Hohe Hürden für Windbranche in Baden-Württemberg

Mit dem EEG 2016 errichtet die Bundesregierung der Windenergie in Baden-Württemberg eine hohe Hürde. Zwar konnten die Länder ─ nicht zuletzt auch dank des beharrlich auftretenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann – wichtige Korrekturen erreichen. Trotzdem steht, u.a. durch die niedrige Gesamtausschreibungsmenge und ein nicht sachgerechtes System von Korrekturfaktoren im künftig einstufigen Referenzertragsmodell, der Ausbau im Binnenland vor deutlichen Problemen, erläuterte Henning Dettmer, Geschäftsführer BWE, auf dem heutigen Windbranchentag Baden-Württemberg.

„Mit dem bewährten und erprobten System des EEG wären alle politischen Forderungen – Kosteneffizienz, Erreichung der Ausbauziele und Akteursvielfalt – umsetzbar gewesen. Die Politik wollte einen anderen Weg gehen. Von einem preisgetriebenen EEG-System wird jetzt auf eine restriktive Mengensteuerung über Ausschreibungen umgestellt. Wir sehen dies weiter absolut kritisch“, so Henning Dettmer. Trotzdem hat der BWE sich aktiv in die Diskussion eingebracht und durch eine Reihe von wissenschaftlichen Gutachten begleitet.

„Baden-Württemberg hat in den letzten Jahren hart dafür gearbeitet, bei der Umsetzung der Energiewende ins Mittelfeld der Bundesländer vorzudringen. Planungen bei Wind brauchen ihre Zeit und sind gerade in Mittelgebirgslagen nicht nur topografisch, sondern auch natur- und artenschutzfachlich anspruchsvoll. Die Branche im Land nimmt Fahrt auf, dies dokumentieren die positiven Zubauzahlen. Wir appellieren an die neue grün-schwarze Landesregierung hier weiter Kurs zu halten. In dieser Kiwi-Koalition sollte vor allem der schwarze Kern mithelfen, dass die Energiewende für das Land ein Erfolg wird“, appellierte Henning Dettmer.

„Die Bundesregierung wird administrativ über Netzengpassregionen den Norden ausbremsen und droht parallel den Süden mit vielen jeweils für sich überschaubaren, aber in der Gesamtwirkung verheerenden Regelungen (Einmaldegression, Zusatzdegression, Nichtvergütung bei negativen Börsenpreisen, falsche Korrekturfaktoren) aus der Bahn zu werfen. Die Branche setzt in den verbleibenden 14 Tagen des parlamentarischen Prozesses alles daran, erforderliche Korrekturen noch zu erreichen“, kündigte Henning Dettmer an.

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