BWE begrüßt hessische Initiative zur Netzoptimierung

Hessens schwarz-grüne Koalition fordert die Bundesregierung über den Bundesrat dazu auf, Deutschlands Überlandleitungen mit netzoptimierender Technologie auszurüsten. Einen entsprechenden Antrag hat das Bundesland eingereicht. Der Bundesverband WindEnergie (BWE) sieht die Chance, dass die hessische Initiative eine neue Dynamik in die Diskussion über die effiziente Nutzung der deutschen Bestandsnetze bringen kann.

„Wir begrüßen die Bundesratsinitiative des Bundeslandes Hessen, sämtliche Potenziale des Bestandsnetzes zu nutzen, um die bestehenden Übertragungsnetze zu entlasten. Sowohl ein Ausrüstung alter Leitungsverbindungen durch moderne Hochtemperaturleiterseile als auch die Implementierung neuer Monitoring- und Steuerungssysteme oder der Einsatz von lastflusssteuernden Querregeltransformatoren können dazu beitragen, die Herausforderungen der Energiewende zu organisieren“, so Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie (BWE).

Bereits mehrfach hatte sich der BWE für eine effizientere Nutzung der deutschen Bestandsnetze stark gemacht. Konkrete Handlungsempfehlungen von Agora Energiewende liegen auf dem Tisch und untersetzen Feststellungen aus dem Stakeholderprozess des Bundeswirtschaftsministeriums in dessen Rahmen ebenfalls bereits verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen waren. Insbesondere für das Temperaturmonitoring hatte der BWE bereits 2004 mit seiner Netzstudie geworben und sich im selben Jahr mit einem Positionspapier zum Netzumbau zusätzlich für das Freileitungsmonitoring, den Einsatz von Hochtemperaturleiterseilen und den Speichereinsatz ausgesprochen. Der Einsatz von Hochtemperaturleiterseilen ist nicht nur in Deutschland sondern u.a. auch in Frankreich, den USA, Südamerika, Indien und China Stand der Technik.

„Es gibt unmittelbar umsetzbare Maßnahmen zur Netzoptimierung, die die Übertragungskapazität deutlich erhöhen können. Bis zur notwendigen Realisierung des Netzausbaus müssen diese Maßnahmen konsequent zum Einsatz kommen. So können Bürger und Unternehmen deutlich entlastet werden. Auch die Akzeptanz des Gesamtprojekts Energiewende wird so gesteigert. Bundesnetzagentur und Politik müssen gemeinsam mit den Übertragungsnetzbetreibern an einer zügigen Einführung der Optimierungsmöglichkeiten arbeiten“, kommentiert BWE-Präsident Hermann Albers die Initiative des Landes Hessen.

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