Geschichte des EEG
Ein Zeitstrahl der wichtigsten Entwicklungen

Geschichte des EEG

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist der Motor für den Ausbau Erneuerbarer Energien in Deutschland und somit eines unserer wichtigsten Klimaschutzinstrumente. Es hat sich als effizientes und erfolgreiches Instrument bewährt und den Erneuerbaren Energien zu einem kontinuierlichen Wachstum und der Windenergiebranche zu einer eindrucksvollen Lernkurve verholfen.

Das EEG im Wandel

Seit dem Jahr 2000 liefert das EEG den Rahmen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und ihre Integration in den Strommarkt. Das EEG folgte auf das Stromeinspeisegesetz von 1991. Seither gab es mehrere große und viele kleine Novellen. Die letzte große Novelle trat am 1. Januar 2017 in Kraft. Mit ihr wurden die bis dahin gesetzlich definierten Vergütungssätze durch Ausschreibungen abgelöst. Mit zunehmender Komplexität des Strommarktes wuchs auch der Umfang des Gesetzes – von anfangs vier auf heute 104 Paragrafen. Unser Zeitstrahl fasst die wichtigsten Stationen rund um das EEG zusammen.

  • 2017 bis 2015

  • 01. Januar 2017

    Stichtag Ausschreibungen für Strom aus EE-Technologien

    Ab dem 1.1.2017, so geben es die Leitlinien für staatliche Umweltschutz- und Energiebeihilfen der EU-Kommission vor, müssen sich alle Erneuerbaren Energien im Rahmen von Ausschreibungen auf eine Förderung bewerben. Es gilt eine Übergangsfrist gemäß EEG 2014 § 102 Abs. 3.

  • 25. April 2016

    Stellungnahme zum offiziellen EEG-Referentenentwurf

    Unter Einbeziegung seiner Fachgremien hat der BWE im Rahmen der Länder- und Verbändeanhörung eine detaillierte Stellungnahme eingebracht. Darin setzt sich der Verband für eine Mindestausschreibungsmenge von 2.500 MW netto und Garantien zurm Erhalt der Akteursvielfalt ein.

  • 14. April 2016

    Offizieller Referentenentwurf zum EEG 2016 liegt vor

    Das BMWi hat den offiziellen Referentenentwurf zum EEG 2016 veröffentlicht und damit die Länder- und Verbändeanhörung eingeleitet. Der BWE erstellt in Abstimmung mit seinen Beiräten eine umfassende Stellungnahme.

  • 01. Dezember 2015

    3. Ausschreibungsrunde PV-Freiflächenanlagen

    Gebotstermin am 1. Dezember 2015 (Uniform-pricing-Verfahren)

  • 01. Oktober 2015

    BWE-Stellungnahme zu BMWi-Eckpunkten

    Der BWE reicht seine Stellungnahme zum BMWi-Eckpunktepapier „Ausschreibungen für die Förderung von Erneuerbare-Energien-Anlagen“ beim Ministerium ein. Der Verband bringt darin zum Ausdruck, dass Ausschreibungen kein geeignetes Instrument zur Erreichung der mit dem EEG 2014 verfolgten Ziele sind.

  • 01. August 2015

    2. Ausschreibungsrunde PV-Freiflächenanlagen

    Gebotstermin am 1. August 15 (Uniform-pricing-Verfahren)

  • 15. April 2015

    1. Ausschreibungsrunde PV-Freiflächenanlagen

    Mit Gebotstermin vom 15. April 2015 startet die Bewährungsprobe für Ausschreibungen von Strom aus PV-Freiflächenanlagen.

  • 28. Januar 2015

    Beschluss der Verordnung für PV-Freiflächenausschreibungen

    Am 28. Januar hat das Bundeskabinett jene Verordnung beschlossen, mit der im Bereich PV-Freiflächenanlagen eine Pilotausschreibung durchgeführt werden kann. Darin ist ein Ausschreibungsvolumen von jährlich durchschnittlich 400 MW vorgesehen, das in drei Runden ausgeschrieben wird.

  • 2014 bis 2012

  • 01. August 2014

    EEG-Novelle 2014 tritt in Kraft

    Einführung der verpflichtenden Direktvermarktung, Beschluss zur Ermittlung der künftigen Förderhöhe durch Aus­schreibungen ab 2017, Einführung eines Atmenden Deckels für die Windenergie an Land

  • 17. Januar 2014

    Eckpunktepapier zur Reform des EEG

    Bis 2025 sollen zwischen 40% und 45% und bis 2035 zwischen 55% und 60% des Stromverbrauchs durch Erneuerbare Energien gedeckt werden. Reform des EEG soll europarechtskonform ausgestaltet werden.

  • September 2013

    Bundestagswahl

    Regierung CDU/CSU/SPD

  • Februar 2013

    Altmaier-Rösler-Papier

    Gemeinsamer Vorschlag zur Strompreissicherung im Erneuerbare-Energien-Gesetz.

  • 07. November 2012

    Managementprämienverordnung erlassen

    Senkung der Managementprämie als Bestandteil der Marktprämie für die Direktvermarktung Erneuer­barer Energie zum 1. Januar 2013 - Förderung der Fern­steuerbarkeit von Anlagen

  • November 2012

    UN-Klimakonferenz in Doha

    Die zweite Verpflichtungsperiode des verlängerten Kyoto-Protokolls läuft bis 2020.

  • August 2012

    Bundesregierung beschließt Entwurf zur Neuregelung des EnWG

    insbesondere Anpassung der Haftungsregelung für den Offshore-Netzanschluss

  • 01. April 2012

    Neufassung des EEG tritt in Kraft

    Ausbauziele der Erneuerbaren Energien nicht mehr als absolute Ziele, sondern als Mindestziele formuliert: Spätestens 2020 sollen mindestens 35% der Strom­versorgung durch Erneuerbare Energien gedeckt werden, bis 2030 mindestens 50%. Einführung der Markt- und Flexibilitätsprämie. Systemdienstleistungsbonus bis Ende 2014 limitiert.

  • 2011 bis 2009

  • November 2011

    UN-Klimakonferenz in Durban

    Kyoto-Protokoll wird über 2012 hinaus verlängert

  • 06. August 2011

    Änderung des Atomgesetzes tritt in Kraft

    Ausstieg aus der Kernenergienutzung

  • 05. August 2011

    Reform des EnWG tritt in Kraft

    Umsetzung europäischer Entflechtungsvorgaben, Neuregelungen zu Messeinrichtungen und Messsystemen, Verbraucherschutzrechte und Unabhängigkeit von Regulierungsbehörden

  • Juni 2011

    Bundesregierung beschließt den Umbau der Energieversorgung – die Energiewende

    umfassendes Gesetzgebungspaket (Energiepaket), unter anderem Änderung des Atomgesetzes, Änderung des EEG, Änderung von Regelungen zum Netzausbau

  • Mai 2011

    Reform des EEWärmeG tritt in Kraft

    Verpflichtung den Wärmebedarf für öffentliche Gebäude anteilig aus Erneuerbaren Energien zu decken.

  • 11. März 2011

    Nuklearkatastrophe von Fukushima

  • 28. Oktober 2010

    Reform des Atomgesetzes beschlossen

    Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke

  • September 2010

    Bundesregierung beschließt Energiekonzept

    „Erneuerbare Energien als eine tragende Säule zukünftiger Energieversorgung“. Schwerpunkt auf Off- und Onshore Windenergie sowie Bioenergie

  • Dezember 2009

    UN-Klimakonferenz in Kopenhagen

    keine Einigung auf ein Folgeabkommen zum Kyoto-Protokoll

  • September 2009

    Bundestagswahl

    Regierung CDU/CSU/FDP

  • Juli 2009

    Systemdienstleistungsverordnung wird erlassen

    Regelung von Anforderungen zur besseren Netzintegration von Windenergieanlagen

  • 01. Januar 2009

    Neufassung des EEG tritt in Kraft

    Anteil der Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 soll auf 30% gesteigert werden. Angepasste Vergütungsregelungen. Einführung des Einspeisemanagements inkl. Entschädigungsmechanismen zum Umgang mit Netzengpässen.

  • 2008 bis 2000

  • September 2008

    Reform des EnWG tritt in Kraft

    Förderung von technischen Innovationen bei Zählern und Netzen, flexiblere Tarife für Letztverbraucher

  • Dezember 2007

    UN-Klimakonferenz in Bali

    Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll soll 2009 beschlossen werden

  • September 2005

    Bundestagswahl

    Regierung CDU/CSU/SPD

  • Jui 2005

    Reform des EnWG tritt in Kraft

    System des regulierten Netzzugangs, Umsetzung europäischer Vorgaben

  • 01. August 2014

    Ziel: Steigerung des EE-Anteils auf 20% bis 2020. Teilweise Senkung der Einspeisevergütungen, insbesondere für Windenergie

  • September 2002

    Bundestagswahl

    Regierung SPD/Grüne

  • 22. April 2002

    Erster Atomausstieg

    Novellierung des Atomgesetzes tritt in Kraft

  • 01. April 2002

    Kraft-Wärme-Kopplung-Ausbaugesetz tritt in Kraft

    ersetzt KWKG und fördert ausdrücklich den Ausbau von KWK-Anlagen

  • September 2001

    Anteil Erneuerbare Energien in Europa 12% bis 2010, Vorrang Erneuerbarer Energien

  • Juni 2000

    Vereinbarung zum Atomausstieg

    zwischen der Bundesregierung und den Energieversorgungsunternehmen

  • Mai 2000

    Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz wird beschlossen

  • 01. April 2000

    Erneuerbare-Energien-Gesetz tritt in Kraft

    Ersetzte das StromEinspG. Ziel: Verdoppelung des Anteils Erneuerbarer Energien innerhalb von 10 Jahren. Abnahme- und Übertragungspflicht für Netzbetreiber beibehalten. Zusätzlich Vorrangregelung für Strom aus Erneuerbaren Energien gegenüber konventionellem Strom.

  • 1999 bis 1990

  • April 1999

    Stromsteuergesetz tritt in Kraft

    Verteuerung von Energie durch höhere Besteuerung

  • September 1998

    Bundestagswahl

    Regierung SPD/Grüne

  • April 1998

    Neues EnWG tritt in Kraft

    Umsetzung der Elektrizitäts-Binnenmarktrichtlinie

  • Dezember 1997

    UN-Klimakonferenz in Kyoto

    Verbindliche Zielwerte zur Reduktion von Treibhausemissionen (Kyoto-Protokoll)

  • Dezember 1996

    Europaweite gemeinsame Vorschriften für die Elektrizitätserzeugung, -übertragung und -verteilung. Zulässigkeit eines Vorrangs für Erneuerbare Energien.

  • Oktober 1994

    Bundestagswahl

    Regierung CDU/CSU/FDP

  • 01. Januar 1991

    Stromeinspeisungsgesetz tritt in Kraft

    Vorläufer des EEG, regelte erstmals die Verpflichtung für Stromversorger, Strom aus Erneuerbaren Energien abzunehmen und zu vergüten.

  • Dezember 1990

    Bundestagswahl

    Regierung CDU/CSU/FDP