Frist droht abzulaufen - Branche wartet auf Vorlage eines Maßnahmenplans zur Windenergie

„Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat beim Windgipfel am 5. September 2019 vor Vertretern der Bundesländer, der Wirtschaft und der Verbände angekündigt, innerhalb von zwei bis drei Wochen einen Maßnahmenplan zur Windenergie an Land vorzulegen. Diese Frist droht abzulaufen. Noch haben die Teilnehmer des Treffens nichts zu den weiteren Schritten erfahren. Wir setzen darauf, dass bis spätestens 26. September 2019 ein belastbarer Vorschlag auf dem Tisch liegt,", erklärte Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie.

Der klar festgelegte Ausstieg aus der Atomenergie und der beschlossene und durch das Strukturstärkungsgesetz gesetzlich anerkannte Ausstieg aus der Kohleverstromung müssen im Sinne einer konsistenten Energiepolitik durch einen deutlich dynamisieren Zubau der Erneuerbaren Energien begleitet werden. Der Windenergie an Land kommt dabei eine besondere Rolle zu. Darüber war man sich beim Windgipfel am 05. September 2019 einig gewesen. Das Klimakabinett sollte daher einen langfristigen Ausbaupfad zur Erreichung des 65% Ziels bis 2030 festlegen.

Im wirksamen Zusammenspiel aus Wirtschaft, Forschung, Hochschulen und Politik hat Deutschland die Windenergie zu einer wettbewerbsfähigen Industrie ausgebaut. Der massiv ausgebremste Heimatmarkt bedroht nun diese solide verankerte Wertschöpfungstiefe und Zulieferkette.

„Die Dichte und Qualität unserer Ingenieursbetriebe ist das Kennzeichen des deutschen Marktes und bildet das Fundament für den Erfolg im Weltmarkt. Mühsam versuchen andere Länder über Local Content-Bestimmungen eine ähnliche Wertschöpfungskette aufzubauen. Es wäre fahrlässig, diese in Deutschland nun abzubauen. Deshalb muss die desolate Situation im deutschen Markt schnell beendet werden. Der im vergangenen Jahr begonnene und in diesem Jahr manifestierte Rückgang der Installationen muss nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes, sondern auch für die Versorgungssicherheit überwunden werden, denn Windenergie ist heute mit 23 Prozent der erzeugten Strommenge der wichtigste Energieträger Deutschlands", machte Hermann Albers deutlich. 

"Über Ursachen der Stagnation, die bereits mindestens 35.000 Arbeitsplätze gekostet hat, haben wir auf dem Windgipfel beraten. Die Vorschläge der Branche für schnell umsetzbare Lösungen liegen seit Sommer im Bundeswirtschaftsministerium. Wir brauchen, wie seitens des Ministers versprochen, innerhalb der nächsten Woche einen Maßnahmenplan zur Windenergie", so Hermann Albers.

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