Wartung und Instandhaltung

Wartung und Instandhaltung

Windenergieanlagen und Windparks sind technisch komplexe Systeme, die im Betrieb sehr vielen verschiedenen und stark wechselnden Belastungen ausgesetzt sind. Eine regelmäßige Überprüfung des Zustandes und der Erhalt des sicheren und zuverlässigen Betriebs ist Aufgabe der regelmäßigen Wartung und Instandhaltung.

Zuständig für die Überwachung und Organisation der Wartung und Instandsetzung ist die technische Betriebsführung. Die Durchführung obliegt der Serviceabteilung des Anlagenherstellers oder spezialisierten Serviceunternehmen.

Eine Wartung ist in bestimmten Zeitintervallen (in der Regel zweimal pro Jahr) vorgesehen, um alle wichtigen mechanischen sowie elektrischen Teile zu prüfen und zu warten. Wie jede andere Maschine haben  Windkraftanlagen Störungen oder Ausfälle, die repariert werden müssen. Baugruppen wie die Elektrik, Elektronik, Sensorik oder die Hydraulikanlage sind im Vergleich zu den mechanischen Teilen störanfälliger und müssen häufiger repariert werden. Derartige Fehler führen aber zu weniger Stillstandszeiten und sind einfach zu beheben.

Baugruppen wie Getriebe, Rotor oder Generator sind hingegen selten defekt, die Reparatur ist aber aufwändiger (insbesondere wegen der Verwendung eines Krans für den Austausch). Die Ersatzteile sind teurer und es kommt zu deutlich längeren Stillstandszeiten. Komponenten wie Turm oder Fundament sind sehr selten defekt.

Die tatsächlichen Reparaturkosten setzen sich bei den verschiedenen Bauteilen zusammen aus:

  • Schadenhäufigkeit,
  • Ausfallzeit je Schaden,
  • Bauteilkosten sowie
  • Montagekosten (z.B. durch die Verwendung eines Krans).

Nach einer Studie von 1997 und 2001 liegen die Instandhaltungskosten im ersten Betriebsjahr bei rund 0,3 % der Kosten für die Anlage und wachsen danach im Schnitt um 0,3 % pro Jahr. Die Aufwendungen für Wartung und Instandhaltung verursachen über ein Viertel der Gesamtkosten in der Betriebszeit von 20 Jahren.

Ausfallhäufigkeit und Austauschkosten von WEA-KomponentenDie Instandhaltungskosten hängen zusätzlich von den verschiedenen Baugrößen, Bauarten und Konzepten (Pitch oder Stall-Regelung, mit oder ohne Getriebe, etc.) ab. Durch die konstante Entwicklung der Maschinen, Komponenten und Kunststoffe sinken die Reparaturkosten ständig: in einer Kostenuntersuchung von 1999 lag bei über 400 Projekten der gesamte Instandhaltungsaufwand während der gesamten Betriebszeit bei 64 % des Preises der Windkraftanlage. Nur drei Jahre später sind diese Kosten auf 54 % der Anlagenkosten gesunken.

Tags: Arbeitsmarkt, Regionale Wertschöpfung, Service und Wartung



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/technik/betrieb/wartung-und-instandhaltung