Widerstandsläufer

Widerstandsläufer

Ein Widerstandsläufer entnimmt dem Wind Leistung nach dem Widerstandsprinzip und wandelt diese in mechanische Energie. Dem Wind wird eine Fläche A entgegengestellt. Diese bremst den Wind, somit entsteht eine Kraft, die die Fläche in Windrichtung schiebt.

Die Widerstandskraft FW ist proportional zu dem Quadrat der Windgeschwindigkeit v,
der Fläche A, dem Strömungswiderstandskoeffizient cW des Körpers, sowie der Luftdichte ρ.



Der Widerstandskoeffizient cW (W für Widerstand) ist ein Maß um den Luftwiderstand des Körpers zu charakterisieren und wird in einem Windkanal ermittelt.

Je kleiner der cW Wert ist desto geringer ist der Luftwiderstand. cW nimmt beispielsweise einen Wert für eine Kreisplatte quer zum Wind von 1,11, für eine Quadratplatte 1,10, und für eine Kugel den Wert  0,45 an.

Widerstandsläufer haben eine Schnelllaufzahl von maximal 1. Das heißt, das Blatt kann sich höchstens so schnell bewegen wie der Wind. Dadurch hat ein Widerstandsläufer auch einen geringen Leistungsbeiwert (cP.W,max = 19%) und wird daher nicht zur kommerziellen Stromgewinnung verwendet.

Typische Vertreter von Widerstandsläufern sind alte persische Windmühlen, sowie ein Schalenkreuzanemometer, das zur Messung von Windgeschwindigkeiten eingesetzt wird.



Mitglieder Login

User login

Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/technik/funktionsweise/widerstandslaeufer