Erneuerbare Energien-Branche erhebt die Stimme

Erneuerbare Energien-Branche erhebt die Stimme

Unter dem Motto „Energiewende retten, Arbeitsplätze sichern!“ versammelten sich am Montagmorgen etwa 50 Mitarbeiter/innen verschiedener Firmen der Erneuerbaren Energien-Branche vor dem Schweriner Schloss um ihrer Unzufriedenheit mit der aktuellen Politik der Landesregierung Ausdruck zu verleihen.

Demo in Schwerin „Energiewende retten, Arbeitsplätze sichern!“

Demonstration am Schweriner Schloß

„Die aktuellen Meldungen über den Einbruch der Ausbauzahlen bei der Windenergie, deutlich verfehlten Zielen bei der Photovoltaik bis hin zu Massenentlassungen wie zuletzt beim Hersteller ENERCON stehen im krassen Widerspruch zu den jüngsten Statements der Landesregierung. Ein Ausbau der Windenergie auf See zusammen mit Moorschutz wird in keiner Weise ausreichen, um die ohnehin wenig ambitionierten Ziele im Land zu erreichen.“ stellte Dirk Donath klar, der zur Demonstration aufgerufen hatte.

Die Branche steht in diesen unruhigen Zeiten mehr denn je zusammen, um für die gemeinsamen Anliegen und den Erhalt ihrer Arbeitsplätze die Stimme zu erheben. Sie macht dabei deutlich, dass ein erfolgreicher Klimaschutz ohne den zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht möglich ist.

„Dabei ist Akzeptanz natürlich eine wichtige Säule bei der Umsetzung der Energiewende. Dies darf aber nicht dazu einladen, den weiteren Ausbau gerade im Windbereich einzustellen. Sondern ganz im Gegenteil ist es wichtiger als je zuvor, den Menschen die Notwendigkeit nahezubringen und mit klaren politischen Zielsetzungen wieder Transparenz und Verlässlichkeit für alle Seiten in den Prozess zubringen“ so Donath weiter.

„In Zeiten von globalen Klimastreiks und einem immer schneller voranschreitenden Klimawandel muss sich unser Land seiner Verantwortung bewusst sein, die sich aus dem Pariser Abkommen und den daraus folgenden Beschlüssen der Bundesregierung ergibt. Wir fordern vor allem ein klares Bekenntnis der Landesregierung seinen Verpflichtungen nachzukommen, den zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien sicherzustellen und zum Teil völlig überalterten Zielvorgaben der Energiepolitik zu überarbeiten.“ sagt Marcus Heinicke, Mitglied im Landesvorstand des Bundesverbandes Windenergie.

„In der Windbranche gingen in M-V in den letzten 3 Jahren ca. 2.500 gut bezahlte Industriearbeitsplätze verloren. Wenn hier nicht entschieden gehandelt wird, stehen weitere Stellen im Feuer. Ohne die Mitarbeiter in der Erneuerbaren Energiebranche gibt es keine Energiewende!“ so Heinicke weiter.

Die Demonstration soll kein einmaliger Aufschrei bleiben, für die nächsten Wochen und Monate sind weitere Veranstaltungen geplant.