2. Gemeinsamer Windbranchentag Rheinland-Pfalz/Hessen

2. Gemeinsamer Windbranchentag Rheinland-Pfalz/Hessen

Der zweite gemeinsam veranstaltete Windbranchentag der BWE-Landesverbände Hessen und Rheinland-Pfalz/Saarland bot  den rund 250 Teilnehmern aus Unternehmen, Politik und Kommunen die Chance, über den Stand des Windenergieausbaus ins Gespräch zu kommen. Nach dem Umstieg auf Ausschreibungsverfahren im EEG 2017, der eine große Veränderung für die Branche bedeutete, konnten die Bundesländer in der noch laufenden Übergangszeit vom Einspeisesystem zur Ausschreibung ordentliche Ausbauzahlen vorlegen.

Rheinland-Pfalz war  im ersten Halbjahr 2018 mit 153,4 MW neuinstallierter Kapazität für fast 10 Prozent des deutschlandweiten Zubaus verantwortlich. Auf der anderen Seite bereiten schleppende Genehmigungsverfahren und regulatorische Hürden für den Weiterbetrieb von Anlagen nach Ende der EEG-Förderung der Branche Sorgen. „Rheinland-Pfalz muss zu seiner alten Stärke zurückfinden. Mit dem Ausschluss großer Flächen durch pauschale Abstände und zusätzliche Schutzgebiete, können wir keinen nennenswerten Zubau sichern. Diesen wird es aber brauchen“, kommentierte Dr. Sandra Hook, Landesvorsitzende Rheinland-Pfalz/Saarland und Vizepräsidentin des BWE. Sie forderte daher: „Statt über Abstände zu reglementieren, müssen wir über technische Innovationen sprechen. Die Anlagen werden größer, aber auch leiser. Die bedarfsgerechte Befeuerung ist endlich zugelassen und macht Anlagen nachts zunehmend unsichtbar. Intelligente Möglichkeiten wird es auch zum Schutz von bedrohten Tierarten geben, von denen schon viele in bemerkenswerter Koexistenz zu unseren Anlagen leben und in ihrer Population wachsen.“

Unterstützt wurde sie in ihren Forderungen von Ulrike Höfken, rheinland-pfälzische Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten: „Rheinland-Pfalz ist beim Ausbau von Energie aus Wind, Sonne und Biomasse auf einem guten Weg: Fast jede zweite erzeugte Kilowattstunde Strom in Rheinland-Pfalz stammt bereits aus erneuerbaren Energien. Der größte Stromerzeuger ist dabei die Windenergie mit rund 54 Prozent, deren gute Entwicklung allerdings noch auf den früheren Konditionen beruht. Die derzeitige Hitzewelle und die vorherigen Starkregenereignisse zeigen: Wir müssen die Energiewende konsequent weiterführen, um unser rheinland-pfälzisches Klimaziel – Klimaneutralität bis 2050 – zu erreichen. Und der Bund muss dazu dringend die Rahmenbedingungen verbessern. Denn das Erneuerbare-Energien-Gesetz bremst den Ausbau der Windkraft durch die Deckelung und die negativen Verteilungsstrukturen aus.“

 

  • 2. Windbranchentages Hessen/Rheinland-Pfalz

    Besucher des 2. Windbranchentages Hessen/Rheinland-Pfalz

  • 2. Windbranchentages Hessen/Rheinland-Pfalz

    2. Windbranchentag Hessen/Rheinland-Pfalz

  • Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und Ulrike Höfken, Rheinland-Pfälzische Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten

    Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und Ulrike Höfken, Rheinland-Pfälzische Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten

  • Sandra Hook, Ulrike Höfken und  Tarek Al-Wazir

    Sandra Hook, Ulrike Höfken und Tarek Al-Wazir

  • 2. Gemeinsamer Windbranchentag Hessen/Rheinland-Pfalz

    2. Gemeinsamer Windbranchentag Hessen/Rheinland-Pfalz

  • 2. Gemeinsamer Windbranchentag Hessen/Rheinland-Pfalz

    2. Gemeinsamer Windbranchentag Hessen/Rheinland-Pfalz

  • 2. Gemeinsamer Windbranchentag Hessen/Rheinland-Pfalz

    BWE-Landesvorsitzende Dr.Sandra Hook und Ulrike Höfken, Rheinland-Pfälzische Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten

  • Ulrike Höfken, rheinland-pfälzische Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten

    Ciro Capricano, BWE-RV Rheinland-Pfalz und Ulrike Höfken, Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten