Pressemitteilungen https://www.wind-energie.de/press-releases-view de BWE startet Weiterbildungsoffensive Windenergie 2018 https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/bwe-startet-weiterbildungsoffensive-windenergie-2018 <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Das deutsche Projekt Energiewende lebt von Begeisterung, Expertenwissen und dem Streben nach ständiger Weiterentwicklung. Die wirtschaftliche Spitzenposition deutscher Unternehmen im Bereich der Windenergie speist sich aus ebendiesem Innovationsdrang unterschiedlichster Menschen. Der Bundesverband WindEnergie (BWE) versteht sich in diesem Kontext als Kompetenznetzwerk der Windbranche. In seiner Weiterbildungsoffensive 2018 will der Verband Wissen über die Windkraft an Interessierte vermitteln.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Aus Sicht des BWE ist Wissen die wichtigste Ressource der Energiewende. Erst das Wissen um Rechtsbestimmungen, Richtlinien, Verträge und Projektabläufe ermöglicht eine effiziente Planung und Steuerung von Windkraftprojekten. Daneben ist eine große Bandbreite an kaufmännischen und technischen Fragestellungen zu beachten. Als Kompetenznetzwerk der Windenergiebranche vermittelt der BWE in seinen Seminaren die Fähigkeit theoretisches Wissen praktisch einzusetzen. Für das laufende Jahr 2018 plant der Verband 135 Seminartage zu 26 windspezifischen Themen. Von Grundlagen der Windenergie bis zum Expertenseminar Windparkmanagement will der BWE seinen Mitgliedern ein möglichst ausdifferenziertes Wissensspektrum zugänglich machen.</p> <p>Die Seminare werden von Branchenexperten gehalten, die Einblicke in ihre persönlichen Erfahrungen aus Unternehmen, Kanzleien, Ingenieurbüros oder Beratungsgesellschaften geben. Die mehr als 80 Referenten rekrutieren sich weitgehend aus den Fachgremien des BWE.</p> <p>Das Seminarprogramm 2018 konzentriert sich auf die Standorte Berlin, Hamburg und Köln, da Analysen des bisherigen Seminarangebots gezeigt haben, dass die meisten Teilnehmer aus den Bundesländern Nordrhein-Westfalen sowie den Metropolregionen Berlin und Hamburg kommen. Für Teilnehmer aus ganz Deutschland sind alle Veranstaltungsorte mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Mit dem Weiterbildungsangebot bietet der BWE seinen Mitgliedern, den 143.000 Mitarbeitern der Windbranche sowie interessierten Privatpersonen ein kostengünstiges und gleichzeitig äußerst hochwertiges Weiterbildungsangebot.</p> <p><a href="https://www.bwe-seminare.de/seminare" target="_blank">Hier geht’s zum Seminarprogramm 2018</a></p> </div> </div> </div> Betriebsführung EEG Naturschutz Planung Unternehmen Veranstaltung Verband Windenergie Thu, 18 Jan 2018 08:30:47 +0000 6741 at https://www.wind-energie.de BEE: Europäisches Parlament beschließt Fortschritte für Energiewende https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/bee-europaeisches-parlament-beschliesst-fortschritte-fuer <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p><i>Berlin, 17. Januar 2018</i> -&nbsp; Das Europäische Parlament hat heute die Parlamentspositionen zur Erneuerbare-Energien- und zur Energieeffizienz-Richtlinie sowie zur Governance-Verordnung festgelegt. „Der BEE begrüßt die Parlamentsvorschläge weitgehend, da sie ein wichtiges Signal für die Erneuerbaren Energien senden und mehr Klarheit für Mitgliedsstaaten und Investoren schaffen“, sagt Dr. Peter Röttgen, Geschäftsführer Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE).</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Eine wichtige Weichenstellung sei vor allem die vom Europäischen Parlament geforderte Anhebung des Anteils Erneuerbarer Energie am EU-Gesamtenergieverbrauch. Laut Parlamentsbeschluss soll der Anteil im Jahr 2030 bei mindestens 35 Prozent liegen. Dies entspricht einer Verbesserung gegenüber der von Europäischem Rat und Europäischer Kommission bislang vorgeschlagenen 27 Prozent. Aus Sicht des BEE wäre jedoch ein noch höherer Anteil Erneuerbarer Energie wünschenswert, um die vorhandenen Potenziale für den Klimaschutz, für nachhaltige Arbeitsplätze und <abbr title="Die Wertschöpfung bei der Energiebereitstellung aus Erneuerbaren Energieträgern erfolgt zum großen Teil regional. So gehen zum Beispiel mindestens 70% der Gewerbesteuer an die Kommune in der ein Windpark betrieben wird. Gleichzeitig kann die Ansiedelung von Erneuerbaren Energieanlagen Arbeitsplätze in der Region schaffen."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term244" title="Die Wertschöpfung bei der Energiebereitstellung aus Erneuerbaren Energieträgern erfolgt zum großen Teil regional. So gehen zum Beispiel mindestens 70% der Gewerbesteuer an die Kommune in der ein Windpark betrieben wird. Gleichzeitig kann die Ansiedelung von Erneuerbaren Energieanlagen Arbeitsplätze in der Region schaffen.">Wertschöpfung</a></abbr> sowie für den Industrie- und Innovationsstandort Europa voll auszuschöpfen.</p> <p>Positiv bewertet der BEE die Verbesserungsvorschläge zur Ausgestaltung der nationalen Fördermechanismen in der Erneuerbare-Energien-Richtlinie. Wo die Kommission lediglich auf die Anwendung interner Verwaltungsvorschriften verwiesen hat (Beihilfeleitlinien), sind im EP-Beschluss nun konkrete Prinzipien für die Ausgestaltung nationaler Fördersysteme formuliert. Gut sei dabei vor allem, dass Mitgliedsstaaten zwischen technologiespezifischen und technologieneutralen Ausschreibungen auswählen können und die Möglichkeit haben, Sonderregelungen für kleine Akteure und für die Bürgerenergie zu schaffen. Darüber hinaus sind sie verpflichtet, fünfjährige Investitions- und Ausschreibungsfahrpläne vorzulegen und den Bestandsschutz zu gewähren. „Das schafft Sicherheit für Investoren nach 2020“, so Röttgen.</p> <p>In diesem Zusammenhang sei besonders wichtig, dass die Mitgliedstaaten frühzeitig bis Juni 2019 ihre Nationalen Energie- und Klimapläne vorlegen müssen. In den Plänen sollen Mitgliedstaaten nationale Ausbaupfade mit Zwischenprüfsteinen angeben, die Planbarkeit für Investoren und einen progressiven Ausbau der Erneuerbaren Energien zur Erreichung des 2030-Ziels ermöglichen. Positiv für die Erneuerbaren-Integration ist die Konkretisierung der Berichtspflichten für Mitgliedstaaten über Maßnahmen zur Flexibilisierung des Energiesystems, zum Beispiel Maßnahmen zum Abbau unflexibler Restlasten. „Wichtig ist nun, dass die Vorschläge des Europäischen Parlaments in den weitergehenden Verhandlungen aufrechterhalten werden“, appelliert Röttgen an die Verhandler.</p> <p><b>Hintergrund:</b><br /> Mit den heute verabschiedeten Beschlüssen wird das Europäische Parlament in die kommenden Verhandlungen mit dem Europäischen Rat und der Europäischen Kommission gehen. Diese starten im Frühjahr und sollen Ende 2018 abgeschlossen sein.</p> <p>Die Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED) und die Governance-Verordnung werden essentielle Weichen in der europäischen Gesetzgebung für Ausbau und Integration der Erneuerbaren Energien nach 2020 stellen. Angesichts fehlender national verbindlicher Ziele bis 2030 kommt dem regulatorischen Steuerungsrahmen, der sogenannten Governance, und den darin vorgesehenen nationalen Energie- und Klimaplänen (NEKPs) eine zentrale Rolle zu, um rechtzeitig die nötigen Investitionsentscheidungen zur Erreichung der europäischen Energie- und Klimaziele zu bewirken.</p> <p>&nbsp;</p> <p><i>Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 48 Verbänden und Unternehmen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Zu unseren Mitgliedern zählen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas und der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke. Wir vertreten auf diese Weise 330 000 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.</i></p> </div> </div> </div> Energiepolitik Europa Flexibilisierung Wirtschaft Thu, 18 Jan 2018 07:51:58 +0000 6742 at https://www.wind-energie.de Energiewende beschleunigen - Ausbau der Offshore-Windenergie läuft bis 2020 nach Plan https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/energiewende-beschleunigen-ausbau-der-offshore-windenergie-laeuft-bis <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p><b>Berlin, 17. Januar 2018 – </b>„Mit einer <abbr title="Physikalische Größe für bereitgestellte oder genutzte Energie pro Zeiteinheit. Die Leistung wird in Watt angegeben. "><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term274" title="Physikalische Größe für bereitgestellte oder genutzte Energie pro Zeiteinheit. Die Leistung wird in Watt angegeben. ">Leistung</a></abbr> von mehr als 5,3 GW tragen die Windenergieanlagen auf See immer stärker zur Versorgungssicherheit Deutschlands bei. Sie liefern praktisch rund um die Uhr im Jahr sauberen Strom“, erklärten die Branchenvertreter von AGOW, BWE, Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE, VDMA Power Systems und WAB e.V. heute in Berlin bei der Vorstellung der aktuellen Ausbauzahlen zur <abbr title="Offshore ist englisch für "vor der Küste liegend". Damit werden Windenergieanlagen beschrieben, die im Meer stehen."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term222" title="Offshore ist englisch für "vor der Küste liegend". Damit werden Windenergieanlagen beschrieben, die im Meer stehen.">Offshore-Windenergie</a></abbr>. „Der Ausbau der Offshore-Windenergie liegt im Plan.“</p> <ul> </ul> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <ul> <li>Kostendegression nutzen – Offshore-Deckel anheben</li> <li>2017: 1,25 GW neu am Netz, insgesamt mehr als 5,3 GW an Kapazität am Netz</li> <li>Zeitnahe Nutzung freier Konverterkapazitäten geboten</li> <li>Verstärkte Anstrengungen beim Netzausbau und Sektorenkopplung gefordert</li> </ul> <p>Zum 31.12.2017 waren nach einer Analyse der Deutschen WindGuard insgesamt 1.169 Anlagen mit einer installierten <abbr title="Physikalische Größe für bereitgestellte oder genutzte Energie pro Zeiteinheit. Die Leistung wird in Watt angegeben. "><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term274" title="Physikalische Größe für bereitgestellte oder genutzte Energie pro Zeiteinheit. Die Leistung wird in Watt angegeben. ">Leistung</a></abbr> von rund 5.387 MW am Netz. Nach Zahlen der AG Energiebilanzen konnten die Windenergieanlagen auf See ihre Stromproduktion auf 18,3 Terrawattstunden im Jahr 2017 steigern. Das ist fast 50 Prozent mehr als im Jahr 2016 (12,3 Terrawattstunden).</p> <p>Aktuell sind zwei Offshore-Windparks mit einer Leistung von 780 MW im Bau. Für fünf Projekte mit einer Leistung von rund 1,5 GW liegt die finale Investitionsentscheidung vor. Bis 2020 ist gesetzlich ein Ausbau der <abbr title="Offshore ist englisch für "vor der Küste liegend". Damit werden Windenergieanlagen beschrieben, die im Meer stehen."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term222" title="Offshore ist englisch für "vor der Küste liegend". Damit werden Windenergieanlagen beschrieben, die im Meer stehen.">Offshore-Windenergie</a></abbr> bis zu einer Kapazität von 7,7 GW möglich.</p> <p>Die Reduzierung des Ausbaupfads der Windenergie auf See durch das EEG 2017 - insbesondere Anfang der 20er Jahre - bremst allerdings diese positive Entwicklung der Offshore-Windindustrie in Deutschland. Zusammen mit den Küstenländern und den Gewerkschaften wurde daher bereits im September 2017 mit dem Cuxhavener Appell ein Ausbau von mindestens 20 GW bis 2030 und 30 GW bis 2035 gefordert. Nur gestiegene Ausbauvolumina in Deutschland und ganz Europa werden für weitere und dauerhafte Kostensenkungen sowie Innovationen bei der Technologieentwicklung sorgen. Daher sollten auch freie Konverterkapazitäten, die sich nach den Ausschreibungsergebnissen In Deutschland im Frühjahr 2018 zeigen werden, zeitnah genutzt werden. Auch die bisher bekannt gewordenen Ergebnisse der Sondierungsgespräche zwischen CDU, CSU und SPD legen dies nahe. Die massiven Kostensenkungen im Bereich der Erneuerbaren Energien eröffnen neue Potenziale und zeigen deutlich, dass vergleichsweise junge Technologien inzwischen weitgehend wettbewerbsfähig sind.</p> <p>Auch klimapolitisch ist ein stärkerer Ausbau der Erneuerbaren Energien notwendig. Um ihre nationalen und internationalen Klimaziele zu erreichen, muss die neue Bundesregierung Rahmenbedingungen schaffen, die die emissionsintensive Stromerzeugung eindämmen, ein höheres Ausbauvolumen der Erneuerbaren Energien sicherstellen und das Energiesystem dafür anpassen. „Die neue Regierung muss einen verbindlichen Rahmen für die Energiewende auflegen. Dabei müssen ein höherer Ausbau der Erneuerbaren Energien und die entsprechende Anpassung des Gesamtsystems im Mittelpunkt stehen. Die Sondierungsergebnisse können hier Möglichkeiten eröffnen“, erklärten die Branchenvertreter. „Windenergie auf See kann hier dank der aktuellen Kostenentwicklung einen deutlich größeren Beitrag als bisher leisten.“</p> <p><b>Höheres Ausbauvolumen für mehr <abbr title="Die Wertschöpfung bei der Energiebereitstellung aus Erneuerbaren Energieträgern erfolgt zum großen Teil regional. So gehen zum Beispiel mindestens 70% der Gewerbesteuer an die Kommune in der ein Windpark betrieben wird. Gleichzeitig kann die Ansiedelung von Erneuerbaren Energieanlagen Arbeitsplätze in der Region schaffen."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term244" title="Die Wertschöpfung bei der Energiebereitstellung aus Erneuerbaren Energieträgern erfolgt zum großen Teil regional. So gehen zum Beispiel mindestens 70% der Gewerbesteuer an die Kommune in der ein Windpark betrieben wird. Gleichzeitig kann die Ansiedelung von Erneuerbaren Energieanlagen Arbeitsplätze in der Region schaffen.">Wertschöpfung</a></abbr> und Beschäftigung</b></p> <p>Ein höheres Ausbauvolumen im Offshore-Windbereich ist zudem für mehr Beschäftigung und Wertschöpfung am Industriestandort Deutschland von großer Bedeutung. Aktuell arbeiten bereits rund 20.000 Beschäftigte in der Offshore-Windindustrie bei einem erwirtschaften jährlichen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro. Das sind rund 40 Prozent der europaweit in der Offshore-Windbranche Beschäftigten. Die Endfertigung der Anlagenhersteller erfolgt zwar überwiegend im Norden Deutschlands, die Zulieferindustrie hingegen verteilt sich auf alle Bundesländer mit den Schwerpunkten NRW, Baden-Württemberg und Bayern. Aber auch viele Unternehmen in Ostdeutschland sind wichtige Lieferanten für die Windindustrie.</p> <p>Die Hersteller und Zulieferer brauchen daher eine Perspektive zur Auslastung ihrer Produktionskapazitäten, um Industriearbeitsplätze zu erhalten und auszubauen. Ein nachhaltig stabiler Heimatmarkt ist die Basis für immer stärker werdenden Export der europäischen Offshore-Windenergietechnologien. Aktuell haben die Windenergieanlagenhersteller eine Exportquote von über 70 Prozent. Neben Deutschland sind Großbritannien und die Niederlande die technologischen Schaufenster und attraktive Märkte für Offshore-Technologien. Und die Entwicklung geht weiter - die Hersteller arbeiten derzeit bereits an Anlagen der 10 MW-Klasse und darüber hinaus. Hierfür ist es wichtig, die Pläne für ein Testfeld für Prototypen in deutschen Gewässern alsbald umzusetzen.</p> <p>Nur durch intensivierte Anstrengungen im Bereich Forschung und Entwicklung kann Deutschland seine Technologieführerschaft im Offshore-Windenergiebereich halten. Die zukünftige Energiepolitik darf sich nicht am derzeitigen technologischen Wissensstand orientieren, sondern muss offen für Innovationen sein.</p> <p><b>Priorität für Netzausbau und Sektorenkopplung</b></p> <p>Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien hängt der Erfolg der Energiewende in Deutschland wesentlich vom Netzausbau und Fortschritten bei der Sektorenkopplung ab. Die neue Bundesregierung muss daher dem Ausbau der großen Übertragungsnetze Priorität einräumen. Weitere Verzögerungen müssen unbedingt vermieden werden. Zusätzlich sollten alle technischen Möglichkeiten genutzt werden, um Netzengpässe an Land vorübergehend oder dauerhaft zu überwinden. Dazu zählen insbesondere Maßnahmen zur verbesserten Netzauslastung. Außerdem gilt es, die Höhe der Must-Run Kapazitäten zu überprüfen, die für die Systemstabilität notwendig ist. &nbsp;</p> <p>Des Weiteren müssen schnellstmöglich die regulatorischen Hürden für die weitere Kopplung der Sektoren beseitigt werden. Zukünftige Mobilität muss nachweislich erneuerbar getragen sein, der Zugang zu Wärmenetzen ist zu verbessern, und die Schranken zur Direktbelieferung der Industrie müssen fallen. „Wir brauchen einen echten Aufbruch für die Energiewende 4.0, um die emissionsfreie Versorgung aller Bereiche zu ermöglichen“, so die Verbände. „Dabei kann auch die breite Einführung eines CO2-Preises sinnvoll sein.“</p> <p><b>Zahlen 2017 im Überblick:</b></p> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" align="left"> <tbody> <tr> <td valign="top" width="217"> <p>Zubau</p> </td> <td valign="top" width="274"> <p>OWEA mit Netzeinspeisung</p> </td> <td valign="top" width="100"> <p>1.250 MW</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top" width="217" rowspan="2"> <p>Gesamt kumuliert am 31.12.2017</p> </td> <td valign="top" width="274"> <p>OWEA mit Netzeinspeisung</p> </td> <td valign="top" width="100"> <p>5.387 MW</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top" width="274"> <p>Installierte OWEA ohne Netzeinspeisung</p> </td> <td valign="top" width="100"> <p>0,0&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; MW</p> </td> </tr> </tbody> </table> <p>&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p> <p><a target="_blank" href="https://www.wind-energie.de/sites/default/files/download/publication/factsheet-status-des-offshore-windenergieausbaus-deutschland-2017/20180117_factsheet_status_offshore-windenergieausbau_2017.pdf">Factsheet: Status des Offshore-Windenergieausbaus in Deutschland 2017</a></p> <p><a title="Präsentation: Ausbauzahlen Offshore-Windenergie in Deutschland 2017 " class="file-link" href="/system/files/attachments/press-release/2018/energiewende-beschleunigen-ausbau-der-offshore-windenergie-laeuft-bis-2020-nach-plan/20180117-praesentation-offshore-pressekonferenz.pdf">Präsentation: Ausbauzahlen Offshore-Windenergie in Deutschland 2017 </a></p> <p>&nbsp;</p> <p><b>Presseansprechpartner</b></p> <p>Arbeitsgemeinschaft <br /> Offshore-Windenergie<br /> Tim Bruns <br /> 030 28444-651 <br /> <a href="mailto:tim.bruns@agow.eu" target="_blank">tim.bruns@agow.eu</a></p> <p class="p1">Wolfram Axthelm<br /> Tel.: +49 30 212341 251<br /> Fax.: +49 30 212341 410<br /> <a href="mailto:w.axthelm@wind-energie.de">w.axthelm@wind-energie.de</a></p> <p class="p1">Stiftung <br /> OFFSHORE-WINDENERGIE<br /> Sebastian Boie<br /> 030 27595-198<br /> <a href="mailto:s.sahm@offshore-stiftung.de">s.sahm@offshore-stiftung.de</a></p> <p class="p1">VDMA Power System<br />Beatrix Fontius<br /> 069 6603-1886 <br /> <a href="mailto:beatrix.fontius@vdma.org" target="_blank">beatrix.fontius@vdma.org</a></p> <p>Windenergie-Agentur WAB<br />Ana Belle Becké<br />0471 39177-14<br /> <a href="mailto:ana-belle.becke@wab.net" target="_blank">ana-belle.becke@wab.net</a></p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-filefield field-field-global-file"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <div class="filefield-file"><img class="filefield-icon field-icon-application-pdf" alt="application/pdf icon" src="https://www.wind-energie.de/sites/all/modules/_basic/filefield/icons/application-pdf.png" /><a href="https://www.wind-energie.de/system/files/attachments/press-release/2018/energiewende-beschleunigen-ausbau-der-offshore-windenergie-laeuft-bis-2020-nach-plan/20180117-praesentation-offshore-pressekonferenz.pdf" type="application/pdf; length=2041735" title="20180117-praesentation-offshore-pressekonferenz.pdf">Präsentation: Ausbauzahlen Offshore-Windenergie in Deutschland 2017 </a></div> </div> </div> </div> Offshore Publikation Statistik Wed, 17 Jan 2018 12:26:24 +0000 6739 at https://www.wind-energie.de BWE veröffentlicht Leitfaden zu Erlösoptionen außerhalb des EEG https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/bwe-veroeffentlicht-leitfaden-zu-erloesoptionen-ausserhalb-des-eeg <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>In einem prägnanten Leitfaden klärt der Bundesverband WindEnergie e.V. über verschiedene Erlösoptionen außerhalb des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) auf. In Zeiten sinkender EEG-Fördersätze und hoher Hürden, um im Ausschreibungsverfahren überhaupt eine Förderung zu erhalten sowie angesichts der in manchen Regionen zunehmenden Abregelungen im Rahmen des Einspeisemanagements, stellt sich für die Betreiber vieler Windenergieanlagen die Frage, ob es neben dem EEG alternative Optionen gibt, ihre Windenenergieanlagen wirtschaftlich zu betreiben.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Optionen sind z.B. Eigenversorgung, Direktbelieferung und <abbr title="Regelenergie wird benötigt, um unvorhersehbare Schwankungen im Stromverbrauche und in der Stromerzeugung, etwa Kraftwerksausfälle, auszugleichen. Damit die Energie sofort zur Verfügung steht, wird Leistung in flexibel regelbaren Kraftwerken vorgehalten."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term293" title="Regelenergie wird benötigt, um unvorhersehbare Schwankungen im Stromverbrauche und in der Stromerzeugung, etwa Kraftwerksausfälle, auszugleichen. Damit die Energie sofort zur Verfügung steht, wird Leistung in flexibel regelbaren Kraftwerken vorgehalten.">Regelenergie</a></abbr>. Im Zuge der zunehmenden Sektorkopplung werden auch Speicheroptionen und Power-to-X-Technologien zu immer interessanteren Geschäftsmodellen.</p> <p>Diese unterschiedlichen Geschäftsmodelle, die auch und speziell für Windparks interessant sind, die das Ende des EEG-Förderzeitraums erreicht haben und deren Vergütungsanspruch dauerhaft entfällt, sind in der technischen und administrativen Umsetzung jedoch komplex. Durch eine Vielzahl von verschiedenen Rechtsgrundlagen und Verordnungen entsteht ein schwer zu überblickendes juristisches Dickicht. Der neue BWE-Leitfaden gibt einen ersten Überblick &nbsp;über die juristischen Grundlagen von Eigenversorgung, Direktlieferung, Power-to-X, Regelenergie und sonstigen Erlösoptionen. Im Leitfaden wird etwa erklärt, welche Umlagen, Abgaben und Entgelte bei den verschiedenen Geschäftsmodellen an- bzw. wegfallen. Außerdem zeigt der Leitfaden auf, welche technischen und juristischen Anforderungen ein Betreiber erfüllen muss, um die einzelnen Geschäftsmodelle zu implementieren.</p> <p>Der <a target="_blank" href="https://www.wind-energie.de/system/files/private/internal_page/20180115-erloesoptionen-ausserhalb-des-eeg.pdf">BWE-Leitfaden „<span class="file-link">Erlösoptionen außerhalb des EEG - Eigenversorgung, Direktversorgung, Power-to-X, Regelenergie – Wie können sie umgesetzt werden</span>“</a> ist ab jetzt für die Mitglieder des BWE online verfügbar; Die Druckversion ist über den BWE Shop für eine Schutzgebühr von 69 Euro (BWE Mitglieder: 39 Euro)&nbsp; erhältlich. (<a href="http://www.bwe-shop.de">www.bwe-shop.de</a>)</p> <p>Journalisten erhalten den BWE-Leitfaden auf <a title="BWE-Leitfaden &quot;Erlösoptionen außerhalb des EEG&quot;" href="mailto:presse@wind-energie.de">Anfrage per E-Mail</a> kostenfrei zugesendet.</p> </div> </div> </div> EEG Publikation Windenergie Tue, 16 Jan 2018 09:33:26 +0000 6735 at https://www.wind-energie.de Fortschrittsprojekt Energiewende mit neuem Schwung versehen https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/fortschrittsprojekt-energiewende-mit-neuem-schwung-versehen <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„Der Abschluss der Sondierungsgespräche ist vor allem im Hinblick auf die Ankündigung mit schnellen Schritten jetzt die 2030 CO2-Einsparvorgaben zu erreichen und den Anteil der Erneuerbaren Energien bis dahin auf 65 Prozent anzuheben, ein wichtiges Bekenntnis zum Fortschrittsprojekt Energiewende“, kommentiert Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie die heute bekannt gemachten Ergebnisse der Gespräche von CDU/CSU und SPD.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„Die Anhebung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien ist nicht nur klimapolitisch, sondern auch industriepolitisch ein wichtiges Signal. Insbesondere unserer fest im deutschen Maschinen- und Anlagenbau verankerten Branche zeigt dieses Signal, dass die Politik die Bedeutung des internationalen Wachstumsmarktes für <abbr title="Energieträger, die aus regenerativen Ressourcen wie Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie oder Wasser Strom und Wärme erzeugen."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term218" title="Energieträger, die aus regenerativen Ressourcen wie Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie oder Wasser Strom und Wärme erzeugen.">Erneuerbare Energien</a></abbr> erkannt hat. Der deutsche Markt wird bei einem so justierten Ausbau weiter Motor für die technologische Entwicklung in der Welt sein. Dies sichert unseren Unternehmen wichtige Exportchancen“, so Hermann Albers.</p> <p>Erst der noch auszuhandelnden Koalitionsvertrag und letztendlich der konkrete Gesetzgebungsprozess wird zeigen, wie die jetzt vereinbarten Punkte ausgestaltet werden. Die angekündigte Kommission zur Beendigung der Kohleverstromung, aber auch der Hinweis im Verkehrsbereich und Bausektor einen ähnlichen Weg zu gehen, deuten auf langfristige Diskussionen hin. Ohne eine schnelle Herausnahme fossiler Überkapazitäten bleibt die Erreichung der deutschen Klimaschutzziele gefährdet.</p> <p>„Deutschland kann seine hart erarbeitete Technologieführerschaft in dynamisch wachsenden internationalen Märkten sichern, wenn die nationalen Ziele verbindlich in den Fokus genommen werden. Es ist möglich die Zielverfehlung 2020 zu vermeiden und die Ziele 2030 sicher zu erreichen, wenn diese für den Stromsektor, Mobilität, Wärme und Industrie sehr zügig gesetzlich verankert werden und damit einen verbindlichen Charakter erhalten. Dies schafft Marktdynamik und gibt neue Wachstumsimpulse. Nach wie vor sehen wir die Notwendigkeit die Energiewende in eine industriepolitische Strategie einzubetten. Gelingt dies, wird die Energiewende als starker Innovations- und Investitionstreiber die gesamte deutsche Volkswirtschaft nach vorn bringen. Dabei würde der Einstieg in eine marktwirtschaftliche CO2-Bepreisung den Markt stützen und administrative Maßnahmen in einen gesunden Rahmen stellen“, so Hermann Albers.</p> </div> </div> </div> Bundesregierung Energiepolitik Onshore Windkraft Fri, 12 Jan 2018 13:39:24 +0000 6731 at https://www.wind-energie.de BWE legt Analyse zu kurzfristigem Potential Wind an Land für die Jahre 2018/2019 vor https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/bwe-legt-analyse-zu-kurzfristigem-potential-wind-land-fuer-die-jahre <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Um einen stabilen Ausbau der Windenergie an Land und damit einen nachhaltigen Beitrag zur Einsparung klimaschädlicher CO2-Emissionen sicherzustellen, fordert der Bundesverband WindEnergie (BWE) die verpflichtende Einführung der BImSchG-Genehmigung als Grundvoraussetzung zur Teilnahme am Ausschreibungsverfahren. Darüber hinaus muss zusätzliches Volumen ausgeschrieben werden, um die für 2019 absehbare Zubaudelle abzufedern. Ob hierfür ausreichend genehmigte Projekte&nbsp; zur Verfügung stehen, hat der BWE in einer Analyse des Kurzfristigen Potentials ermitteln lassen.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>In einer <a target="_blank" href="https://www.wind-energie.de/sites/default/files/download/publication/eeg-ausschreibungen-fuer-wind-land-mengenanalyse-fuer-2018-und-2019/20180111_bwe_potenzialstudie_wind_an_land_enervis.pdf">Studie</a> sieht enervis energy advisors GmbH (enervis) für die Jahre 2018 und 2019 ein ausreichendes Angebot an Projekten mit BImSchG-Genehmigung, welches die Nachfrage im Ausschreibungsverfahren nicht nur deckt, sondern ausreichend übersteigt, um Wettbewerb zu schaffen. Enervis macht im Rahmen einer quantitativen Evaluation der zeitlichen Mengenstruktur von Onshore-Windenergieprojekten für die Jahre 2018 und 2019 sichtbar, welches Potenzial von Windenergieanlagen mit BImSchG-Genehmigung im Zeitverlauf zur Verfügung stehen. Deutlich wird, dass die Forderungen des BWE nach einem zusätzlichen Ausschreibungsvolumen von 1500 – 2.000 MW jeweils im Jahr 2018 und 2019 und im Folgejahr mit einer Steuerungsfunktion der Bundesnetzagentur von 500 MW, nicht nur industriepolitisch begründbar ist sondern durch genehmigungsfähges&nbsp; Volumen abgebildet werden kann.</p> <p>Die Ergebnisse der Studie auf einen Blick:</p> <ul> <li>Kurzfristig steht für 2018 ein Angebotspotenzial von ca. 5.500 MW zur Verfügung.</li> <li>Das aggregierte Angebot 2018/19 lässt einen deutlichen Angebotsüberhang erwarten. Eine einfache Angebotsdeckung oder eine Unterdeckung ist auch bei einem zusätzlichen Ausschreibungsvolumen nicht zu erwarten. </li> <li>Die Studie geht von konservativen Annahmen aus und unterstellt beispielsweise, dass die Windenergie an Land 100% der Zuschläge aus den gemeinsamen Ausschreibungen erhält. Zudem sind die Genehmigungsquoten für 2018 und 2019 beabsichtigt niedrig geschätzt. Bei einer weniger konservativen Annahme, die die Erfahrungen der vergangenen Jahre stärker gewichtet, würde das Angebot die Nachfrage sogar noch deutlicher überschreiten.</li> </ul> <p>„Eine unmittelbare Anpassung des EEG ist dringend notwendig. Die vom BWE geforderten zusätzlichen Ausschreibungen sind nicht nur praktisch möglich, sondern dringend notwendig, wenn der Gesetzgeber eine Ausbaudelle der Windenergie an Land in den Jahren 2019 und 2020 vermeiden&nbsp; und einen Mehrbeitrag zum Klimaschutz bis zum Jahr 2020 erreichen will. Bereits heute gibt es eine Vielzahl von Projekten mit BImSchG-Genehmigung, die aufgrund der Fehlkonstruktion im EEG 2017 und des zu geringen Ausschreibungsvolumens nicht umgesetzt werden können. Das hat fatale Folgen für Zulieferer, Hersteller und Projektierer auf der einen und für die Umwelt auf der anderen Seite. Schon heute könnte die Windenergie einen deutlich stärkeren Beitrag zur CO2-Einsparung leisten“, so BWE-Präsident Hermann Albers anlässlich der Veröffentlichung der Studienergebnisse. „In den Folgejahren sind aber auch die Bundesländer gefragt die teilweise beschränkende Politik gegenüber der Windenergie aufzugeben und ausreichend Flächen für diese Technologie zur Verfügung zu stellen. Die aktuellen Diskussionen geben dabei Hoffnung.“</p> <ul> </ul> </div> </div> </div> Ausschreibung Energiepolitik Publikation Strommarkt Thu, 11 Jan 2018 09:18:38 +0000 6727 at https://www.wind-energie.de Optimierung des Netzbetriebs kann Bürger und Wirtschaft deutlich entlasten - BWE unterstützt Vorschläge von Agora Energiewende https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/optimierung-des-netzbetriebs-kann-buerger-und-wirtschaft-deutlich <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„Wir sehen uns mit dem durch <a href="https://www.agora-energiewende.de/de/" target="_blank">Agora Energiewende</a> veröffentlichten Werkzeugkasten zur Optimierung der Stromnetze voll bestätigt: Die Steuerung der Stromnetze lässt sich so gestalten, dass eine Abregelung von Erneuerbare-Energien-Anlagen seltener notwendig wird, Netzüberlastungen vermindert werden und Bürger wie Wirtschaft finanziell entlastet werden“, so Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Agora Energiewende veröffentlichte zusätzlich zu kurzfristigen Maßnahmen zur Optimierung der Stromnetze nun einen Werkzeugkasten mit mittel- bis langfristigem Fokus und gibt ergänzend zur <a href="http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2017/20170915-bessere-auslastung-der-stromnetze-spart-200-millionen-euro-pro-jahr.html" target="_blank">Studie des BET</a> für BMWi und dena, in einem Ausblick auf das Jahr 2030 Hinweise für den künftigen Netzausbau. Dabei werden insbesondere fünf konkrete Maßnahmen vorgeschlagen (1. Hochtemperaturleiterseile und <abbr title="Auch "Freileitungs-Temperatur-Monitoring". Regelungsverfahren für eine bestmögliche Nutzung der Übertragungskapazität von Freileitungen. Durch Messungen der Betriebstemperatur der Leitungen und der klimatischen Witterungsbedingungen um die Leitung herum kann die Kapazität um bis zu 50 Prozent erhöht werden, da beispielsweise die kühlende Wirkung der Witterung berücksichtigt wird."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term246" title="Auch "Freileitungs-Temperatur-Monitoring". Regelungsverfahren für eine bestmögliche Nutzung der Übertragungskapazität von Freileitungen. Durch Messungen der Betriebstemperatur der Leitungen und der klimatischen Witterungsbedingungen um die Leitung herum kann die Kapazität um bis zu 50 Prozent erhöht werden, da beispielsweise die kühlende Wirkung der Witterung berücksichtigt wird.">Freileitungsmonitoring</a></abbr>, 2. netzdienlicher Speichereinsatz, 3. Lastflusssteuerung, 4. Online-Assistenzsysteme (Online-DSA), 5. Weiterentwicklung des (n-1)-Kriteriums). Für das Temperaturmonitoring hatte der BWE bereits 2004 mit seiner <a href="https://www.wind-energie.de/system/files/attachments/press-release/2018/stromnetze-kostenguenstiger-steuerbar/20180103-brak-studie-2004.pdf" target="_blank">Netzstudie</a> geworben und sich 2014 mit seinem <a href="https://www.wind-energie.de/sites/default/files/download/publication/windenergie-und-netzumbau/bwe-positionspapier_windenergie_netzumbau_2014_final.pdf" target="_blank">Positionspapier zum Netzumbau</a> zusätzlich für das&nbsp; Freileitungsmonitoring, den Einsatz von Hochtemperaturleiterseilen und den Speichereinsatz ausgesprochen.</p> <p>„Eine wichtige Kernbotschaft ist: Obwohl der Ausbau großer Übertragungsnetze beschleunigt werden muss, gibt es auch unmittelbare Maßnahmen zur Netzoptimierung. Die <abbr title="Physikalische Größe für bereitgestellte oder genutzte Energie pro Zeiteinheit. Die Leistung wird in Watt angegeben. "><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term274" title="Physikalische Größe für bereitgestellte oder genutzte Energie pro Zeiteinheit. Die Leistung wird in Watt angegeben. ">Leistung</a></abbr> der Übertragungsnetze lässt sich in einem sehr kurzfristigen Zeitraum von zwei bis vier Jahren deutlich steigern. Einige der von Agora vorgeschlagenen Maßnahmen werden seit Jahren diskutiert: Temperaturüberwachung zur Steigerung der Transportkapazität, Einsatz von Hochtemperaturleiterseilen oder der Einsatz von Querreglern im Netz. Die Notwendigkeit für kurzfristige Maßnahmen sehen auch die <abbr title="Ihnen kommt die Aufgabe zu, die Übertragungsnetze zu warten und instand zu halten sowie Stromerzeugern, -händlern und -lieferanten Zugang zu den Netzen zu gewähren. Außerdem gleichen die Übertragungsnetzbetreiber Netzschwankungen aus, indem sie Regelenergie bereitstellen."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term308" title="Ihnen kommt die Aufgabe zu, die Übertragungsnetze zu warten und instand zu halten sowie Stromerzeugern, -händlern und -lieferanten Zugang zu den Netzen zu gewähren. Außerdem gleichen die Übertragungsnetzbetreiber Netzschwankungen aus, indem sie Regelenergie bereitstellen.">Übertragungsnetzbetreiber</a></abbr>, die im Netzentwicklungsplan (NEP) 2030 bereits fünf Ad-hoc-Maßnahmen vorsehen, um bis zur vollständigen Umsetzung des Netzausbaus Engpässe zu reduzieren. Dieser erste Schritt muss konsequent weiter gedacht und umgesetzt werden“, so Hermann Albers.</p> <p>„Es wäre wichtig, dass die Bundesnetzagentur aber auch die Politik an dieser Stelle verstärkt Verantwortung zeigen und gemeinsam mit den Übertragungsnetzbetreibern die für die Energiewende erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Wenn so kurzfristig mehr erneuerbarer Strom genutzt werden kann, hilft dies dem Klima und unterstreicht Deutschlands Vorreiterrolle beim Umbau der Energiewirtschaft. Gleichzeitig werden Bürger und Wirtschaft von unnötigen Kosten entlastet“, betont Albers und verweist darauf, dass z.B. der Einsatz von Hochtemperaturleiterseilen inzwischen nicht nur in Deutschland&nbsp; sondern u.a. auch in Frankreich, den USA, Südamerika, Indien und China Stand der Technik ist.</p> </div> </div> </div> Energiepolitik Netzausbau Versorgungssicherheit Tue, 09 Jan 2018 14:43:28 +0000 6721 at https://www.wind-energie.de Stromnetze kostengünstiger steuerbar https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/stromnetze-kostenguenstiger-steuerbar <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„Wir sehen gute Chancen dafür, die Kosten für die Steuerung der Stromnetze nachhaltig zu begrenzen. Gerade weil die Herausforderungen nicht neu auftreten, sondern seit Jahren bekannt sind, kann ihnen begegnet werden“, so Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie, zu aktuellen Debatten rund um die infolge von Eingriffen zur Stabilisierung der Übertragungsnetze angepassten Netzentgelte.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„Die künftige Energiewelt erzwingt eine stärkere Flexibilität. Ein Teil der diskutierten Probleme ist durch die nur unzureichende Einhaltung des Einspeisevorrangs für <abbr title="Energieträger, die aus regenerativen Ressourcen wie Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie oder Wasser Strom und Wärme erzeugen."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term218" title="Energieträger, die aus regenerativen Ressourcen wie Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie oder Wasser Strom und Wärme erzeugen.">Erneuerbare Energien</a></abbr> verursacht. Im Bericht über die Mindesterzeugung hat die <a href="https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/Versorgungssicherheit/Erzeugungskapazitaeten/Mindesterzeugung/Mindesterzeugung_node.html">Bundesnetzagentur</a> 2017 deutlich gemacht, dass eine starre fossile Restlast von ca. 20 Gigawatt permanent die Netze blockiert. Das passt nicht zur Energiewende.“</p> <p>Parallel haben langwierige politische Debatten den Ausbau der Übertragungsnetze verzögert. Während die Thüringer Strombrücke (die gemeinsam von 50Hertz und Tennet betriebene „SüdwestKuppelleitung“) bereits den Transport aus den ostdeutschen Bundesländern gewährleistet, hinkt der Ausbau von SuedLink und SuedOstLink den Erfordernissen hinterher. Der Gesetzgeber hatte zum Jahresende 2015 die Weichen für den Netzausbau neu gestellt und setzt seither auf einen vermehrten Einsatz von Erdkabeln im Gleichstrombereich. So läuft erst seit 2017 das formelle Planungs- und <abbr title="Vor der Errichtung eines Windparks bedarf es dessen Genehmigung. Diese erfolgt in der Regel nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Im Genehmigungsverfahren müssen sämtliche Standorteigenschaften berücksichtigt werden, außerdem werden eine Reihe von Gutachten erstellt. "><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term238" title="Vor der Errichtung eines Windparks bedarf es dessen Genehmigung. Diese erfolgt in der Regel nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Im Genehmigungsverfahren müssen sämtliche Standorteigenschaften berücksichtigt werden, außerdem werden eine Reihe von Gutachten erstellt. ">Genehmigungsverfahren</a></abbr>, welches für beiden Trassen 2018/2019 in das Planfeststellungsverfahren mit einem grundstücksscharfen Verlauf münden wird.</p> <p>„Der BWE hat mit seiner&nbsp;<a href="/system/files/attachments/press-release/2018/stromnetze-kostenguenstiger-steuerbar/20180103-brak-studie-2004.pdf" class="file-link" title="Netzstudie">Netzstudie</a> bereits 2004 dafür geworben, durch Temperaturmonitoring und Hochtemperaturleiterseile die Flexibilität im bereits bestehenden Stromnetz deutlich zu erhöhen. Wir haben 2014 mit unserem Positionspapier zum Netzumbau weitere Lösungsvorschläge unterbreitet, die die Politik allerdings bisher nur ungenügend aufgegriffen hat. Auch eine von dena und BMWi beauftragte <a href="http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2017/20170915-bessere-auslastung-der-stromnetze-spart-200-millionen-euro-pro-jahr.html">Studie von BET kam 2017</a> zu dem Ergebnis, dass die bessere Auslastung von Stromnetzen mehr als 200 Millionen Euro im Jahr sparen könnte. Danach lassen sich allein durch die technische Modernisierung von fünf bestehenden Streckenabschnitten in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg rund 20 Prozent der Gesamtkosten für den Redispatch (180 Millionen Euro) einsparen. Nach wie gibt es ein erhebliches Potenzial u.a. durch eine bessere Netzsteuerung, eine Reduzierung des konventionellen Must-Run-Sockels oder der Einbeziehung von Windenergieanlagen in die Regelenergiemärkte, die Kosten nachhaltig zu begrenzen. In diesem Zusammenhang wünschen wir uns durchaus ein verstärktes Auftreten der Bundesnetzagentur. Insgesamt ist allerdings die nächste Bundesregierung gefordert, die notwendigen Weichen zu stellen“, so Hermann Albers.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-filefield field-field-global-file"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <div class="filefield-file"><img class="filefield-icon field-icon-application-pdf" alt="application/pdf icon" src="https://www.wind-energie.de/sites/all/modules/_basic/filefield/icons/application-pdf.png" /><a href="https://www.wind-energie.de/system/files/attachments/press-release/2018/stromnetze-kostenguenstiger-steuerbar/20180103-brak-studie-2004.pdf" type="application/pdf; length=1977745" title="20180103-brak-studie-2004.pdf">Netzstudie</a></div> </div> </div> </div> Dezentrale Versorgung Flexibilisierung Netzausbau Wed, 03 Jan 2018 12:38:52 +0000 6698 at https://www.wind-energie.de Erneuerbare Gase ‐ ein Systemupdate der Energiewende https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2017/erneuerbare-gase-ein-systemupdate-der-energiewende <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p><span class="fontstyle0">Der Einsatz von etwa 930 TWh Erneuerbaren Gasen erschließt den Flexibilitätsbedarf eines treibhausgasneutralen Energiesystems bis 2050. Mit der Nutzung ist ein volkswirtschaftlicher Kostenvorteil von 19 Mrd. € verbunden.</span></p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Die enervis‐Studie „Erneuerbare Gase – ein Systemupdate der Energiewende“ skizziert den Weg zu einem treibhausgasneutralen Energiesystem bis zum Jahr 2050. Die Studie wurde vom Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) und der Initiative Erdgasspeicher e.V. (INES) beauftragt. Ein Politischer Beirat hat die Studie begleitet.</p> <p>Die Studie zeigt, dass ein treibhausgasneutrales Energiesystem in Deutschland im Jahr 2050 auf etwa 930 TWh Erneuerbare Gase zurückgreifen sollte. Ein Einsatz Erneuerbarer Gase ist für die Dekarbonisierung des Feedstocks der Industrie und für den Verkehr unabdingbar. Im Wärmesektor entstehen durch die Nutzung darüber hinaus volkswirtschaftliche Kostenvorteile. Die im zukünftigen Energiesystem notwendige zeitliche und räumliche Flexibilität kann durch die vorhandenen Gasspeicher und Gasnetze erschlossen werden. Gasspeicher können so die vom Endenergieverbrauch abweichende Produktion Erneuerbarer Energien ausgleichen.</p> <p>„Die Erzeugung Erneuerbarer Gase über Power‐to‐Gas bietet die Möglichkeit, die Gasspeicher und Gasnetze auch in einem treibhausgasneutralen Energiesystem zu nutzen. Dies ermöglicht den weiteren Einsatz von Erneuerbaren Gasen im Wärmemarkt und führt so zu volkswirtschaftlichen Vorteilen.“, fasste Sebastian Klein, Prokurist der enervis energy advisors GmbH (enervis), zusammen.</p> <p>„In einem Energiesystem&nbsp; welches ausschließlich auf der Erzeugung Erneuerbarer Energien beruht, benötigen wir Stabilität durch Flexibilität. In Verbindung mit Power‐to‐Gas können Gasspeicher diese Flexibilität erneuerbar bereitstellen. Die Auswirkungen von Dunkelflauten sind dank der Gasspeicher also Geschichte“, so Sebastian Bleschke, Geschäftsführer der Initiative Erdgasspeicher.</p> <p>„Wer Energiewende ehrlich meint, kommt an einem ambitioniert starken Ausbau der Windenergie nicht vorbei. Dieser muss jetzt beginnen. Die Aufgabe ist leistbar, die Dekarbonisierung über alle Sektoren zu schaffen“, unterstrich Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie.</p> <p><span class="fontstyle0"><br /></span></p> <p><a href="/system/files/attachments/press-release/2017/erneuerbare-gase-ein-systemupdate-der-energiewende/20171212-praesentation.pdf" class="file-link" title="Vortrag">Vortrag</a></p> <p><span class="fontstyle0"><a title="Management Summary der Studie " class="file-link" href="/system/files/attachments/press-release/2017/erneuerbare-gase-ein-systemupdate-der-energiewende/20171212-management-summary-erneuerbare-gase.pdf">Management Summary der Studie </a></span></p> <p><span class="fontstyle0"><a title="Vollständige Studie " class="file-link" href="/system/files/attachments/press-release/2017/erneuerbare-gase-ein-systemupdate-der-energiewende/20171212-studie-erneuerbare-gase.pdf">Vollständige Studie </a></span></p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-filefield field-field-global-file"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <div class="filefield-file"><img class="filefield-icon field-icon-application-pdf" alt="application/pdf icon" src="https://www.wind-energie.de/sites/all/modules/_basic/filefield/icons/application-pdf.png" /><a href="https://www.wind-energie.de/system/files/attachments/press-release/2017/erneuerbare-gase-ein-systemupdate-der-energiewende/20171212-praesentation.pdf" type="application/pdf; length=596443" title="20171212-praesentation.pdf">Vortrag</a></div> </div> <div class="field-item even"> <div class="filefield-file"><img class="filefield-icon field-icon-application-pdf" alt="application/pdf icon" src="https://www.wind-energie.de/sites/all/modules/_basic/filefield/icons/application-pdf.png" /><a href="https://www.wind-energie.de/system/files/attachments/press-release/2017/erneuerbare-gase-ein-systemupdate-der-energiewende/20171212-management-summary-erneuerbare-gase.pdf" type="application/pdf; length=236245" title="20171212-management-summary-erneuerbare-gase.pdf">Management Summary der Studie </a></div> </div> <div class="field-item odd"> <div class="filefield-file"><img class="filefield-icon field-icon-application-pdf" alt="application/pdf icon" src="https://www.wind-energie.de/sites/all/modules/_basic/filefield/icons/application-pdf.png" /><a href="https://www.wind-energie.de/system/files/attachments/press-release/2017/erneuerbare-gase-ein-systemupdate-der-energiewende/20171212-studie-erneuerbare-gase.pdf" type="application/pdf; length=7500515" title="20171212-studie-erneuerbare-gase.pdf">Vollständige Studie </a></div> </div> </div> </div> Energieeffizienz Erneuerbare Energien Sektorenkopplung Tue, 12 Dec 2017 12:43:19 +0000 6669 at https://www.wind-energie.de Bundesverband Erneuerbare Energie: Nationale CO2-Steuer und europäischer Mindestpreis schützen Klima am effektivsten https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2017/bundesverband-erneuerbare-energie-nationale-co2-steuer-und <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Ein mit einer nationalen CO2-Steuer gekoppelter europäischer Mindestpreis ist ein sehr wirkungvolles und effizientes Klimaschutzinstrument. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in Auftrag gegeben hatte, um die Wirkung von CO2-Preisen auf die Strommärkte zu untersuchen.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Die von Energy Brainpool erstellte Studie zeigt: Bei einem Europäischem Mindestpreis in Kombination mit einer nationalen CO2-Steuer können Emissionsverlagerungen ins Ausland und ebenso Stromimporte nach Deutschland weitgehend vermieden werden. Die EEG-Umlage sinkt in Folge der CO2-Bepreisung. „Da die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung dazu verwendet werden sollten, die Stromsteuer zu reduzieren, sinken unterm Strich sogar die Stromkosten der Haushaltskunden“, erklärt Dr. Peter Röttgen, Geschäftsführer Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE).</p> <p> „Für effektiven Klimaschutz muss Deutschland künftig deutlich mehr Emissionen einsparen als bisher. Ohne eine Neuausrichtung der Energiewirtschaft wird das nicht funktionieren“, so Röttgen weiter. Eine CO2-Bepreisung ändert die Einsatzreihenfolge der Erzeugung. Nach den Erneuerbaren kommen Gaskraftwerke und schließlich Kohlekraftwerke zum Einsatz, womit eine Emissionsminderung erreicht wird. Zudem werden Investitionsentscheidungen in Richtung emissionsmindernder Erzeugung gelenkt. In Summe würden auch durch eine rein nationale CO2-Steuer europaweit Emissionen eingespart, wenngleich auch weniger als in Kombination mit einem europäischen Mindestpreis oder dem EU-ETS. „Um in deutlichem Umfang Emissionen zu reduzieren, wird aber deutlich mehr Erneuerbare Energie benötigt“, bekräftigt Dr. Peter Röttgen die Forderung des BEE nach Abschaffung der Ausbaugrenzen. „Die nächste Bundesregierung muss Leitplanken setzen und sagen, wie sie die vertraglichen zugesicherten Emissionseinsparungen erreichen will.“</p> <p> Gegenwärtig produziert Deutschland zu viel Strom und exportiert in hohem Maße ins europäische Ausland. Es gilt zu vermeiden, dass der in Deutschland eingesparte Kohlestrom von europäischen Nachbarn produziert wird – was das Doppel aus nationaler CO2-Steuer und europäischem Mindestpreis auch tatsächlich verhindert. Darüber hinaus werden die Börsenstrompreise stabilisiert, der Vermarktungswert Erneuerbarer Energie gesteigert und die EEG-Umlage gesenkt, was wiederum den Stromkunden entgegenkommt. </p> <p> Mit dem europäischen <abbr title="Der Emissionshandel ist ein marktbasiertes Instrument der Umweltpolitik. Erreicht werden soll die Einsparung von Schadstoffemissionen dort, wo dies möglichst niedrige volkswirtschaftliche Kosten verursacht."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term216" title="Der Emissionshandel ist ein marktbasiertes Instrument der Umweltpolitik. Erreicht werden soll die Einsparung von Schadstoffemissionen dort, wo dies möglichst niedrige volkswirtschaftliche Kosten verursacht.">Emissionshandel</a></abbr> alleine wird Deutschland seine Klimaschutzziele deutlich verfehlen. <a href="https://www.bee-ev.de/fileadmin/Publikationen/Positionspapiere_Stellungnahmen/BEE/20171109_Europ%C3%A4ischer_Emissionshandel_wird_nicht_f%C3%BCr_eine_Einhaltung_internationaler_Klimaziele_sorgen.pdf">Berechnungen des BEE</a> zeigen, dass auch im Zeitraum 2021 bis 2030 nicht die notwendige Emissionsreduzierung erreicht wird. Ein europäischer Mindestpreis von 20 Euro pro Tonne alleine würde ebenso nicht ausreichen, die nationalen Klimaschutzziele zu erreichen, weshalb die Kopplung mit einer nationalen CO2-Steuer notwendig ist. </p> <p> <i>Lesen Sie mehr: </i></p> <ul> <li><a href="https://www.bee-ev.de/fileadmin/Publikationen/Studien/20171130_BEE_Studie_CO2-Steuer_Energy_Brainpool.pdf">Studie von Energy Brainpool: Wirkungsweise einer CO2-Steuer im Strommarkt</a></li> <li><a href="https://www.bee-ev.de/fileadmin/Publikationen/Studien/2017-11-30_Energy-Brainpool_Studienpr%C3%A4sentation_CO2-Steuer_FHuneke_BEE.pdf">Präsentation von Energy Brainpool: Wirkungsweise einer CO2-Steuer im Strommarkt</a></li> <li><a href="https://www.bee-ev.de/fileadmin/Publikationen/Pr%C3%A4sentationen/20171130_Stiftung_Umweltenergierecht_Rechtliche_Umsetzbarkeit_einer_CO2-Bepreisung.pdf">Präsentation von Stiftung Umweltenergierecht: Zur rechtlichen Umsetzbarkeit einer CO2-Bepreisung in Deutschland</a></li> </ul> </div> </div> </div> Energiebilanz Erneuerbare Energien Klimaschutz Thu, 30 Nov 2017 10:36:38 +0000 6641 at https://www.wind-energie.de