Erneuerbare Energien vor Ort nutzen – Veredelung schafft Basis für steigende Wertschöpfung

Erneuerbare Energien vor Ort nutzen – Veredelung schafft Basis für steigende Wertschöpfung

Der BWE Landesverband Mecklenburg-Vorpommern begrüßt die Initiative des Landkreises Rostock, eine von sechs „HyStarter“-Regionen in Deutschland zu werden und so die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie voranzutreiben. Der Fokus liegt dabei auf der Nutzung von Wasserstoff und Brennstoffzellen auf der Basis erneuerbarer Energien.

„Ausbau der Erneuerbaren Energien und Veredlung und Nutzung vor Ort ist das Schlagwort der Zukunft. Anders gesagt heißt dies, aus den Standortvorteilen des Landes mit viel Wind und Sonne auch wirtschaftlichen Mehrwert schaffen. Die Initiative des Landkreises passt deshalb gut zum Vorschlag der Landesregierung eine Experimentierklausel zur direkten Nutzung von Erneuerbarem Strom für die Sektorenkopplung zu schaffen. Der Bundesgesetzgeber ist hier aufgefordert, die erfolgreiche Sektorenkopplung endlich zu unterstützen. Die technischen Möglichkeiten scheitern allzu oft an den Probleme durch die Systematik der Abgaben und Umlagen im Energiebereich. Um Innovationspfade gerade in der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie zügig zu beschreiten und diese P2X-Lösungen nach vorn zu treiben, muss gehandelt werden.

Zusätzlich ist flankierend ein geordneter, dynamischer Zubau der Windenergie an Land erforderlich, die als prognosesicherer Masseträger den erforderlichen Strom für die Sektorenkopplung bereitstellen kann. Die voraussichtlich gerade einmal 11 Windenergieanlagen, die bis 30.06.2019 in Mecklenburg-Vorpommern neu ans Netz gingen sind da völlig unzureichend. Auch der Ausbau der Fotovoltaik muss beschleunigt werden, statt diesen durch den 2020 greifenden Ausbaudeckel zu behindern. Jetzt braucht es im Bund klare Entscheidungen, damit im Land mehr Wertschöpfung erfolgen kann. Berlin ist gefordert“, so Andreas Jesse, Landesvorsitzender Bundesverband WindEnergie.