BWE ruft zur Teilnahme an Ideenwettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums auf - Energiewende in Industrie, Wärme und Verkehr vorantreiben

Die Bundesregierung startet mit dem 7. Energieforschungsprogramm die „Reallabore für die Energiewende“. Aufgerufen wird zur Abgabe von Projektvorschlägen in den Bereichen Sektorenkopplung und Wasserstofftechnologien, Großskalige Energiespeicher im Stromsektor und Energieoptimierte Quartiere. Die Bundesregierung stellt in den Jahren 2019 bis 2022 Fördergelder in Höhe von jeweils 100 Millionen Euro zur Verfügung. Erklärtes Ziel des Wettbewerbs ist es, den Technologietransfer aus den deutschen Hochschulen und Universitäten in die wirtschaftliche Praxis anzuregen.

„Die Sektorenkopplung nimmt merklich an Fahrt auf: Erste Demonstrationsprojekte für marktfähige Power-to-Gas Applikationen werden geplant und umgesetzt, Investitionen werden verstärkt in diese Richtung gelenkt. Dass der Bundeswirtschaftsminister weitere Reallabore der Energiewende fördern möchte, macht deutlich, dass die Erneuerbaren nicht nur im Stromsektor auf dem Vormarsch sind, sondern auch in den anderen Sektoren als zukünftige Schlüsseltechnologie verstanden werden“, kommentiert Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie, die Aufforderung des BMWi zur Einreichung von Projektskizzen für das Förderprogramm.

Der Bundesverband WindEnergie ruft seine Mitglieder dazu auf, sich mit Projekten zur effektiveren Nutzung und Speicherung von Windenergie am Ideenwettbewerb „Reallabore für die Energiewende“ zu beteiligen.

„Die Power-to-X-Technologie bietet große Potenziale. Sie ermöglicht eine systemische Weiterentwicklung der Energietransformation und Energiespeicherung in industriellem Maßstab. Sie wird dazu beitragen, die Stromnetzinfrastruktur zu entlasten und die Abschaltzeiten von Windkraftanlagen zu verringern. Es ist wichtig, dass die Politik neben dem richtig ausgerichteten Förderprogramm jetzt auch die regulatorischen Hürden der Power-to-X-Technologie, etwa im Bereich der Umlagen und Abgaben, kritisch in den Blick nimmt. Die im kommenden Freitag auf der Tagesordnung im Bundesrat stehende Initiative der von CDU, FDP und Bündnis 90/DIE GRÜNEN getragenen Landesregierung von Schleswig-Holstein ist dafür ein ernsthafter Anstoß. Der aktuelle Regulierungsrahmen muss überarbeitet werden“, so Hermann Albers weiter.

 

Hintergrund:

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD vom 07.02.2018 sah unter anderem vor, die Forschung und Entwicklung CO2-armer Industrieprozesse voranzubringen und Reallabore für die Nutzung von Power-to-Gas und Power-to-Liquid-Technologien aufzubauen. Der Ideenwettbewerb ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Im Fokus der ersten Ausschreibung stehen die Bereiche Sektorenkopplung, Wasserstoff, Stromspeicher und Quartierskonzepte. Projektvorschläge können bis zum 5. April eingereicht werden.

Weitere Informationen zur Teilnahme auf den Seiten des Bundeswirtschaftsministeriums

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