Mecklenburg-Vorpommern

Aktueller Status:

Mit einem Windenergie-Anteil von über 40 Prozent am Bruttostromverbrauch platziert sich Mecklenburg-Vorpommern in der Spitzengruppe der deutschen Bundesländer.  Nach den sehr erfolgreichen Jahren  2013 und 2014 war die Zubaurate in 2015 jedoch wieder rückläufig (193 MW). Bei 71 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Mecklenburg-Vorpommern das am dünnsten besiedelte Bundesland, doch mit etwa 2.000 Kilometern Küstenlänge und einem reich gegliederten Binnenland hat es hervorragende Windverhältnisse für On- und Offshore Programme. Die installierte Windenergieleistung der mittlerweile 1.788 WEA (Windenergieanlagen) ist zum Jahresende 2015 auf 2.884 MW (Megawatt) angestiegen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Mecklenburg-Vorpommern sein in der aktuellen Energiestrategie formuliertes Ziel von 4.100 MW bis 2020 erreichen kann. Nach dem Bau des ersten kommerziellen Offshore-Windparks in der deutschen Ostsee – EnBW Baltic 1 mit 21 Windenergieanlagen (Gesamtleistung 48,3 MW) entstand mit EnBW Baltic 2 der zweite Offshore-Windpark vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Mit 80 Windenergieanlagen und einer Gesamtleistung von 288 MW  und einem jährlichen Ertrag von rund 1,2 Milliarden kWh kann EnBW Baltic 2 rund 340.000 Haushalte im Jahr versorgen.

Energiepolitik, Potenziale und Landesplanung:

Insbesondere die erfolgreiche Ausweisung neuer Windvorrangflächen unterstützt den Ausbau der Windenergie an Land und ermöglicht einen weiter stabilen Zubau von Kapazitäten. Würden zwei Prozent der Landesfläche für Windenergie freigegeben, ließe sich die installierte Leistung problemlos auf 4.500 MW steigern. Die Potenziale für das Repowering steigen, da knapp die Hälfte der Anlagen älter als zehn Jahre ist. Diese Anlagen verfügen im Schnitt über 640 kW (Kilowatt) Nennleistung. Sie gegen neue effiziente Anlagen auszutauschen, könnte das Land weiter voranbringen und der Bauwirtschaft und vielen Kommunen im strukturschwachen Bundesland neuen Rücken­wind geben.
Gleichzeitig engagieren sich Mitglieder des Verbandes in der Förderung neuer Technologien, um überschüssigen Windstrom zu speichern. Damit leisten Akteure aus Mecklenburg-Vorpommern eine wichtige Pionierarbeit auf dem Weg in das neue Energiezeitalter, welches das Land von unsicheren Energieimporten unabhängig macht.
Mecklenburg-Vorpommern kann in naher Zukunft allein durch Windenergie zum wichtigen Stromexporteur werden. Damit trägt der Nordosten zum Wohlstand der gesamten deutschen Volkswirtschaft bei und schafft sich zugleich ein weiteres wichtiges Standbein, um das Land für Menschen und Unternehmen noch attraktiver zu machen.

Statistische Daten:

1.788

Windenergie­anlagen

7.580

Arbeitsplätze
(2013)

2.884

Installierte Leistung in MW

3.688 GWh (Stromerzeugung aus Windenergie, 2013)
33 % (Anteil der Windstromerzeugung an Bruttostromerzeugung, 2013)
23.210,55 (Landesfläche in km²)
1.600.327 (Einwohnerzahl)



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Quelle: www.wind-energie.de/verband/landes-und-regionalverbaende/mecklenburg-vorpommern