriebe, etc.) ab. Es lässt sich ein Aufwärtstrend für die Wartungskosten feststellen, während die Betriebskosten insgesamt leicht zurückgegangen sind.

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