Pressemitteilung: Bürgerwind: Privates Kapital vor Ort sichern

Bürgerwind: Privates Kapital vor Ort sichern

Bürgerwind: Privates Kapital vor Ort sichern

Im Rahmen des parlamentarischen Verfahrens zum EEG 2027 fordern der Bundesverband WindEnergie (BWE), der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) sowie das Bündnis Bürgerenergie (BBEn) verlässliche Rahmenbedingungen für Bürgerwindprojekte. Die derzeitige Regelung gefährdet sowohl Projekte als auch privates Kapital.

Bürgerwind ist ein Erfolgsmodell für die Energiewende vor Ort, doch die derzeitige Regelung im EEG gefährdet dieses Modell. Der BWE, der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) und das Bündnis Bürgerenergie (BBEn) fordern deshalb, die im Koalitionsvertrag zugesagte Stärkung der Bürgerenergie im parlamentarischen Verfahren zum EEG 2027 umzusetzen. Dafür braucht es jetzt vor allem verlässliche und finanzierbare Rahmenbedingungen.

Die bestehenden Regelungen für Bürgerenergiegesellschaften sind jedoch nicht praxistauglich. Die engen Vorgaben für die Eigentümerstruktur erschweren es Banken, ein Projekt im Insolvenzfall an neue Eigentümer zu verkaufen. Das kann bereits im Vorfeld die Finanzierung verhindern. „Hier muss der Gesetzgeber nachbessern“, fordert Bärbel Heidebroek, Präsidentin des BWE. „Die Vielfalt der Akteure ist ein Erfolgsrezept der Energiewende. Damit das so bleibt, müssen auch kleine Projekte und Initiativen, die nur ein einziges Projekt umsetzen wollen, verlässlich Bankkredite erhalten können.” Ansonsten drohe ausgerechnet ein Instrument, das Akzeptanz, regionale Wertschöpfung und privates Engagement stärken soll, zum Hemmschuh für den Ausbau zu werden.

„Ein eigenes Ausschreibungssegment würde zentrale Schwächen der bisherigen Bürgerenergie-Regelung beseitigen. Wenn Bürgerenergiegemeinschaften erfolgreiche Projekte nicht mehr künstlich klein halten oder jahrelang auf Folgeprojekte warten müssen, können sie ihre eigentliche Stärke ausspielen: Menschen beteiligen, regionale Wertschöpfung schaffen und die Energiewende vor Ort gemeinsam gestalten“, sagt Harald Uphoff, Vorstand des Bündnisses Bürgerenergie.

Die Autoren des Schreibens schlagen deshalb eine praxistaugliche Lösung vor. Bürgerwind soll künftig in einem eigenen Ausschreibungssegment unter fairen Wettbewerbsbedingungen antreten können. Für bereits gemeldete Projekte wird eine Übergangslösung benötigt. „Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag versprochen, die Bürgerenergie zu stärken. Jetzt muss sie im EEG 2027 dafür sorgen, dass aus diesem Versprechen auch finanzierbare Projekte werden“, fasst Jan Holthaus, Vorstand des DGRV, den gemeinsamen Appell zusammen.

Weitere Informationen:

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Ihr Ansprechpartner für Pressefragen

Maximilian Braunwarth - Pressereferent


Maximilian Braunwarth

Tel.: +49 30 212341 253
E-Mail: presse@wind-energie.de

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