BWE SH sieht Landesregierung in der Pflicht: Ohne Zubau keine Energiewende

BWE SH zum Zwischenfazit der Landesregierung zur Energiewende und dem Klimaschutz in Schleswig-Holstein.

Kiel. 19. Juni 2019. Marcus Hrach, Geschäftsstellenleiter des Bundesverband Windenergie e. V. Landesverband Schleswig-Holstein (BWE SH) kommentiert:

Schleswig-Holstein ist Spitzenreiter beim Anteil der Erneuerbaren Energien im Stromsektor, aber den Spitzenplatz beim Zubau hat das Land schon lange verloren. Seit zwei Jahren stagniert der weitere Ausbau. Deshalb ist es wichtig, dass das Land sich jetzt nicht auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruht. Um in den anderen Sektoren ähnliche Fortschritte zu erreichen, muss die Erzeugung entsprechender Erneuerbarer Energie gewährleistet werden.

 

Dazu braucht es bei der Windenergie einen jährlichen Zubau von 580 Megawatt Netto Wind Onshore sowie eine ausgewiesene und tatsächlich bebaubare Flächenkulisse von mindestens zwei Prozent der Landesfläche. Beides droht die derzeitige Landesregierung zu verfehlen. Sie muss daher jetzt alles dafür tun, dass ein den eigenen Zielen entsprechender Zubau gewährleistet wird. Wenn der Zubau wie aktuell weiterläuft, wird diese Legislaturperiode ein Totalausfall für den Klimaschutz. Schleswig-Holstein muss seine Hausaufgaben machen. Die Landesregierung macht es sich zu leicht, wenn sie die Verantwortung an die Bundespolitik in Berlin weiterreicht. Die Verantwortung beim Zubau Erneuerbarer Energien in Schleswig-Holstein liegt in erster Linie bei der Landesregierung.

 

Passendes Bildmaterial für Veröffentlichungen ist unter zu finden: www.wind-energie.de/presse/bildergalerien