Netzausbauregionen sind grundsätzlich falsches Instrument

Angesichts der neu entfachten Diskussion um die im EEG 2017 erstmals angesprochenen und noch über eine Verordnung zu spezifizierenden Netzausbauregionen hat der Bundesverband WindEnergie seine grundsätzliche Ablehnung dieses Instruments unterstrichen. Zudem betont der Verband, dass die im EEG 2017 definierten Ausbauziele den Erfordernissen des Weltklimavertrages nicht Rechnung tragen.

Durch die Vereinbarung auf das 1,5-Grad Ziel müssten die Ausbauziele in Deutschland deutlich angehoben werden, wie u.a. eine Studie im Auftrag des Bundesverbands Erneuerbare Energien nachgewiesen hat.

„So lange nicht konventionelle Überkapazitäten vom Markt genommen sind, ein Temperaturleiterseil-Monitoring im betroffenen Netzbereich eingerichtet ist, die Möglichkeiten der Netzverstärkung ausgeschöpft wurden und überdies die Regelenergiemärkte für Erneuerbare Energien geöffnet sind, macht die Definition von Netzausbauregionen ─ noch dazu auf Basis eines intransparenten Prozesses ─ keinen Sinn. Die einseitig gegen den Zubau der preiswerten Windenergie an Land gerichtete Definition derartiger Regionen behindert die effiziente Fortführung der Energiewende in Deutschland“, so Hermann Albers. Zudem sei jetzt der Zeitpunkt, die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme- und Mobilität deutlich voranzutreiben und so wertvollen Erneuerbaren Strom nutzbar zu machen.

Insgesamt ist klar, dass der enge Ausbaukorridor, den das EEG 2017 für Wind an Land festlegt, nicht ausreicht, um die Erneuerung des Maschinenparks zu gewährleisten, die nationalen Ausbauziele im Bereich von Strom, Mobilität und Wärme zu sichern und die Vereinbarungen aus dem Weltklimavertrag einzuhalten. Wenn nun auch noch in ganz Norddeutschland der Ausbau der preiswerten Windenergie an Land ausgebremst wird, blockiert dies die Energiewende zusätzlich. Der heute in einigen Medien bekannt gewordene Verordnungsentwurf macht deutlich, dass das Instrument der Netzausbauregionen konzeptionell überarbeitet werden muss“, forderte Hermann Albers.

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