Erstmals wieder mehr als 1.000 MW Zuschläge für Wind an Land

Erstmals wieder mehr als 1.000 MW Zuschläge für Wind an Land

Die Bundesnetzagentur hat heute – sechs Wochen nach dem Gebotstermin – die Zuschläge der Ausschreibung 1.5.2021 Wind an Land veröffentlicht. Es wurden 127 Gebote bezuschlagt. Damit können nun 240 Windenergieanlagen mit 1.110 MW errichtet werden. Das reduzierte ausgeschriebene Volumen von 1243 wurde damit knapp nicht erreicht.

„Erstmals seit 2017 wurden wieder mehr als 1.000 MW bezuschlagt. Das ist ein wichtiges Signal. Die nur sehr knappe Unterzeichnung zeigt, wie stark sich die Branche um neue Projekte kümmert. Es braucht aber eine stärkere Flankierung aus den Ländern und endlich auch durch den Bund, um die Ausschreibungsvolumen sicher zu füllen. Dabei geht der Blick nicht nur auf die nächste Ausschreibung am 1.9., sondern bereits in das kommende Jahr. Dann werden zusätzliche Mengen ausgeschrieben, die dringend befüllt werden müssen, um die Klima- und Energiewendeziele zu erreichen", so Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie zu den Zahlen. Der Verband hatte die späte Bekanntgabe der Zuschläge kritisiert und fordert die Bundesregierung dazu auf, die Bundesnetzagentur personell so auszustatten, dass die wieder zunehmenden Volumen schnell bearbeitet werden können.

Der Bundesverband WindEnergie machte darauf aufmerksam, dass von den 240 bezuschlagten Windenergieanlagen 43 Anlagen schon im Februar 2018 bezuschlagt waren. Hier gelang die Umsetzung jedoch nicht und die Zuschläge verfielen am 1. März 2021, so dass die Anlagen im Mai wieder bieten durften. „Dies macht gleichzeitig deutlich, dass rund 150 MW neue Genehmigungen noch nicht an der Ausschreibung teilgenommen hatten. Diese gilt es nun zum 1. September anzubieten. 

Problematisch ist weiter die Situation im verbrauchsstarken Südwesten. Nur fünf Zuschläge in Bayern und Baden-Württemberg sind ein schrilles Warnsignal an die dortigen Landesregierungen. Wenn nicht zügig Flächen bereitgestellt und Genehmigungen erreicht werden, droht ein bitteres Erwachen in der Ökostromlücke", so Hermann Albers.

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