Pressemitteilungen https://www.wind-energie.de/press-releases-view de Verbrauchsstarken Süden nicht von Energiewende abschneiden – Windbranche bietet sich als Systemdienstleister an https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/verbrauchsstarken-sueden-nicht-von-energiewende-abschneiden <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Anlässlich der Eröffnung des Windenergiebranchentages Baden-Württemberg rief Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie (BWE), die Politik heute in Stuttgart zu einer glaubwürdigen Umsetzung des Koalitionsvertrages auf. Zudem mahnte er ein Nachjustieren im Ausschreibungsdesign an, um den Ausbau der Windenergie weiterhin in allen Teilen Deutschlands zu gewährleisten.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Der Koalitionsvertrag im Bund liefert eine gute Basis zum schnellen Ausbau der Erneuerbaren, zur mutigen Sektorenkopplung und für bessere Marktzugänge für die Erneuerbaren Energien. Die Bundesregierung steht in der Pflicht in klaren gesetzlich fixierten Schritten aufzeigen, wie sich das neue 65%-Ziel der Großen Koalition bis 2030 erreichen lässt. Länder und Kommunen sind parallel gefordert, die Energiewende vor Ort zu begleiten und zu ermöglichen.</p> <p>Baden-Württemberg hat in den vergangenen Jahren gezeigt, wie die Landespolitik und die Regionalplanung den erfolgreichen Ausbau der Windenergie unterstützen können. Damit wird zugleich deutlich, wie wichtig ein ausreichend großer Vorlauf und eine Sicherheit hinsichtlich der perspektivischen Ausschreibungsvolumen ist, um die durchschnittlich mindestens drei bis fünfjährigen Planungs- und <abbr title="Vor der Errichtung eines Windparks bedarf es dessen Genehmigung. Diese erfolgt in der Regel nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Im Genehmigungsverfahren müssen sämtliche Standorteigenschaften berücksichtigt werden, außerdem werden eine Reihe von Gutachten erstellt. "><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term238" title="Vor der Errichtung eines Windparks bedarf es dessen Genehmigung. Diese erfolgt in der Regel nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Im Genehmigungsverfahren müssen sämtliche Standorteigenschaften berücksichtigt werden, außerdem werden eine Reihe von Gutachten erstellt. ">Genehmigungsverfahren</a></abbr> voranzutreiben. Der Bund ist gefordert, hinsichtlich der Volumen und des gesetzlichen Rahmens für Klarheit zu sorgen. Der jährliche Zubau stieg in Baden-Württemberg von acht Anlagen (18,65 Megawatt) in 2014, 52 Anlagen (144,05 Megawatt) in 2015 auf 124 Anlagen (346,7 Megawatt) in 2016. Unter dem EEG konnten im Übergangsjahr 2017 weitere 116 Anlagen (366,2 Megawatt) ans Netz gehen. Bei den Ausschreibungen in 2017 entfielen dagegen keine Zuschläge auf Baden-Württemberg. In den beiden Ausschreibungen 2018 gingen nur 7 von 184 Zuschlägen an Projekte aus dem Land. Hier ist ein Nachsteuern erforderlich, um den verbrauchsstarken Süden nicht von der Energiewende abzuschneiden.</p> <p>Um die Energiewende insgesamt erfolgreich zu gestalten, ist neben dem Zubau der Windenergie – die als Leittechnologie die Energiewende trägt – ein deutlicher Zubau von Fotovoltaik erforderlich. Die mit dem EEG 2014 erfolgte Diskriminierung industrieller Eigenstromerzeugung aus Erneuerbaren Energien muss dazu genauso überdacht werden, wie es gilt, die Eigenstromnutzung von Mietern, Hauseigentümern und Kleingewerbe zu erleichtern.</p> <p>„Die Energiewende braucht einen neuen Schub“, so Hermann Albers. „Die Windbranche steht als Systemdienstleister bereit und will mehr Verantwortung übernehmen dürfen. In einer breiten Allianz von Akteuren – Einzelbetreibern, Landwirten, Bürgerwindparks, Genossenschaften, Stadtwerken, Regionalversorgern, große EVUs, Versicherungen und Pensionsfonds – wollen wir der Politik helfen, die Ziele beim Klimaschutz zu erreichen.“</p> </div> </div> </div> Energiepolitik Regionale Wertschöpfung Windkraft Thu, 21 Jun 2018 10:47:59 +0000 6980 at https://www.wind-energie.de Bundesverband Erneuerbare Energie: Kommentar zur Einigung des Trilogs zur Governance-Verordnung https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/bundesverband-erneuerbare-energie-kommentar-zur-einigung-des-trilogs <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Berlin, 20. Juni 2018: BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter kommentiert die europäische Einigung zur Governance-Verordnung, sieht aber dennoch weiteren Reformbedarf.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„Es ist gut, dass mit der Einigung des Trilogs zur Governance-Verordnung nun das Paket geschnürt ist und darin Ziele sowie auch Schritte definiert sind. Ein wichtiger Meilenstein sind die rechtlich bindenden nationalen Energie- und Klimapläne für 2030. Bis Ende 2019 müssen die Mitgliedsstaaten vorlegen, wie sie zur Erreichung der EU-Ziele (mindestens 32% Erneuerbare-Energien-Anteil bis 2030, 32,5% Effizienzsteigerung und 40% Treibhausgasminderung) beitragen wollen. Wichtig ist, dass wieder Meilensteine zur Erreichung der 2030-Ziele für 2022, 2015 und 2027 festgelegt wurden. Denn im Sinne einer planbaren und verlässlichen Industrie- und Klimaschutzpolitik ist es unerlässlich, einen eingeschlagenen Kurs auch zu halten. Mit den Etappenzielen kann das überprüft werden.</p> <p>Nichtsdestotrotz ist ein Anteil von 32 Prozent Erneuerbaren Energien am europäischen Energieverbrauch, auf den sich der Trilog zur Erneuerbare-Energien-Richtlinie vergangene Woche geeinigt hatte, zu gering. Um effektiv das Klima zu schützen und der Industrie einen stabilen Wachstumsrahmen zu bieten, hält der BEE deutlich mehr für notwendig. Selbst die vom Europäischen Parlament und anderen EU-Ländern geforderten 35 Prozent sind nur das Minimum des Notwendigen.</p> <p>Im Rahmen der Governance-Verordnung wird sich noch erweisen müssen, inwiefern die Governance-Mechanismen stark genug sind, die Zielerreichung zu garantieren. Sollten einzelne Länder hinterherhinken oder die nationalen Energie- und Klimapläne absichtlich verschleppen, muss schnell nachjustiert werden.</p> <p>Der BEE wird darauf drängen, dass die Bundesregierung zeitnah Pläne auf den Tisch legen wird und diese dann im Gegensatz zum aktuellen Nationalen Aktionsplan für <abbr title="Energieträger, die aus regenerativen Ressourcen wie Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie oder Wasser Strom und Wärme erzeugen."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term218" title="Energieträger, die aus regenerativen Ressourcen wie Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie oder Wasser Strom und Wärme erzeugen.">Erneuerbare Energien</a></abbr> auch umgesetzt werden. Der BEE hatte vor wenigen Tagen Berechnungen vorgestellt, wonach Deutschland seine EU-Verpflichtung zum Anteil Erneuerbarer Energien im Jahr 2020 deutlich verfehlen wird.“</p> </div> </div> </div> Energiewende Erneuerbare Energien Europa Wed, 20 Jun 2018 12:35:30 +0000 6979 at https://www.wind-energie.de Bundesverband Erneuerbare Energie: EU-Kompromiss beim Ausbau Erneuerbarer Energien: zu niedrige Ambition beim Ziel, aber Stärkung der Bürgerenergie https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/bundesverband-erneuerbare-energie-eu-kompromiss-beim-ausbau <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p><i>Berlin, 14. Juni 2018:</i> „Die Einigung beim Trilog ist ein hart errungener Kompromiss, allerdings bleibt er hinter den Anforderungen an die Klimaschutzziele zurück“, sagt Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). Bis 2030 sollen nun 32 Prozent statt bisher 27 Prozent des Energieverbrauchs durch saubere Erneuerbare Energien abgedeckt werden; das Europäische Parlament und einige EU-Länder wollten 35 Prozent.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„Würde die Europäische Union dieses zu geringe Ambitionsniveau beibehalten, wäre die Energieversorgung erst im Jahr 2086 dekarbonisiert“, kritisiert Peter. Es ist mehr als bedauerlich, dass durch die Verzagtheit einiger Mitgliedsstaaten – darunter leider auch durch die bremsende Rolle Deutschlands – eine Anpassung der EU-Ziele an die des Pariser Klimaschutzabkommens verhindert wird. Immerhin ist eine Überprüfung des Ziels mit der Tendenz zur Erhöhung im Jahr 2023 vorgesehen.</p> <p> Die Europäische Union muss sobald wie möglich ihre Klimaschutzziele und Ausbauziele für <abbr title="Energieträger, die aus regenerativen Ressourcen wie Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie oder Wasser Strom und Wärme erzeugen."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term218" title="Energieträger, die aus regenerativen Ressourcen wie Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie oder Wasser Strom und Wärme erzeugen.">Erneuerbare Energien</a></abbr> sowie Energieeffizienz an die Pariser Beschlüsse anpassen, denn die Folgen des Klimawandels werden täglich sichtbarer und die Branchen für klimafreundliche Technologien benötigen langfristige Investitionssicherheit. Immerhin ist es gelungen, einige Maßnahmen zur Zielerreichung zu stärken, darunter eine Reihe von Prinzipien zur Ausgestaltung der Fördersysteme, und die Stärkung der Bürgerrechte für den Strom-Eigenverbrauch, wie sie der BEE im Laufe der Verhandlungen vorgeschlagen hat. Zudem sind die Mitgliedsstaaten angehalten, Klarheit für Investitionen zu schaffen, indem sie einen 5-Jahresplan für die Förderung veröffentlichen müssen. </p> <p> Positiv zu bewerten sind vor allem:</p> <ul> <li>die Möglichkeit technologiespezifischer Ausschreibungen,</li> <li>die Freiwilligkeit der Öffnung der Fördermechanismen für Strom aus anderen Mitgliedsstaaten anstelle einer Verpflichtung, </li> <li>die Schaffung eines EU-weiten Rechts für Prosumer-Anlagen bis 25 kW, von Abgaben und Gebühren ausgenommen zu werden,</li> <li>die Möglichkeit von Sonderregelungen für Bürgerenergiegesellschaften und </li> <li>das Verbot von rückwirkenden Änderungen.</li> </ul> <p>Peter: „Die Zielsetzung beim Ausbau Erneuerbarer Energien in der Erneuerbare-Energien-Richtlinie bleibt hinter den Erwartungen der Branche zurück, aber der hart errungene Kompromiss muss nun genutzt werden, um einer umfassenden Energiewende in Europa mehr Dynamik zu verleihen.“</p> <p> <i>Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 48 Verbänden und Unternehmen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Zu unseren Mitgliedern zählen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas und der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke. Wir vertreten auf diese Weise 338 500 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.</i></p> </div> </div> </div> Erneuerbare Energien Europa Internationales Thu, 14 Jun 2018 12:38:15 +0000 6965 at https://www.wind-energie.de Windenergie schafft Wertschöpfung und Teilhabe - BWE legt Grundlagenpapier zu Beteiligung vor https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/windenergie-schafft-wertschoepfung-und-teilhabe-bwe-legt <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p><b>Unter dem Titel „Gemeinsam gewinnen – Windenergie vor Ort“ legt der Bundesverband WindEnergie eine neue Publikation zum Thema Bürgerbeteiligung vor. Die Broschüre soll nicht nur über die vielfältigen, bereits vorhandenen Maßnahmen der Windenergiebranche zur&nbsp; Bürgerbeteiligung aufklären, sondern auch einen Beitrag zur anhaltenden politischen Diskussion rund um die Steigerung der lokalen <abbr title="Die Wertschöpfung bei der Energiebereitstellung aus Erneuerbaren Energieträgern erfolgt zum großen Teil regional. So gehen zum Beispiel mindestens 70% der Gewerbesteuer an die Kommune in der ein Windpark betrieben wird. Gleichzeitig kann die Ansiedelung von Erneuerbaren Energieanlagen Arbeitsplätze in der Region schaffen."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term244" title="Die Wertschöpfung bei der Energiebereitstellung aus Erneuerbaren Energieträgern erfolgt zum großen Teil regional. So gehen zum Beispiel mindestens 70% der Gewerbesteuer an die Kommune in der ein Windpark betrieben wird. Gleichzeitig kann die Ansiedelung von Erneuerbaren Energieanlagen Arbeitsplätze in der Region schaffen.">Wertschöpfung</a></abbr> leisten.</b></p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Die Bundesregierung hat sich für die laufende Legislaturperiode verschiedenste Ziele gesetzt. Auf Seite 73 des Koalitionsvertrags zwischen CDU/CSU und SPD findet sich eine der abstrakteren Formulierungen. Dort heißt es: „Wir wollen durch eine bundeseinheitliche Regelung beim weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE) die Standortgemeinden stärker an der <abbr title="Die Wertschöpfung bei der Energiebereitstellung aus Erneuerbaren Energieträgern erfolgt zum großen Teil regional. So gehen zum Beispiel mindestens 70% der Gewerbesteuer an die Kommune in der ein Windpark betrieben wird. Gleichzeitig kann die Ansiedelung von Erneuerbaren Energieanlagen Arbeitsplätze in der Region schaffen."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term244" title="Die Wertschöpfung bei der Energiebereitstellung aus Erneuerbaren Energieträgern erfolgt zum großen Teil regional. So gehen zum Beispiel mindestens 70% der Gewerbesteuer an die Kommune in der ein Windpark betrieben wird. Gleichzeitig kann die Ansiedelung von Erneuerbaren Energieanlagen Arbeitsplätze in der Region schaffen.">Wertschöpfung</a></abbr> von EE-Anlagen beteiligen und die Möglichkeit einer Projektbeteiligung von BürgerInnen verbessern, ohne dass dies insgesamt zu Kostensteigerungen beim EE-Ausbau führt.“ Wie genau dies gelingen soll, dazu enthält der Koalitionsvertrag wenig Konkretes. Auch deshalb ist die politische Diskussion zwischen EE-Verbänden, Umweltverbänden, Bürgerinitiativen und Politik zum Thema in vollem Gange.</p> <p>Die neue BWE-Publikation „Gemeinsam gewinnen – Windenergie vor Ort“ gibt einen Überblick über die Grundlagen zum Themenkomplex. Dabei steht die Erklärung von Begriffen im Vordergrund, die in der Debatte leicht vermischt werden. Es wird zum Beispiel analysiert, was Akzeptanz ist und welche Faktoren zu einer höheren Akzeptanz für Windenergieprojekte führen können. Auch der schwer zu greifende Begriff der regionalen Wertschöpfung wird näher beleuchtet. Welchen Nutzen hat die Windenergie für Regionen? Und welche Rolle spielt dabei die Beteiligung der Bürger vor Ort? Anhand von Praxisbeispielen aus der Windenergiebranche wird gezeigt, welche Formen der Beteiligung bereits existieren und wie gelebte Bürgerbeteiligung schon heute zu einer Steigerung der Akzeptanz führt. So bietet das BWE-Grundlagenpapier „Gemeinsam gewinnen – Windenergie vor Ort“ eine umfangreiche Zusammenfassung der vielfältigen, von der Windenergiebranche bereits angewandten Maßnahmen für Akzeptanz und Bürgerbeteiligung. &nbsp;</p> <p>Das BWE-Grundlagenpapier „Gemeinsam gewinnen – Windenergie vor Ort“ finden Sie jetzt hier <a href="https://www.wind-energie.de/sites/default/files/download/publication/gemeinsam-gewinnen-windenergie-vor-ort/20180614_gemeinsam_gewinnen_windenergie_vor_ort_web.pdf" target="_blank">zum kostenlosen Download.&nbsp; </a></p> </div> </div> </div> Planung Regionale Wertschöpfung Windenergie Thu, 14 Jun 2018 14:08:48 +0000 6970 at https://www.wind-energie.de NRW kann zum Land der Erneuerbaren Energien werden - Chancen für den Industriestandort ergreifen https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/nrw-kann-zum-land-der-erneuerbaren-energien-werden-chancen-fuer-den <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Anlässlich der Eröffnung des Branchentages Windenergie NRW hat die Vizepräsidentin im Bundesverband WindEnergie (BWE), Dr. Sandra Hook, die Landesregierung dazu aufgerufen ihre Blockade der Energiewende zu beenden und deren Chancen für den Industriestandort NRW zu nutzen.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„Der Koalitionsvertrag im Bund, der in gemeinsamer Anstrengung durch Vertreter von CDU, CSU und SPD aus allen politischen Ebenen erarbeitet wurde und durch ein Mitgliedervotum der SPD sowie einen Parteitag der CDU legitimiert ist, muss umgesetzt werden. Die Zusagen zum schnellen Ausbau der Erneuerbaren, zur mutigen Sektorenkopplung und für bessere Marktzugänge für die Erneuerbaren Energien sind einzuhalten. Dafür steht der Bund in der Pflicht in klaren gesetzlich fixierten nachprüfbaren Schritten aufzeigen, wie das neue 65%-Ziel der Großen Koalition bis 2030 erreichen lässt. Länder und Kommunen sind parallel gefordert, die Energiewende vor Ort zu begleiten und zu ermöglichen“, forderte Dr. Sandra Hook.</p> <p>„NRW war das Energieland und deshalb auch das Industrieland in Deutschland. Damit dies so bleibt, muss NRW zum Land der Erneuerbaren Energien werden. Dabei ist neben dem Zubau der Windenergie – die als Leittechnologie die Energiewende trägt – ein deutlicher Zubau von PV erforderlich. Die mit dem EEG 2014 erfolgte Diskriminierung industrieller Eigenstromerzeugung aus EE muss dazu genauso überdacht werden, die es gilt die Eigenstromnutzung von Mietern, Hauseigentümern und Kleingewerbe zu erleichtern. So würde die Energiewende einen neuen Schub erfahren und endlich auch die Städte erreichen“, erläuterte Dr. Sandra Hook. „Wir reichen der Politik die Hand. Wir können deren Ziele erreichbar machen.“</p> <p>Nach der Überzeugung der Vizepräsidentin im BWE steht die Windbranche als Systemdienstleister bereit und will mehr Verantwortung übernehmen dürfen. Die Windenergie wird der Eckpfeiler der neuen Energiewelt sein. Die Branche steht damit vor einer guten Perspektive. Der Bundesverband WindEnergie (BWE) arbeitet dafür, dass die Windenergie weiter durch eine breite Allianz von Akteure – Einzelbetreiber, Landwirte, Bürgerwindparks, Genossenschaften, Stadtwerke, Regionalversorger, große EVUs, Versicherungen und Pensionsfonds – ausgebaut werden kann.</p> </div> </div> </div> Energiewende Erneuerbare Energien Potenziale Tue, 12 Jun 2018 06:53:15 +0000 6961 at https://www.wind-energie.de BWE begrüßt Beschluss des Bundestages zu BImSchG-Pflicht https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/bwe-begruesst-beschluss-des-bundestages-zu-bimschg-pflicht <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Der Bundesverband WindEnergie (BWE) begrüßt die Entscheidung des Bundestages, die Teilnahme an Ausschreibungen Wind an Land für weitere zwei Jahre an eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) zu binden. Die Fehlentwicklungen im Ausschreibungsdesign hatten im Jahr 2017 dazu geführt, dass mit Unsicherheiten behaftete Bürgerenergieprojekte einen Großteil der Zuschläge erhielten.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Diese Projekte benötigten keine BImSchG-Genehmigung und haben für die Umsetzung bis zu 4 ½ Jahre Zeit, was zu einer Ausbaudelle ab 2019 führen dürfte. Der BWE hatte deshalb gemeinsam mit anderen Verbänden gefordert, die BImSChG-Genehmigung als Zugangsvoraussetzung am Ausschreibungsverfahren festzuschreiben.</p> <p>„Die Verlängerung der BImSchG-Pflicht ist ein wichtiges Zeichen für die Branche. Sie wird die Planungssicherheit der Unternehmen deutlich erhöhen. Zugleich wird die Umsetzung nach Zuschlagserteilung beschleunigt und zu einem stabileren Zubau führen. Dies ist für die Industrie wichtig. Die nächsten Jahre werden zeigen, dass die BImSchG-Pflicht auch über die kommenden zwei Jahre hinaus dauerhaft erforderlich ist. Der Gesetzgeber hat mit der Verlängerung ein Versprechen aus dem Koalitionsvertrag erfüllt. Andere wichtige Zusagen zur Erreichung der Klimaschutzziele wie etwa das Sondervolumen in 2019 und 2020 müssen nun ebenfalls zügig beschlossen werden. Sie dürfen weder durch eine völlige Neuausrichtung in der Innovationsausschreibung mittelbar verhindert noch mit nicht sachgerechten Themen verknüpft werden“, mahnte Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie.</p> <p>Unerlässlich ist, dass die Koalition sich auf einen glaubwürdigen Ausbaupfad zur Erreichung der 2030er Ziele vereinbart. 65 Prozent <abbr title="Energieträger, die aus regenerativen Ressourcen wie Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie oder Wasser Strom und Wärme erzeugen."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term218" title="Energieträger, die aus regenerativen Ressourcen wie Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie oder Wasser Strom und Wärme erzeugen.">Erneuerbare Energien</a></abbr> bei Berücksichtigung wachsender Bedarfe in den Sektoren Mobilität, Wärme und Industrie sind erreichbar. Dafür braucht es schnell eine Anpassung der technologiespezifischen Ausbaupfade. Das Ausschreibungsdesign wird dabei so auszugestalten sein, dass ein guter Technologiemix in allen Regionen Deutschlands ermöglicht wird. „Die Koalition steht vor der Aufgabe, die Glaubwürdigkeit in die Vereinbarungen des Koalitionsvertrages sicherzustellen“, so Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie.</p> <p>„Mit einem nach vorn gerichteten Ausschreibungsvolumen, der Ermöglichung direkter Lieferbeziehungen von Erneuerbaren zu Gewerbe und Industrie sowie einer zügigen Sektorenkopplung können die Erneuerbaren mehr und mehr Verantwortung für das Gesamtsystem übernehmen. Wir reichen der Politik die Hand, um die politischen Ziele möglich zu machen“, so Hermann Albers.</p> <p><b>Hintergrund: </b></p> <p>Die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD hat sich auf eine verpflichtende Einführung der BImSChG-Genehmigung als Zugangsvoraussetzung am Ausschreibungsverfahren verständigt. Der Bundestag hat die Regelung heute beschlossen. Die BImSchG-Pflicht hatte bereits für die ersten Ausschreibungen im Jahr 2018 gegolten und soll nun um weitere zwei Jahre verlängert werden. Die Verlängerung wird ab der Ausschreibungsrunde am 01. August 2018 wirksam.</p> </div> </div> </div> Ausschreibung Fri, 08 Jun 2018 09:46:32 +0000 6953 at https://www.wind-energie.de Etablierte Wartungszyklen, hohe technische Verfügbarkeit – Windindustrie hält höchste Sicherheitsstandards ein https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/etablierte-wartungszyklen-hohe-technische-verfuegbarkeit <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p><b>Mit einer technischen Verfügbarkeit von inzwischen 98 Prozent gehören Windenergieanlagen zu den sichersten Bauwerken in der vom Menschen geprägten Landschaft. Im Bereich Wartung und Betrieb Windenergie an Land sind heute 25.400 Arbeitnehmer beschäftigt, das entspricht knapp 20 Prozent der Beschäftigten in der Windenergiebranche. Mittlerweile werden die sicherheitsrelevanten Bauteile nicht nur in regelmäßigen Intervallen überprüft, sondern zusätzlich über digitale Sensoren und intelligente Condition Monitoring Systeme (CMS) überwacht.</b></p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Die Sicherheit der Anlagen ist der Branche ein großes Anliegen. Hohe Standards haben dazu beigetragen, dass Windenergieanlagen heute eine technische Verfügbarkeit nahe 100 Prozent aufweisen. Immer ausdifferenziertere Wartungskonzepte, die sich zunehmend auf die genaue Analyse einer Vielzahl von Daten stützen, die an der Anlage erhoben werden, sind die Grundlage für den ökonomischen Erfolg der Windenergie. Die Betreiber nehmen selbst kleinste Reparaturen schnell vor, um größere Schadensfälle zu vermeiden, die dazu führen könnten, dass Anlagen über längere Zeit keinen Strom einspeisen. Dass der Bundesverband der deutschen TÜV im Bereich der Instanthaltung von Windenergieanlagen Wachstumspotenziale und Geschäftsmodelle erkennt, ist legitim. Die dabei angeschlagenen schrillen Töne sich dagegen unangebracht.</p> <p>Die bestehenden Wartungszyklen sind etabliert und zuverlässig. Die regelmäßigen Prüfungen werden von anerkannten, unabhängigen Sachverständigen vorgenommen. Die endgültige Entscheidung ob Sachverständige akzeptiert werden liegt immer bei den örtlich zuständigen staatlichen Behörden, die die Prüfberichte entgegen nehmen und dokumentieren.</p> <p>Windkraftanlagen werden in Deutschland auf Basis der Richtlinie des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) typengeprüft und genehmigt. Diese Typenprüfung bildet die Basis für Baugenehmigungen. Während der Aufstellung findet eine Bauüberwachung statt. Mit Inbetriebnahme werden alle Komponenten, die den Betrieb und die Sicherheit beeinflussen können, abgenommen. Alle zwei bis vier Jahre findet in der Betriebsphase die Wiederkehrende Prüfung statt.&nbsp;&nbsp;Dabei wird der Anlagenzustand durch anerkannte Sachverständige im Hinblick auf Sicherheit und ordnungsgemäße Wartung untersucht. Turnusmäßig werden zudem&nbsp;Steuerelemente, Rotorblätter, Triebstrang und alle weiteren sicherheitsrelevanten Verschleißteile geprüft.</p> <p>Die rund 30.000 Windenergieanlagen in Deutschland werden systematisch gewartet und durch unabhängige Sachverständige begutachtet. Die hohen Sicherheitskriterien beugen Schadensfällen vor. Zu hundert Prozent lassen sich Schäden allerdings niemals ausschließen. Das zeigen auch andere Branchen. Große Havarien bleiben trotzdem seltene Einzelfälle, die sich fast immer auf Unwetterereignisse zurückführen lassen. Die Sicherheit der Windenergieanlagen ist gewährleistet – egal ob Neuanlage oder Altanlage.</p> </div> </div> </div> Arbeitsmarkt Betriebsführung Unternehmen Mon, 28 May 2018 10:53:46 +0000 6934 at https://www.wind-energie.de Weiterbetrieb, Repowering oder Rückbau - Bis 2025 gut 16.000 Megawatt Windenergieleistung betroffen https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/weiterbetrieb-repowering-oder-rueckbau-bis-2025-gut-16000-megawatt <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Der Bundesverband WindEnergie (BWE) hat in einer Studie der Deutschen WindGuard den Anlagenpark, der bis 2005 ans Netz ging, analysieren lassen. Ziel war es, vor dem Hintergrund des ab dem 1.1.2021 erfolgenden Ausscheidens von Anlagen aus der EEG-Systematik ein solides Bild über das Alter der Anlagen, deren regionale Verteilung, die betroffenen Netzebenen und zuständigen Netzbetreiber sowie die jeweilige Anlagentechnologie zu gewinnen.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Gleichzeitig liefert die Studie eine Annäherung an die zu erwartenden Weiterbetriebskosten und trifft eine Aussage zu den Voraussetzungen für einen ökonomischen Weiterbetrieb nach Ende der EEG-Förderdauer.</p> <p>„In den Jahren 2020 bis 2025 werden insgesamt rund 16.000 Megawatt vor der Entscheidung stehen, ob ein Weiterbetrieb technisch möglich und wirtschaftlich darstellbar ist. Mit unserer Studie liefern wir einen Überblick, welche Regionen in Deutschland hierbei besonders betroffen sind. Wir geben so auch einen Hinweis darauf, wo gegebenenfalls die Landespolitik gefordert sein wird, durch Flankierung in Planungsprozessen die Einspeisung der Windenergie nicht abrupt enden zu lassen“, so Hermann Albers anlässlich der Veröffentlichung der Studie.&nbsp;</p> <p>Für einen nicht kleinen Teil der betroffenen Anlagen besteht, etwa aufgrund veränderter Abstandsregeln, nur eine eingeschränkte Chance für einen Ersatz durch neue Windenergieanlagen. (<abbr title="Repowering beschreibt das Ersetzen älterer Anlagen durch größere, leistungsfähigere, moderne Anlagen auf dem aktuellen Stand der Technik. Dabei sinkt die Gesamtanzahl der Anlagen bei steigender Gesamtleistung des Parks."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term226" title="Repowering beschreibt das Ersetzen älterer Anlagen durch größere, leistungsfähigere, moderne Anlagen auf dem aktuellen Stand der Technik. Dabei sinkt die Gesamtanzahl der Anlagen bei steigender Gesamtleistung des Parks.">Repowering</a></abbr>). Der BWE hat den zuständigen Regionalplanungsbehörden bereits in einem <a href="https://www.wind-energie.de/sites/default/files/download/publication/regionalplanung-und-repowering-planerische-gestaltungsmoeglichkeiten/20170905_leitfaden_repowering_in_der_regionalplanung_web.pdf">Leitfaden</a> vorhandene planerische Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt, um gut akzeptierte Bestandsflächen für ein Repowering weiter zu nutzen. Der BWE wirbt dafür, bestehende Standorte vernünftig in die Regionalplanung zu integrieren.</p> <p>„Angesichts bereits erfolgter Investitionen zur Integration der betroffenen Anlagen ins Netz, sind möglicherweise nicht nur die Betreiber von Windkraftanlagen an einer weiteren Flächennutzung in Form von Repowering oder Weiterbetrieb interessiert, sondern auch die jeweiligen Netzbetreiber. Wir werden den Austausch mit den betroffenen Verteilnetzbetreibern suchen“, kündigte Hermann Albers an, der abschließend darauf hinwies: „Auch vor dem Hintergrund des Klimaschutzes ist es wichtig, in den Blick zu nehmen, was mit Anlagen passiert, die ab 2021 ihren Vergütungsanspruch verlieren. Ihr Abbau muss dergestalt im Ausschreibungssystem berücksichtigt werden, dass ausgeschriebene Mengen wieder Nettomengen sind. Wir können uns auf dem Weg zu 65 Prozent <abbr title="Energieträger, die aus regenerativen Ressourcen wie Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie oder Wasser Strom und Wärme erzeugen."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term218" title="Energieträger, die aus regenerativen Ressourcen wie Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie oder Wasser Strom und Wärme erzeugen.">Erneuerbare Energien</a></abbr> bis 2030 keinen Einbruch der installierten Kapazität leisten!“</p> <p><a title="Download der Studie von Studie der Deutschen WindGuard und BWE" class="file-link" href="/system/files/attachments/press-release/2018/weiterbetrieb-repowering-oder-rueckbau-bis-2025-gut-16000-megawatt-windenergieleistung-betroffen/perspektiven-fuer-den-weiterbetrieb-von-wea-nach-2020-v3c.pdf">Download der Studie von Studie der Deutschen WindGuard und BWE</a></p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-filefield field-field-global-file"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <div class="filefield-file"><img class="filefield-icon field-icon-application-pdf" alt="application/pdf icon" src="https://www.wind-energie.de/sites/all/modules/_basic/filefield/icons/application-pdf.png" /><a href="https://www.wind-energie.de/system/files/attachments/press-release/2018/weiterbetrieb-repowering-oder-rueckbau-bis-2025-gut-16000-megawatt-windenergieleistung-betroffen/perspektiven-fuer-den-weiterbetrieb-von-wea-nach-2020-v3c.pdf" type="application/pdf; length=1952571" title="perspektiven-fuer-den-weiterbetrieb-von-wea-nach-2020-v3c.pdf">Download der Studie von Studie der Deutschen WindGuard und BWE</a></div> </div> </div> </div> Weiterbetrieb Fri, 25 May 2018 10:39:58 +0000 6930 at https://www.wind-energie.de Gemeinsamer Appell: „Koalitionsvertrag im Interesse des Klimas, der Industrie und der Beschäftigten einhalten und zeitnah umsetzen“ https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/gemeinsamer-appell-koalitionsvertrag-im-interesse-des-klimas-der <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>IG Metall Küste, Bundesverband WindEnergie und Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE haben die Bundesregierung zu einem stärkeren und schnelleren Ausbau der Windenenergie an Land und auf See aufgefordert. Die Gewerkschaft und die Wind-Verbände erwarten, dass die im Koalitionsvertrag angekündigten Sonderausschreibungen von vier Gigawatt für Wind sowie der bisher nicht näher spezifizierte „Offshore-Windenergiebeitrag“ ohne Verzögerung umgesetzt werden.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„Der Koalitionsvertrag muss im Interesse des Klimas, der Industrie und der Beschäftigten eingehalten und zeitnah umgesetzt werden. Hier geht es auch um die Glaubwürdigkeit der Politik“, so IG Metall-Bezirksleiter <b>Meinhard Geiken</b>, BWE-Präsident <b>Hermann Albers</b> und die Vorstandsvorsitzende der Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE<b> Dr. Ursula Prall </b>in einem gemeinsamen Appell an die Bundesregierung.</p> <p>Sie verweisen insbesondere auf die industriepolitische Bedeutung der Windenergiebranche, die mittlerweile für mehr als 160.000 Arbeitsplätze, davon allein 27.000 im Offshore-Bereich, in ganz Deutschland sorgt. Das müsse bei der Bundesregierung stärkere Beachtung finden. Durch die neue Verunsicherung fehle es stattdessen an Planungssicherheit bei den Unternehmen und stehe das Vertrauen bei internationalen Investoren auf dem Spiel. „Dadurch werden weitere Investitionen und Arbeitsplätze in der Zukunftsbranche Wind gefährdet“, heißt es in gemeinsamen Schreiben an Bundeswirtschaftsminister <b>Peter Altmaier</b> (CDU) und Bundesumweltministerin <b>Svenja Schulze</b> (SPD). Nach dem Koalitionsvertrag sollen die Sonderausschreibungen verbindlich in 2019 und 2020 wirksam sein. Wegen der langen Vorlaufzeiten fordern IG Metall, BWE und Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE deshalb, den Sonderbeitrag für Offshore-Wind möglichst schnell zu spezifizieren und im Gesetz festzuschreiben. Sie erachten ein Volumen von zusätzlich zwei Gigawatt in der ersten Hälfte der 2020er Jahre als realisierbar und notwendig.</p> <p>Um die nationalen und internationalen Klimaschutzziele zu erreichen sowie den Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung bis 2030 auf 65 Prozent zu steigern, fordern Gewerkschaft und Verbände, dieses Ziele mit neuen Ausbaukorridoren zu unterlegen. „Nur in einem langfristig berechenbaren und adäquaten Planungshorizont wird der erfreuliche Beschäftigungsaufwuchs der vergangenen Jahre wieder anspringen“, so IG Metall-Bezirksleiter Geiken, BWE-Präsident Albers und Stiftung-Offshore-Vorsitzende Dr. Prall. Bei Offshore Wind müsse der Ausbaudeckel von 15 Gigawatt bis 2030 auf ein Mindestziel von 20 Gigawatt angehoben werden, entsprechend der Forderung aus dem Cuxhavener Appell 2.0, den Küstenländer, Offshore-Windbranche und IG Metall im September 2017 an die künftige Bundesregierung gerichtet hatten.</p> </div> </div> </div> Energiepolitik Energiewende Netzintegration Wed, 23 May 2018 12:20:46 +0000 6926 at https://www.wind-energie.de BEE: Novelle des Atomgesetzes: Keine Übertragung von Reststrommengen im Netzausbaugebiet https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/bee-novelle-des-atomgesetzes-keine-uebertragung-von-reststrommengen <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p><i>Berlin, 23. Mai 2018</i>: Am heutigen Mittwoch will das Bundeskabinett eine Novelle des Atomgesetzes auf den Weg bringen, in der unter anderem die Übertragung von Reststrom- / Elektrizitätsmengen von Atomkraftwerken, die nicht mehr im Betrieb sind, auf andere geregelt werden soll. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) appelliert an die Bundesregierung, keine Übertragung von Strommengen auf Atomkraftwerke im Netzausbaugebiet zu ermöglichen.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„Es muss im Atomgesetz klargestellt werden, dass von einem Atomkraftwerk, welches den Leistungsbetrieb eingestellt hat, keine Reststrommengen / Elektrizitätsmengen auf ein anderes Atomkraftwerk im Netzausbaugebiet übertragen werden dürfen“, bekräftigt Dr. Simone Peter, Präsidentin des BEE. Atomkraftwerke seien als Risikotechnologie nicht nur eine fortwährende Gefahr für die Bevölkerung und produzierten große Mengen hochradioaktiven Abfalls, sie blockierten aufgrund ihrer unflexiblen Betriebsweise auch die Energiewende. So erhöhe zum Beispiel der Weiterbetrieb der Atomkraftwerke in Brokdorf und Emsland die Redispatch-Kosten und verschärfe im Falle des Kraftwerkes Brokdorf die Engpasssituation im Netzausbaugebiet. Mehrwöchige Abschaltungen von Brokdorf zeigten indes, dass die Versorgung auch ohne das AKW reibungslos sichergestellt wird, so Peter. <br /> <b><br /> Hintergrund:</b> Mit der Novelle des Atomgesetzes soll das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Dezember 2016 umgesetzt werden. Das Atomgesetz setzt für den Betrieb der Kraftwerke einen maximalen Endtermin fest und bestimmt darüber hinaus eine maximale Elektrizitätsmenge, nach deren Erzeugung die Berechtigung zum Leistungsbetrieb ebenfalls erlischt. Im sog. Netzausbaugebiet gelegen sind die Atomkraftwerke Brokdorf und Emsland.</p> </div> </div> </div> Energiepolitik Energiewende Netzintegration Wed, 23 May 2018 11:54:18 +0000 6924 at https://www.wind-energie.de