Pressemitteilungen https://www.wind-energie.de/press-releases-view de Ausbau Windenergie auf See zum Halbjahr 2016 in Deutschland - Windindustriestandort gerät in schwere See https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2016/ausbau-windenergie-auf-see-zum-halbjahr-2016-deutschland <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Der Zubau der <abbr title="Offshore ist englisch für "vor der Küste liegend". Damit werden Windenergieanlagen beschrieben, die im Meer stehen."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term222" title="Offshore ist englisch für "vor der Küste liegend". Damit werden Windenergieanlagen beschrieben, die im Meer stehen.">Offshore-Windenergie</a></abbr> in Deutschland fällt im ersten Halbjahr, wie abzusehen war, mit 258 Megawatt maßvoll aus. Zum Jahresende erwartet die Branche einen Zubau von etwa 700 Megawatt auf See. Mit dem jüngst beschlossenen EEG gerät die Offshore-Windindustrie Deutschlands in schwere See. Geringe Ausschreibungsvolumen werden den Standort insgesamt teurer zu stehen kommen und Arbeitsplätze kosten. Im Sinne der Energiewende muss der Netzausbau an Land beschleunigt werden.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <div class="WordSection1"> <p>Berlin, 19. Juli 2016 – Im ersten Halbjahr 2016 gingen 43 Offshore-Windenergieanlagen mit einer <abbr title="Physikalische Größe für bereitgestellte oder genutzte Energie pro Zeiteinheit. Die Leistung wird in Watt angegeben. "><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term274" title="Physikalische Größe für bereitgestellte oder genutzte Energie pro Zeiteinheit. Die Leistung wird in Watt angegeben. ">Leistung</a></abbr> von 258 Megawatt neu ans Netz. Auf See speisten damit zum 30. Juni 2016 insgesamt 835 Anlagen mit einer Leistung von 3.552,2 Megawatt Strom ein. Zudem sind 54 Anlagen mit einer Leistung von 324 Megawatt bereits errichtet und stehen vor ihrem Netzanschluss. Für 142 weitere Anlagen wurden bereits Fundamente errichtet. Die Branche rechnet damit, dass in Deutschland im Jahresverlauf insgesamt Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von etwa 700 Megawatt erstmals ins Netz einspeisen. In der deutschen Nord- und Ostsee werden zum Jahresende demnach Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung knapp 4 Gigawatt am Netz sein. Die durchschnittlich ans Netz angeschlossene Leistung pro Anlage ist von gut 4 auf 6 Megawatt gestiegen. Effizientere Anlagen mit längeren Rotorblättern setzen sich durch.</p> <p>Die Branchenorganisationen und Verbände, welche die Zahlen durch die Deutsche WindGuard zusammenstellen ließen, werten den Ausbau 2016 als maßvollen Beitrag für einen steten Ausbau. Die Stetigkeit des Offshore-Windenergie-Ausbaus auf substanziellem Niveau hat weiterhin die höchste Priorität, auch um Kostensenkungen durch Skaleneffekte zu erreichen. Die niederländischen Ausschreibungen machen die Möglichkeiten zur Kostensenkung klar, auch wenn die Bedingungen dort nicht eins-zu-eins auf Deutschland zu übertragen sind: Für Projekte mit finaler Investitionsentscheidung im Jahr 2020 ist das Ziel von 10 Cent je <abbr title="Die Kilowattstunde (kWh) gibt wieder, wie viel Leistung (Watt bzw. Kilowatt) ein Gerät bei einer Laufzeit von einer Stunde aufnehmen oder abgeben würde. Sie wird zur Messung und Abrechnung von Strom- und Wärmeverbrauch in Haushalten verwendet. Ein Drei-Personen-Haushalt in Deutschland verbraucht durchschnittlich beispielsweise rund 3.500 Kilowattstunden im Jahr."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term269" title="Die Kilowattstunde (kWh) gibt wieder, wie viel Leistung (Watt bzw. Kilowatt) ein Gerät bei einer Laufzeit von einer Stunde aufnehmen oder abgeben würde. Sie wird zur Messung und Abrechnung von Strom- und Wärmeverbrauch in Haushalten verwendet. Ein Drei-Personen-Haushalt in Deutschland verbraucht durchschnittlich beispielsweise rund 3.500 Kilowattstunden im Jahr.">Kilowattstunde</a></abbr> erreichbar über 20 Jahre gerechnet , exklusive der Netzanbindung. Die Ergebnisse zeigen, dass große Volumen zu deutlichen Kostensenkung führen. Demgegenüber fallen die mit dem EEG 2017 beschlossenen jährlichen Ausbaumengen weit hinter die Möglichkeiten zurück. Die für die Jahre 2021 und 2022 in Deutschland vorgesehenen Mengen von je 500 Megawatt sind viel geringer als die jährliche Ausbaumenge von 700 Megawatt der vergleichsweise kleinen Niederlande. Die mit dem EEG 2017 gekappte Ausbaumenge in den frühen 2020erjahren ist daher – auch angesichts stetig wachsender Turbinen- und Windparkgrößen – schlichtweg unsinnig und teuer. Es liegt auf der Hand, dass sich mit einem um ein Drittel geschrumpften Markt die aktuell rund 20.000 Arbeitsplätze bei Herstellern, Zulieferern und Dienstleistern für die Offshore-Windindustrie nicht erhalten lassen. Zumal der größte Exportmarkt nach dem Brexit erheblich weniger sicher erscheint.</p> <p>Für die Offshore-Windbranche steht fest: Wenn der schleppende Netzausbau den Ausbau der Windenergie auf See und anderer erneuerbaren Energien weiterhin bremst, wird die Energiewende scheitern. Der bisher sträflich vernachlässigte Ausbau der Übertragungsnetze an Land muss beschleunigt werden, anstatt als Begründung für das Bremsen des Offshore-Windenergie-Ausbaus zu dienen. Es ist belegt, dass erhebliche Beschleunigungs- und Kostensenkungspotenziale bei Offshore-HGÜ-Netzanbindungen (Hochspannungsgleichstromübertragung) bestehen. Zur kurzfristigen Überbrückung von Netzengpässen an Land sollten Verfahren und technische Innovationen zur besseren Netzauslastung genutzt werden. Die Offshore-Organisationen und Verbände verweisen in diesem Zusammenhang auf die im Juni veröffentliche Branchenstudie „Beschleunigungs- und Kostensenkungspotenziale bei HGÜ-Offshore-Netzanbindungsprojekten“.</p> <p>Die Organisationen und Verbände fordern, mit Blick auf die in letzter Minute des Gesetzgebungsverfahrens und ohne ausreichenden Diskurs getroffenen Änderungen, Korrekturen vorzunehmen bezüglich der Ausschreibungsmodalitäten der Jahre 2021 und 2022. So muss die Stichtagsregelung für die anspruchsberechtigten Projekte im Übergangssystem für die Ausschreibungen auf Ende 2016 verschoben werden, um ausreichend Wettbewerb zu gewährleisten. Nach der aktuellen EEG Novelle müssen die Projekte bis zum 1. August dieses Jahres eine Planfeststellung, eine Genehmigung oder eine Erörterung erreicht haben, um an Ausschreibungen in 2017 und 2018 teilnehmen zu können.</p> <p><a target="_blank" href="https://www.wind-energie.de/sites/default/files/download/publication/factsheet-status-des-offshore-windenergieausbaus-deutschland-1-halbjahr-2016/factsheet_status_offshore-windenergieausbau_halbjahr_2016_final.pdf">Factsheet: Status des Offshore-Windenergieausbaus in Deutschland, 1. Halbjahr 2016</a></p> <p>&nbsp;</p> <p><b>Presse-Ansprechpartner:</b></p> </div> <p>Arbeitsgemeinschaft Offshore-Windenergie</p> <p>Uwe Knickrehm</p> <p>030-28444-650</p> <p><a href="mailto:uwe.knickrehm@agow.eu">uwe.knickrehm@agow.eu</a><span style="text-decoration: underline;">&nbsp;</span></p> <p>&nbsp;</p> <p>Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE</p> <p>Sebastian Boie</p> <p>030-27595-198<br /> <a href="mailto:presse@offshore-stiftung.de">presse@offshore-stiftung.de</a></p> <p>&nbsp;</p> <p>VDMA Power Systems</p> <p>Catherine Diethelm</p> <p>069-6603-1886</p> <p><a href="mailto:catherine.diethelm@vdma.org">catherine.diethelm@vdma.org</a></p> <p>&nbsp;</p> <p>Bundesverband WindEnergie</p> <p>Wolfram Axthelm</p> <p>030-212341-251</p> <p><a href="mailto:w.axthelm@wind-energie.de">w.axthelm@wind-energie.de</a></p> <p>&nbsp;</p> <p>WAB e.V.</p> <p>Andreas Wellbrock</p> <p>0172-7546336</p> <p><a href="mailto:andreas.wellbrock@wab.net">andreas.wellbrock@wab.net</a></p> </div> </div> </div> EEG Netzausbau Offshore Tue, 19 Jul 2016 10:06:10 +0000 5464 at https://www.wind-energie.de PROGRESS-Endbericht wird Debatte um Artenschutz versachlichen https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2016/progress-endbericht-wird-debatte-um-artenschutz-versachlichen <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Zwischen 2011 und 2015 haben Wissenschaftler von vier am F&amp;E-Vorhaben PROGRESS beteiligten Institutionen in einer absolut soliden Grundlagenarbeit erstmals fundierte Daten für Frage der Kollision von Vögeln mit Windenergieanlagen zusammengetragen. Der Schlussbericht liegt nun vor und kann trotz weiter bestehendem Forschungsbedarf deutlich dazu beitragen, die Debatten um Artenschutz zu versachlichen.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„Anders als beim Braunkohleabbau wird durch Windenergie die Landschaft nicht großflächig über Jahrzehnte vernichtet. Die Branche will eine nachhaltige und umweltschonende Energiewirtschaft und unternimmt deshalb alles, um Kollisionsrisiken bestimmter Tierarten zu minimieren. Dazu gibt es eine Fülle von Möglichkeiten, die im Einzelfall entsprechend den topografischen Bedingungen am jeweiligen Anlagenstandort und den dort vorkommenden Arten im <abbr title="Vor der Errichtung eines Windparks bedarf es dessen Genehmigung. Diese erfolgt in der Regel nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Im Genehmigungsverfahren müssen sämtliche Standorteigenschaften berücksichtigt werden, außerdem werden eine Reihe von Gutachten erstellt. "><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term238" title="Vor der Errichtung eines Windparks bedarf es dessen Genehmigung. Diese erfolgt in der Regel nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Im Genehmigungsverfahren müssen sämtliche Standorteigenschaften berücksichtigt werden, außerdem werden eine Reihe von Gutachten erstellt. ">Genehmigungsverfahren</a></abbr> bestimmt&nbsp; werden. Diese reichen von der Anordnung der Anlagen, der Gestaltung des unmittelbaren Umfeldes, Biotopaufwertungen zur Stärkung von Populationen und Ablenkpflanzungen im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen bis hin zu einem Abschaltmanagement zu relevanten Zeiten“, erläuterte Jan Hinrich Glahr, Vizepräsident Bundesverband WindEnergie.</p> <p>Bisher in Öffentlichkeit und Medien verbreitete Zahlen zu Kollisionen von Vögeln stützten sich immer auf Zufallsfunde und wissenschaftlich nicht nachvollziehbare Hochrechnungen und Schätzungen. Erstmals liegt nun eine wissenschaftlich fundierte Analyse zur Frage der Kollision von Vögeln mit Windkraftanlagen vor. &nbsp;</p> <ul> <li>Deutlich wurde, dass in weitaus geringerem Maße als bislang angenommen mit einer Verschleppung möglicher Kadaver zu rechnen ist. Weniger als 10 % der Kadaver wurden von nahrungssuchenden Tieren verschleppt. Entsprechend gering ist ein anzusetzender Hochrechnungsfaktor.</li> <li>Es wird ersichtlich, dass der größte Teil von Kollisionen auf die häufigen und ungefährdeten Arten der Agrarlandschaft&nbsp; entfällt, die zum Teil sogar bejagt werden. Und es hat sich gezeigt, dass die auf Zufallsfunden aufbauende zentrale Fundopferdatei der Vogelschutzwarte Brandenburg durch einen höheren Anteil auffälliger und damit leicht auffindbarer Arten zu falschen Schlussfolgerungen führt. Im Ergebnis der systematischen Suche der PROGRESS-Studie waren Greifvögel nur mit 11 % der Kollisionsopfer vertreten.</li> <li>Gänsen und Kranichen wird ein deutliches Ausweichverhalten um Windparks bescheinigt. Auch die millionenfach, vornehmlich nachts ziehenden Singvögel sind nicht von Kollisionen mit WEA betroffen.</li> <li>Nachvollziehbar beschrieben wird die Frage möglicher negativer Auswirkungen auf das Populationsniveau. In diesem Zusammenhang wird ausdrücklich auf Faktoren wie Habitatsveränderungen, die zu geringerer Nahrungsverfügbarkeit führen sowie Kollisionen im Straßen- und Schienenverkehr hingewiesen.</li> <li>Die Studie gibt ausdrücklich Entwarnung für den größten Teil der Vogelarten und arbeitet heraus, dass pauschale Abstandsradien in ihrer Wirksamkeit beschränkt sind, weil die Flugaktivitäten sich unterschiedlich verteilen und sich im Jahresverlauf und über Jahre verändern. Kollisionen sind dem situativen Verhalten der Vögel im Umfeld der WEA geschuldet und korrelieren nicht mit Landschafts- und Anlagenparametern. Vorhandene Prognosemodelle sind nicht geeignet, Kollisionsraten anhand des Flugverhaltens der Vögel vorherzusagen.</li> <li>Für den Mäusebussard wird weiterer Untersuchungsbedarf gesehen, um zu erkennen, welche Faktoren hier Bestandsrückgänge verursachen. Bis dahin wird empfohlen, mit der Errichtung von Windkraftanlagen verbundene Ausgleichsmaßnahmen so vorzunehmen, dass der Mäusebussardbestand gestützt wird.</li> </ul> <p>&nbsp;„PROGRESS liefert eine solide Datenbasis, die deutlich macht, dass die Genehmigungspraxis den Anforderungen des Artenschutzes bereits umfassend Rechnung trägt. Für den BWE ist es wichtig, die jeweilige Population zu betrachten und Maßnahmen umzusetzen, die deren Entwicklung unterstützen“, machte Jan Hinrich Glahr deutlich.</p> <p><a href="http://bioconsult-sh.de/de/nachrichten-archiv/progress-endbericht-veroffentlicht/" target="_blank">LINK zum Progress-Endbericht</a></p> <p>Kontakt: <br />Wolfram Axthelm, Pressesprecher<br />'Tel.: 030 212341-251<br /><a href="mailto:w.axthelm@wind-energie.de">w.axthelm@wind-energie.de</a></p> </div> </div> </div> Akzeptanz Naturschutz Windenergie Wed, 13 Jul 2016 07:41:49 +0000 5456 at https://www.wind-energie.de EEG-Reform stellt Branche vor Herausforderungen https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2016/eeg-reform-stellt-branche-vor-herausforderungen <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„Der Gesetzgeber stellt die erfolgreiche und absolut preiswerte Windenergie vor große Herausforderungen. Wir sehen in Ausschreibungen ein schwieriges Instrument, um den vielfältigen und dynamischen deutschen Markt&nbsp; weiterzuentwickeln und die Energiewende voranzubringen. Die Branche steht vor einem Strukturbruch auf Seiten der Marktakteure. Wir nehmen den neuen gesetzlichen Rahmen zur Kenntnis und werden mit diesem arbeiten“, so Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie, nach der Verabschiedung des Gesetzes durch den Deutschen Bundestag.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Ohne die grundsätzliche Kritik in Frage zu stellen, sieht der Verband am Ende eines langen Gesetzgebungsprozesses auch einige sinnvolle Elemente:</p> <ul> <li>Die Regelungen für die Bürgerenergie sind zwar nach wie vor unzureichend, aber doch besser als befürchtet. Ob die Einbeziehung der Kommunen helfen wird, eine breite Beteiligungsstruktur zu gewährleisten bleibt abzuwarten. Die Nichtnutzung von der EU Kommission ausdrücklich zugelassenen Möglichkeit Projekte bis 18 Megawatt von Ausschreibungen zu befreien (de minimis) ist absolut unverständlich. </li> <li>Dass das Ausschreibungsvolumen auf Druck der Länder nun bei jährlich 2.800 Megawatt/2.900 Megawatt liegen wird, ist positiv. Damit wird der Erneuerung des Maschinenparks nach 2020 (<abbr title="Repowering beschreibt das Ersetzen älterer Anlagen durch größere, leistungsfähigere, moderne Anlagen auf dem aktuellen Stand der Technik. Dabei sinkt die Gesamtanzahl der Anlagen bei steigender Gesamtleistung des Parks."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term226" title="Repowering beschreibt das Ersetzen älterer Anlagen durch größere, leistungsfähigere, moderne Anlagen auf dem aktuellen Stand der Technik. Dabei sinkt die Gesamtanzahl der Anlagen bei steigender Gesamtleistung des Parks.">Repowering</a></abbr>) allerdings nicht Rechnung getragen. Auch lassen sich damit die Vereinbarungen zum Klimaschutz aus Paris nicht umsetzen.</li> <li>Dass das bewährte Referenzertragsmodell mit Veränderungen weiter die Basis für die Vergütungsstruktur bildet, ist zu begrüßen. Allerdings wird sehr schnell zu prüfen sein, ob die Korrekturfaktoren einen deutschlandweiten Ausbau gewährleisten.</li> <li>&nbsp;Die definierten Bedingungen für die Teilnahme an Ausschreibungen, sind eine gute Reaktion auf internationale Erfahrungen. Trotzdem ist abzuwarten, wie hoch die Realisierungsquoten tatsächlich sind. Es muss zudem dafür Sorge getragen werden, nicht realisierte Projekte in vollem Umfang erneut auszuschreiben und in den Folgejahren dem Ausschreibungsvolumen zuzuschlagen.</li> <li>&nbsp;Dass die Abgeordneten erste wirkliche Schnittstellen für die Sektorenkopplung durchsetzen, begrüßen wir ausdrücklich. Damit wird es möglich sein, die volkswirtschaftlich sinnvolle Nutzung von abgeregeltem erneuerbaren Strom auf Basis von Direktkontrakten zwischen Erzeugern und Industrie bzw. Power-to-X-Anlagen voranzubringen.</li> </ul> <ul> </ul> <p>Angesichts der Tatsache dass Netzbetreiber wie Wissenschaft auf Effizienzpotenziale in bestehenden Netzstrukturen hinweisen, ist es nicht nachvollziehbar, den Zubau in einigen Netzregionen zu beschränken. Wir werden die Debatte, zur im Verordnungswege geplanten näheren Beschreibung der Netzausbauregionen, aktiv begleiten.</p> <p>„Wir hatten mit Beginn der Großen Koalition die Erwartung, dass die Schaffung eines Ministeriums für Wirtschaft und Energie dazu beiträgt, die Transformation der Energiewirtschaft von zentral zu dezentral und von fossil zu erneuerbar mutig zu unterstützen. Leider zeigt sich, dass Klimaschutz und Energiepolitik noch immer nicht als zwei Seiten einer Medaille gesehen werden. Es wird offenbar die Aufgabe einer künftigen Bundesregierung sein, Grundzüge einer ökologische<span style="text-decoration: line-through;">n</span> Industriepolitik zu definieren und klare Leitlinien für eine Erneuerbare Energiewirtschaft zu schaffen“, so Hermann Albers.</p> <p>Kontakt:<br />Wolfram Axthelm, Pressesprecher<br />030 212341-251<br /><a href="mailto:w.axthelm@wind-energie.de">w.axthelm@wind-energie.de</a></p> </div> </div> </div> EEG EEG - Gesetzgebung Energiepolitik Erneuerbare Energien Fri, 08 Jul 2016 09:04:11 +0000 5449 at https://www.wind-energie.de Windbranche legt erweiterte Stellungnahme zum EEG 2016 vor https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2016/windbranche-legt-erweiterte-stellungnahme-zum-eeg-2016-vor <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Im Bundestag haben am kommenden Montag Sachverständige aus 13 Verbänden und Institutionen auf einer Anhörung zum EEG 2016 die Chance, zu dem damit verbundenen Wechsel vom preisgetriebenen EEG-System auf eine restriktive Mengensteuerung ihre Positionen vorzutragen. Vor diesem Hintergrund gibt der BWE eine erweiterte Stellungnahme ab.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„Kern der 430 Seiten umfassenden EEG-Novelle ist das künftige Ausschreibungssystem für die Windenergie. Die Bundesregierung stellt die Branche insgesamt vor große Herausforderungen. Mit dem Ausschreibungssystem werden die Mengengerüste neu justiert. Zusätzlich drohen regulatorischen Eingriffe, wie eine rückwirkende Einmaldegression, wissenschaftlich nicht ausreichend abgesicherte Korrekturfaktoren für die unterschiedlichen Standorte, begrenzende Ausbauszenarien in bestimmten Netzgebieten oder schwer berechenbare Risiken für die Vergütung bei negativen Strompreisen den Systemwechsel zu belasten“, so Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie..</p> <p>Der BWE präzisiert in seiner Stellungnahme einzelne Kritikpunkte und erläutert im Lichte aktueller wissenschaftlicher Gutachten bereits gegebene Hinweise. Wir appellieren an die Abgeordneten trotz eines ambitioniert straffen parlamentarischen Verfahrens u.a. folgende Aspekte noch einmal zu prüfen:</p> <p><b>Akteursvielfalt</b></p> <p>Kleine Akteure, Bürgerenergiegenossenschaften aber auch Stadtwerke bilden das Fundament für die Akzeptanz der Energiewende. Der Gesetzentwurf geht auf diese Akteure nur unzureichend ein. Wir fordern im Einklang mit der EU-Kommission noch einmal, Projekte bis 18 Megawatt von Ausschreibungen auszunehmen.</p> <p><b>Netzausbau</b></p> <p>Die Schaffung von Netzausbaugebieten, in welchen der Ausbau auf 58 Prozent der im Jahresdurchschnitt 2013 bis 2015 in dieser Region in Betrieb genommenen <abbr title="Physikalische Größe für bereitgestellte oder genutzte Energie pro Zeiteinheit. Die Leistung wird in Watt angegeben. "><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term274" title="Physikalische Größe für bereitgestellte oder genutzte Energie pro Zeiteinheit. Die Leistung wird in Watt angegeben. ">Leistung</a></abbr> begrenzt wird, steht einem beschleunigten Netzausbau und -umbau im Wege. Wir unterstreichen, dass gesetzliche Eingriffe nicht einseitig zu Lasten einer Technologie gehen dürfen. Zudem müssen entsprechende Maßnahmen zeitlich begrenzt und mit dem Nachweis der betroffenen Netzbetreiber verbunden sein, eine effiziente Auslegung der Netze zu sichern. Darüber hinaus muss in betroffenen Regionen eine Kopplung der</p> <p>Sektoren Strom-, Wärme- und Mobilität vollzogen werden (u. a. Flexibilisierung, Digitalisierung) und der Zwang zum vollständigen Einspeisen ins Netz aufgehoben und der dazu gehörige § 27a gestrichen werden.</p> <p>&nbsp;<b>Sektorenkopplung </b></p> <p>Wir drängen darauf mit dem EEG erste Schnittstellen für die Sektorenkopplung zu schaffen. Statt Windstrom abzuregeln, wäre es wichtig über weitere Flexibilisierungsmaßnahmen des Stromsektors und eine Senkung von Hürden für entsprechende Geschäftsmodelle diesen zu nutzen. Empfehlungen für eine alternative Verwendung des nicht genutzten Windstroms hat der BWE im Positionspapier „Windenergie und Netzumbau“ (2014) und im Impulspapier „Umschalten statt Abschalten“ (2015) vorgelegt. Deshalb sollte auf den Zwang zur Netzeinspeisung für Maßnahmen der Sektorenkopplung (Speicherung / P2G / P2H) verzichtet werden. Bund und Länder hatten sich unter Bezugnahme auf die Regionen aus dem Schaufenster-Projekt „Sinteg“ (Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende) verständigt, regulatorische Experimentierklauseln zu schaffen, um neue Problemlösungen, insbesondere bei der Sektorenkopplung zu erproben. Diese Ansatz fehlt im Gesetzentwurf. Der BWE regt deshalb ganz konkret an, § 27a Ziffer 4 um den Halbsatz „oder zu Zeiten, in denen die Anlagen durch <abbr title="Einspeisemanagement meint die vorübergehende Reduzierung der Einspeiseleistung von Windenergie- und anderen Erneuerbare Energien-Anlagen. Netzbetreibern wird dies unter gewissen Voraussetzungen im EEG bzw. EnWG ermöglicht."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term89" title="Einspeisemanagement meint die vorübergehende Reduzierung der Einspeiseleistung von Windenergie- und anderen Erneuerbare Energien-Anlagen. Netzbetreibern wird dies unter gewissen Voraussetzungen im EEG bzw. EnWG ermöglicht.">Einspeisemanagement</a></abbr> nach § 14 vom Netzbetreiber geregelt werden“ zu ergänzen und eine Experimentierklausel, die sich auf die „Sinteg“-Projekte bezieht in den Gesetzentwurf aufzunehmen.</p> <p><b>Einmaldegression </b></p> <p>Die geplante rückwirkende Einmaldegression steht dem Vertrauensschutz entgegen. Wir fordern den Gesetzgeber dazu auf, auf diesen systemwidrigen Eingriff zu verzichten.</p> <p>&nbsp;<b>Negative Strompreise</b></p> <p>Laut EEG-Gesetzentwurf soll die so genannte Sechs-Stunden-Regelung bei der die Vergütung nach dem EEG aussetzt beibehalten werden, obwohl diese energiewirtschaftlich nicht ausgereift ist. Wird die Preisfindung beschränket, behindert dies den Ausbau von dringend benötigten Flexibilitäten im Strommarkt und drängt <abbr title="Energieträger, die aus regenerativen Ressourcen wie Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie oder Wasser Strom und Wärme erzeugen."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term218" title="Energieträger, die aus regenerativen Ressourcen wie Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie oder Wasser Strom und Wärme erzeugen.">Erneuerbare Energien</a></abbr> aus dem Markt. Der BWE hatte deshalb – wie die Gutachter der Bundesregierung – empfohlen, diesen Paragrafen zu überarbeiten. Wir fordern daher seine Streichung im aktuellen Gesetzentwurf.</p> <p>&nbsp;<a target="_blank" href="https://www.wind-energie.de/system/files/files/page/2014/downloads/20160701-bwe-stellungnahme-eeg-zur-bt-anhoerung-20160704.pdf">&gt;&gt;BWE-Stellungnahme zum EEG-Gesetzentwurf für die Anhörung im Bundestag am 4. Juli 2016</a></p> <p>Kontakt:<br />Wolfram Axthelm, Pressesprecher<br />T&nbsp;+49 (0)30 / 212341-251<br />Mobil 0172 3991304<br /><a class="mailto" href="mailto:w.axthelm@wind-energie.de">w.axthelm@wind-energie.de</a></p> </div> </div> </div> EEG EEG - Gesetzgebung Energiepolitik Vergütung Windenergie Fri, 01 Jul 2016 10:32:30 +0000 5440 at https://www.wind-energie.de Hohe Hürden für Windbranche in Baden-Württemberg https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2016/hohe-huerden-fuer-windbranche-baden-wuerttemberg <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Mit dem EEG 2016 errichtet die Bundesregierung der Windenergie in Baden-Württemberg eine hohe Hürde. Zwar konnten die Länder ─ nicht zuletzt auch dank des beharrlich auftretenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann – wichtige Korrekturen erreichen. Trotzdem steht, u.a. durch die niedrige Gesamtausschreibungsmenge und ein nicht sachgerechtes System von Korrekturfaktoren im künftig einstufigen Referenzertragsmodell, der Ausbau im Binnenland vor deutlichen Problemen, erläuterte Henning Dettmer, Geschäftsführer BWE, auf dem heutigen Windbranchentag Baden-Württemberg.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„Mit dem bewährten und erprobten System des EEG wären alle politischen Forderungen – Kosteneffizienz, Erreichung der Ausbauziele und Akteursvielfalt – umsetzbar gewesen. Die Politik wollte einen anderen Weg gehen. Von einem preisgetriebenen EEG-System wird jetzt auf eine restriktive Mengensteuerung über Ausschreibungen umgestellt. Wir sehen dies weiter absolut kritisch“, so Henning Dettmer. Trotzdem hat der BWE sich aktiv in die Diskussion eingebracht und durch eine Reihe von wissenschaftlichen Gutachten begleitet.</p> <p>„Baden-Württemberg hat in den letzten Jahren hart dafür gearbeitet, bei der Umsetzung der Energiewende ins Mittelfeld der Bundesländer vorzudringen. Planungen bei Wind brauchen ihre Zeit und sind gerade in Mittelgebirgslagen nicht nur topografisch, sondern auch natur- und artenschutzfachlich anspruchsvoll. Die Branche im Land nimmt Fahrt auf, dies dokumentieren die positiven Zubauzahlen. Wir appellieren an die neue grün-schwarze Landesregierung hier weiter Kurs zu halten. In dieser Kiwi-Koalition sollte vor allem der schwarze Kern mithelfen, dass die Energiewende für das Land ein Erfolg wird“, appellierte Henning Dettmer.</p> <p>„Die Bundesregierung wird administrativ über Netzengpassregionen den Norden ausbremsen und droht parallel den Süden mit vielen jeweils für sich überschaubaren, aber in der Gesamtwirkung verheerenden Regelungen (Einmaldegression, Zusatzdegression, Nichtvergütung bei negativen Börsenpreisen, falsche Korrekturfaktoren) aus der Bahn zu werfen. Die Branche setzt in den verbleibenden 14 Tagen des parlamentarischen Prozesses alles daran, erforderliche Korrekturen noch zu erreichen“, kündigte Henning Dettmer an.</p> </div> </div> </div> EEG Energiepolitik Netze Thu, 23 Jun 2016 13:15:49 +0000 5422 at https://www.wind-energie.de EEG 2016 wird Energiewende verlangsamen https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2016/eeg-2016-wird-energiewende-verlangsamen <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„430 Seiten umfasst der Gesetzentwurf für das EEG 2016. Viele Paragrafen enthalten unklare oder unbestimmte Begriffe. Vieles bedarf einer rechtlichen Interpretation. Für Juristen bringt das letzte große Gesetzesvorhaben der CDU/CSU-SPD-Koalition&nbsp; jede Menge Arbeit.&nbsp;</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Aber: Was die Bundesregierung auf diesen 430 Seiten vorlegt, ist nicht nur eine überflüssige Beschäftigungsmaßnahme für Anwälte sondern vor allem ein Bremsklotz&nbsp; für die demokratische Energiewende“, so Axel Röpke, stellvertretender Präsident im Bundesverband WindEnergie, auf der <a target="_blank" href="http://www.bwe-seminare.de/veranstaltungen-windenergierecht/programm">Konferenz Windenergierecht</a> in Berlin.</p> <p>„Wir müssen feststellen, dass die Bundesregierung mit einer restriktiven Mengensteuerung die bisher erfreuliche Dynamik der Energiewende verlangsamen will. Damit werden weder die Vereinbarungen der Klimakonferenz von Paris erfüllbar sein, noch wird dies die Akteure der Energiewirtschaft in Deutschland stärken. Indem das Ausschreibungssystem zusätzlich durch eine Sonderdegression und unterschiedliche Ausbauszenarien in bestimmten Netzgebieten belastet wird, entstehen weitere Risiken.</p> <p>Weil zudem kleinere Akteure durch fehlende Ausnahmeregelungen benachteiligt werden, droht die nach wie vor breite Akzeptanz für die Energiewende auf der Strecke zu bleiben. Das EEG 2016 ist sicher alles andere als ein großer Wurf dieser großen Koalition. Wir werben bereits heute dafür, nicht erst nach der Bundestagswahl im Herbst 2017 wieder zu einer progressiven Energiepolitik zurückzufinden“, so Axel Röpke.</p> </div> </div> </div> Akzeptanz Ausschreibung EEG Tue, 21 Jun 2016 08:51:36 +0000 5409 at https://www.wind-energie.de Marktoption für abgeregelte Strommengen einführen https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2016/marktoption-fuer-abgeregelte-strommengen-einfuehren <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„Angesichts der wachsenden Bedeutung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien ist es unumgänglich, Schnittstellen für die Vernetzung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität zu schaffen. Diese können zügig dazu beitragen, dass eine kostenneutrale Nutzung insbesondere sonst abgeregelter Strommengen möglich wird. Der Entwurf für das EEG 2016 greift hier zu kurz. Wir setzen darauf, dass sich in dem komprimierten parlamentarischen Verfahren noch Regelungen treffen lassen“, so Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Bund und Länder hatten sich darauf verständig im Rahmen des Schaufenster-Projekts "Sinteg" Experimentierklauseln zu schaffen, um die Sektorkopplung zu erproben. Das Förderprogramm aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie "Schaufenster intelligente Energie - Digitale Agenda für die Energiewende" (Sinteg) läuft in fünf Modellregionen. Die Umsetzung fehlt im bisherigen Gesetzentwurf für das EEG 2016. Der dort aufgenommene §27a erschwert eine volkswirtschaftlich sinnvolle Nutzung von abgeregeltem Strom sogar. Dabei wäre die Integration der Sektorenkopplung eine viel bessere Alternative als die unnötigen Kürzungen des Zubaus in so genannten Netzausbauregionen.</p> <p>Es kann nicht im Interesse der Politik sein, die Belieferung von Dritten zu begrenzen und so sinnvolle Konzepte zu blockieren. Richtigerweise sollte der Gesetzgeber deshalb zulassen, dass zu Zeiten, in denen die Anlagen durch <abbr title="Einspeisemanagement meint die vorübergehende Reduzierung der Einspeiseleistung von Windenergie- und anderen Erneuerbare Energien-Anlagen. Netzbetreibern wird dies unter gewissen Voraussetzungen im EEG bzw. EnWG ermöglicht."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term89" title="Einspeisemanagement meint die vorübergehende Reduzierung der Einspeiseleistung von Windenergie- und anderen Erneuerbare Energien-Anlagen. Netzbetreibern wird dies unter gewissen Voraussetzungen im EEG bzw. EnWG ermöglicht.">Einspeisemanagement</a></abbr> vom Netzbetreiber abgeregelt werden, die Strommengen genutzt werden können.&nbsp; Dass KWK in den angedachten Mechanismus für zuschaltbare Lasten einbezogen werden, ist gut und richtig. Dies bleibt hinter den Möglichkeiten zurück und nutzt bestehende Flexibilitäten nur unzureichend. „Es liegt im Interesse der Marktintegration Erneuerbarer Energien, die kostenneutrale Nutzung abgeregelter Strommengen auf Basis von Direktkontrakten zwischen Erzeugern und Industrie bzw. Power-to-X-Anlagen zuzulassen. Gut wäre es, eine solche Marktoption bundesweit nutzbar zu machen. Der Weg über die ‚Sinteg‘-Regionen ist allerdings ein erster wichtiger Schritt, der nun auch erfolgen muss“, so Hermann Albers.</p> <p><strong>Kontakt:</strong><br />Wolfram Axthelm, Pressesprecher<br />030 212341-251<br /><a href="mailto:w.axthelm@wind-energie.de">w.axthelm@wind-energie.de</a></p> </div> </div> </div> EEG - Gesetzgebung Strommarkt Windenergie Mon, 13 Jun 2016 08:11:52 +0000 5384 at https://www.wind-energie.de EEG 2016 - Dynamik nicht ausbremsen – Erneuerbaren Systemverantwortung übertragen https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2016/eeg-2016-dynamik-nicht-ausbremsen-erneuerbaren-systemverantwortung <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„Die Energiewende ist auf einem guten Weg. Deutschland hat die selbst gesteckten Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren schneller erreicht als gedacht. Wir sind in einer starken Vorreiterrolle, die sich auch industrie- und arbeitsmarktpolitisch auszahlt. Bei der Windenergie bestimmen Unternehmen, die in Deutschland produzieren, das Tempo der Entwicklung in stark wachsenden Märkten in allen Teilen der Welt.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Jetzt gilt es, im eigenen Land dafür zu sorgen, dass wir diese Spitzenposition sichern. Statt auf die Bremse zu treten und Schutzräume für die konventionelle Energiewirtschaft zu zimmern, sollte die Politik den Erneuerbaren mehr zutrauen. Wir sind bereit, deutlich mehr Systemverantwortung zu übernehmen und die Sektorkopplung voranzubringen“, so Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie, anlässlich des Beschlusses des Bundeskabinetts zur EEG Novelle 2016.</p> <p>„Jedes ausufernd reglementierende Eingreifen in den laufenden Prozess der Transformation unseres Energiesystems führt zu Kollateralschäden, die schwer zu überschauen und langfristig verheerend sein können. Heute bringt die Bundesregierung einen tiefgreifenden Systemwechsel beim Zubau Erneuerbarer Kapazitäten auf den Weg. Von einem preisgetriebenen EEG-System wird auf eine restriktive Mengensteuerung über Ausschreibungen umgestellt. Die drohenden zusätzlichen regulatorischen Eingriffe, wie eine Einmaldegression, unterschiedliche Ausbauszenarien in bestimmten Netzgebieten oder zusätzlichen Risiken für die Vergütung etwa bei negativen Strompreisen, werden diesen Systembruch weiter belasten.</p> <p>Das EEG gab allen Akteuren der Energiewirtschaft eine faire Basis für die Marktteilnahme. Ob <abbr title="Der Bürgerwindpark ist eine Form der Bürgerbeteiligung. Bürgerinnen und Bürger vor Ort nehmen Teil an der Finanzierung und Organisation eines Windparks und erhalten einen Anteil am Gewinn. Bürgerwindparks tragen außerdem zur regionalen Wertschöpfung bei."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term209" title="Der Bürgerwindpark ist eine Form der Bürgerbeteiligung. Bürgerinnen und Bürger vor Ort nehmen Teil an der Finanzierung und Organisation eines Windparks und erhalten einen Anteil am Gewinn. Bürgerwindparks tragen außerdem zur regionalen Wertschöpfung bei.">Bürgerwindpark</a></abbr>, Energiegenossenschaft, Stadtwerk oder EVU, jeder konnte mit gleichen Startbedingungen in den Markt eintreten. Das künftige Modell wird dagegen kleine Akteure systematisch benachteiligen, nicht zuletzt weil eine Ausnahmeregelung fehlt. Wir halten dies für eine hoch problematische Entscheidung, da hierdurch nicht nur die Zahl der Marktteilnehmer administrativ verkleinert wird, sondern dies auch die Akzeptanz der Energiewende untergräbt“, kritisierte Hermann Albers.</p> <p>„Statt Restriktion, Regulation und Begrenzung braucht es eine stabile Dynamik für den Ausbau und die Übertragung von Systemverantwortung an die Erneuerbaren. Es ist bedauerlich, dass eines der letzten großen Gesetzeswerke der Großen Koalition eher nach hinten blickt als zukunftsorientiert Weichen zu stellen und Chancen zu ergreifen. Der BWE stellt sich den schwierigen Herausforderungen. Wir werden den kurzen parlamentarischen Prozess begleiten und anschließend dazu beitragen, dass im Interesse der exportstarken und leistungsfähigen Windbranche in Deutschland der politische verursachte Flurschaden begrenzt bleibt“, machte Hermann Albers deutlich.</p> <p><a target="_blank" href="http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/G/gesetzentwurf-ausschreibungen-erneuerbare-energien-aenderungen-eeg-2016,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf">&gt;&gt; Link zum Gesetzentwurf der Bundesregierung</a></p> <p><a target="_self" href="https://www.wind-energie.de/intern/alle-mitglieder/ausschreibungen/aktuelles">&gt;&gt; Zusammenfassung des Kabinettsbeschlusses exklusiv für Mitglieder</a></p> <p>Kontakt: <br />Wolfram Axthelm, Pressesprecher<br />T&nbsp;+49 (0)30 / 212341-251<br />Mobil 0172 3991304<br /><a href="mailto:w.axthelm@wind-energie.de">w.axthelm@wind-energie.de</a></p> </div> </div> </div> EEG EEG - Gesetzgebung Energiepolitik Windenergie Wed, 08 Jun 2016 09:54:11 +0000 5373 at https://www.wind-energie.de Netzengpässe effizienter bewirtschaften und Netzausbau beschleunigen https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2016/netzengpaesse-effizienter-bewirtschaften-und-netzausbau-beschleunigen <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>&nbsp;Der Bundesverband WindEnergie sieht in der mit dem EEG 2016 vorgesehenen Schaffung pauschaler Netzengpassgebiete/Netzausbauregionen die Gefahr, &nbsp;dass ganze Regionen dauerhafte und massive wirtschaftliche Benachteiligungen erfahren. Zudem besteht die Sorge, dass der Netzausbau durch ein solches Instrument weiter verschleppt wird. Deshalb fordert der Verband dazu auf, Netzengpässe effizienter zu bewirtschaften und den Netzausbau zu beschleunigen.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„Es macht keinen Sinn ganze Bundesländer, Regionen die große Vorleistungen beim Netzausbau erbracht haben oder Gebiete in denen in der Vergangenheit keine nennenswerte Abregelung erforderlich war, als Engpass- bzw. neuerdings Ausbauregion zu definieren. Damit entzieht man diesen Regionen wichtige Wertschöpfungspotenziale. Zusätzlich birgt ein administrativ verlangsamter&nbsp;Ausbau der Erneuerbaren Energien die Gefahr in sich, dass der Netzausbau auf die lange Bank geschoben wird.</p> <p>Das jetzt vorgeschlagene Instrument lehnen wir ab. Mindestens ist eine flexibel handhabbare Regelung zu treffen. Diese muss postleitzahlenscharf erfolgen und in regelmäßigen&nbsp;kurzen Intervallen ggf. halbjährlich evaluiert werden. Nur so lässt sich der Druck für einen zügigen Netzausbau aufrechterhalten“, mahnte Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie. Er forderte gleichzeitig technologieoffen alle Energieträger einzubeziehen&nbsp;und nicht einen falschen Fokus auf die kostengünstigste Erzeugungsform, Windenergie an Land, zu setzen.</p> <p>„Im Übrigen liegen konstruktive Vorschläge auf dem Tisch, wie sich Probleme auch ohne restriktive Eingriffe in den notwendigen Zubau Erneuerbarer Energien mindern bzw. beheben lassen. Zunächst gilt es einmal alle Möglichkeiten auf Seiten der Netzbetreiber auszuschöpfen, die eine effiziente Engpassbewirtschaftung erreichen. Dann gilt es alle Potentiale zur Senkung der fossilen&nbsp;Must-Run-Kapazität im deutschen Netz zu nutzen. Die Netzbetreiber sprechen hier selbst von etwa 20 Gigawatt unflexibler Überkapazitäten und machen zudem deutlich, dass sich die bestehenden &nbsp;Netzkapazitäten besser nutzen lassen (<a href="https://owa.bwe-mail.de/owa/14.2.390.1/scripts/premium/redir.aspx?C=NSr0U3UhykmqnWyJRz0n2u4Iw4IplNMI_vMOnesgav-tHzsOHR04KY3H3PJ-rn6_EqD9rNtWBfM.&amp;URL=https%3a%2f%2fwww.netztransparenz.de" target="_blank">https://www.netztransparenz.de</a>). Und sind wir dafür, die Einbeziehung der erneuerbaren Energien in ein optimiertes Redispatchverfahren offen zu diskutieren. Gleichzeitig lassen sich kostensparend Flexibilitäten deutlich erhöhen, wenn die kostenneutrale Nutzung abgeregelter Strommengen auf Basis von Direktkontrakten zwischen EE-Erzeugern und Industrie bzw. Power-to-X-Anlagen (<a href="https://owa.bwe-mail.de/owa/14.2.390.1/scripts/premium/redir.aspx?C=NSr0U3UhykmqnWyJRz0n2u4Iw4IplNMI_vMOnesgav-tHzsOHR04KY3H3PJ-rn6_EqD9rNtWBfM.&amp;URL=https%3a%2f%2fwww.wind-energie.de%2fsites%2fdefault%2ffiles%2fdownload%2fpublication%2fikem-studie-umschalten-statt-abschalten%2f263-ikem-bwe-studie-umschalten-statt-abschalten.pdf" target="_blank">Umschalten statt Abschalten</a>) zugelassen wird.</p> <p>Wichtiger als überstürzte und wenig fundierte Eingriffe im Wege von Netzengpassgebieten/ Netzausbauregionen&nbsp; ist eine flexible bundesweite und vor allem transparente Systemlösung.&nbsp;Trotz der Kürze des Gesetzgebungsverfahren mahnen wir deshalb an dieser Stelle noch weitere Korrekturen an“, so Hermann Albers.</p> <p>Kontakt:<br />Wolfram Axthelm, Pressesprecher<br />Tel.: 030 212341251<br />w.axthelm@wind-energie.de&nbsp;</p> </div> </div> </div> Flexibilisierung Netzausbau Netze Tue, 07 Jun 2016 11:59:15 +0000 5367 at https://www.wind-energie.de Starker Einsatz der Bundesländer für Energiewende - Branche braucht zügig verlässlichen Rahmen https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2016/starker-einsatz-der-bundeslaender-fuer-energiewende-branche-braucht <div class="field field-type-text field-field-global-teaser"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>„Wir danken den Bundesländern für Ihren deutlichen Einsatz, die Energiewende dynamisch fortzusetzen und die Chancen für Arbeit, <abbr title="Die Wertschöpfung bei der Energiebereitstellung aus Erneuerbaren Energieträgern erfolgt zum großen Teil regional. So gehen zum Beispiel mindestens 70% der Gewerbesteuer an die Kommune in der ein Windpark betrieben wird. Gleichzeitig kann die Ansiedelung von Erneuerbaren Energieanlagen Arbeitsplätze in der Region schaffen."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term244" title="Die Wertschöpfung bei der Energiebereitstellung aus Erneuerbaren Energieträgern erfolgt zum großen Teil regional. So gehen zum Beispiel mindestens 70% der Gewerbesteuer an die Kommune in der ein Windpark betrieben wird. Gleichzeitig kann die Ansiedelung von Erneuerbaren Energieanlagen Arbeitsplätze in der Region schaffen.">Wertschöpfung</a></abbr> und Export zu ergreifen. Die gesamte Energiewirtschaft hat sich auf Energiewende eingestellt und will in <abbr title="Energieträger, die aus regenerativen Ressourcen wie Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie oder Wasser Strom und Wärme erzeugen."><a class="glossary-term" href="/glossary/4#term218" title="Energieträger, die aus regenerativen Ressourcen wie Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie oder Wasser Strom und Wärme erzeugen.">Erneuerbare Energien</a></abbr> investieren. Die Bürger sind für die Energiewende und den Ausstieg aus Atom und Kohle“, so Hermann Albers Präsident Bundesverband Windenergie zur gestrigen Sonderministerpräsidentenkonferenz.</p> </div> </div> </div> <div class="field field-type-text field-field-global-body"> <div class="field-items"> <div class="field-item odd"> <p>Er kritisierte zugleich die ständigen Angriffe gegen den Leistungsträger Wind an Land, die die international erfolgreiche Zukunftsindustrie mit 150.000 Beschäftigten stark irritieren.</p> <p>„Die jetzt als Orientierung vereinbarte Mindestausschreibungsmenge von brutto 2.800 MW ist bitter, gibt uns aber zumindest einen Planungshorizont. Das immer noch über eine zusätzliche Degression von 5 oder sogar 7,5 Prozent diskutiert wird, die in laufende Projekte einschneidet, ist unverständlich. Damit drohen insbesondere Bürgerenergieprojekte, Genossenschaften und kleine Akteure aus dem Markt gedrängt zu werden, die für die Akzeptanz der Energiewende vor Ort unerlässlich sind“, kritisierte Hermann Albers. „Angesichts der bereits im EEG 2014 verankerten Degressionsschritte von 1,2 Prozent pro Quartal und der unklaren Wirkungen des §24 EEG 2014 sind derartig unreflektierte zusätzliche Kürzungen nicht zu akzeptieren.</p> <p>Positiv ist, dass es den Ländern offenbar gelang, mit Aussagen zu Zuschaltbaren Lasten und Experimentierklauseln für die ‚Schaufenster intelligente Energie - Digitale Agenda für die Energiewende‘-Regionen (SINTEG) erste Schnittstellen für die Sektorkopplung zu schaffen. Die Debatte um zwei Netzausbaugebiete lässt sich noch nicht abschließend bewerten, da hier die Zuschnitte noch offen sind. Mit den angedachten Restriktionen droht allerdings quasi eine Quotierung der Ausschreibungsmenge, die wir als problematisch ansehen.</p> <p>Schwer nachvollziehbar ist, dass während sich alle Akteure der Energiewirtschaft dem politischen Ziel der Energiewende verpflichtet sehen, die Politik die Transformation des Energiesystems nun bremst. Das der Windbranche mit ihren 150.000 Beschäftigten noch weitere Wochen oder Monate permanenter Unklarheit über den künftigen&nbsp; Rahmen für die Energiewende drohen, schadet dem Standort Deutschland insgesamt“, so Hermann Albers mit Blick auf den weiteren Gesetzgebungsprozess, der offenbar erst nach der Sommerpause geführt werden soll. „Wir werden deshalb im sichtbaren Schulterschluss von Gewerkschaften, Landwirten, Erneuerbaren Branchen und Umweltorganisationen am 2. Juni 2016 mit einer Demonstration in Berlin unserer Forderungen nochmals unterstreichen.“</p> </div> </div> </div> EEG EEG - Gesetzgebung Energiepolitik Wed, 01 Jun 2016 10:35:42 +0000 5331 at https://www.wind-energie.de