Husum Wind 2019: Branche zeigt die Zukunft der Energiewende – Ausschreibungsergebnisse machen dringenden Handlungsbedarf deutlich

Auf der Eröffnung der Husum Wind 2019 betonte Hermann Albers, Präsident des Bundesverband WindEnergie, die Fortschritte der Branche und die gestiegene Bedeutung Erneuerbarer Energien für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Angesichts der erneut deutlichen Unterzeichnung im Ausschreibungsverfahren fordert er die Bundes- und Landespolitik auf, mehr Verantwortung für die Energiewende zu übernehmen.

Hinweis: Die Bundesagentur hat eine Korrektur der veröffentlichten Ausschreibungsergebnisse vorgenommen. Die aktualisierten Daten finden Sie untenstehend.

„Anhand der Sonderthemen der diesjährigen HUSUM Wind Power-to-X, Digitalisierung und neue Vermarktungsmodelle, zeigt die Branche, was sie leisten kann. Die Entwicklung der Branche in den 30 Jahren Husum Wind ist eine großartige Erfolgsgeschichte. Die derzeitige Lage bleibt aber prekär. Das unterlegt die heutige Veröffentlichung der Ausschreibungsergebnisse durch die Bundesnetzagentur. Nur ein Drittel der ausgeschriebenen Menge konnte abgerufen werden. Das ist ein weiteres, überdeutliches Warnsignal an die Bundespolitik. Peter Altmaier muss nun, wie auf dem Windgipfel angekündigt, ein Aktionsprogramm vorlegen, wie die Vergabe von Genehmigungen schnell wieder beschleunigt werden kann. Über die Aufnahme des 2%-Flächenziels in das Raumordnungsgesetz des Bundes, muss zudem die Regionalplanung in den Ländern angekurbelt werden“, erklärte Hermann Albers anlässlich der Eröffnung der Husum Wind 2019.

Die Husum Wind 2019 liegt terminlich äußerst spannend. In der vergangenen Woche hat sich Bundeswirtschaftsminister Altmaier auf dem Windgipfel gemeinsam mit Vertretern der Bundesländer einen stärkeren Ausbau der Windenergie ausgesprochen. Zudem wird das Klimakabinett am 20. September Vorschläge für die Zukunft der deutschen Energiesystems vorlegen.

„Der Minister steht nun in der Verantwortung zu liefern. Das hat eine breite Allianz aus Industrieverbänden, Unternehmen, des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), des Deutschen Städtetags, Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und vieler Umweltverbände in der vergangenen Woche deutlich unterstrichen. Es ist klar, dass Windenergie die wichtigste Chance ist, um das 65%-Ziel bis 2030 zu erreichen. Wenn man sich die Bedeutung der Windenergie für den Industriestandort Deutschland bewusstmacht, bleibt die Frage, auf wen die Bundesregierung mit ihrem zögerlichen Handeln wartet“, kommentiert Hermann Albers.  

 

Hintergrund:

Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse der Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land mit Gebotstermin 01. September bekanntgegeben. Demnach wurden nur 176 der 500 ausgeschriebenen Megawatt Zuschlagsvolumen abgerufen. Der durchschnittliche Zuschlagswert lag bei 6,2 Cent/kWh und entsprach damit genau dem Höchstwert. Regional betrachtet gingen die meisten Zuschläge nach Schleswig-Holstein (6 Zuschläge, Zuschlagsmenge: 30,2 MW), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (4 Zuschläge, Zuschlagsmenge: 64,2 MW).

Weitere Informationen auf der Seite der Bundesnetzagentur

Weitere Informationen zur Husum Wind 2019

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