Bedarf an CO2-freiem Strom steigt – Wir müssen Bestandsanlagen sichern und Repowering vorantreiben

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte heute zu einem Runden Tisch eingeladen, um Möglichkeiten des Weiterbetriebs für Windenergieanlagen zu erörtern, die ab dem kommenden Jahr aus der EEG-Förderung ausscheiden. Bundeswirtschaftsministerium, mehrere Landesministerien und die Vertreter der Branche diskutieren, wie ein Weiterbetrieb wirtschaftlich zu sichern und Repowering stark werden kann. Dazu erklärt Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie:

„Wir begrüßen die Initiative des Wirtschaftsministeriums ausdrücklich. Die Zeit drängt. Angesichts steigender Nachfrage nach Erneuerbaren Strom, einer mangelnden Flächenbereitstellung und schleppender Genehmigungslage, stockendem Zubau und dem Ausscheiden von bis zu 16 Gigawatt (GW) Leistung, die bis 2025 aus der EEG-Förderung fallen, droht ein Netto-Abbau an Leistung. Dies gilt es zu verhindern. Deshalb brauchen wir jetzt Lösungen, um das Repowering deutlich nach vorn zu stellen und Bestandsanlagen überbrückend im System zu halten.“

Der Bundesverband WindEnergie unterstreicht nach dem heutigen Runden Tisch:

  • Eine auf 24 bis 36 Monate zeitlich begrenzte Unterstützung für den wirtschaftlichen Weiterbetrieb ist erforderlich, um die COVID-19 Verwerfungen auszugleichen. Der Weiterbetrieb sichert zunächst die installierte Kapazität und verschafft die notwendige Zeit, um für neue Genehmigungen zu sorgen.
  • Für die Strommengen aus dem Bestand sind die Direktvermarkter die Brücke in den Markt. So lässt sich die Grüne Eigenschaft der Strommengen aus Bestandsanlagen weitergeben.
  • Wirtschaftlicher Weiterbetrieb braucht einen sehr schnellen Link zu Sektorenkopplung und Flexibilisierung, auf die alle Marktteilnehmer warten.
  • Entscheidend ist das Repowering. Dafür braucht es einfache und schnelle Genehmigungen, die auf vorhandenem aufbauen: Kommunale B- und F-Pläne sollten berücksichtigt werden, die Standardisierung im Artenschutz ist überfällig, Gutachten sind zu vereinfachen und die Verfahren insgesamt ggf. auch über das Instrument von Änderungsgenehmigungen zu beschleunigen.

„Heute wurde klar, dass die aktuellen Regelungen im Gesetzentwurf nicht ausreichen. Die Durchleitung des Jahresmarktwertes für nur ein Jahr ist unzureichend. Eine Vergütung kann zeitlich auf 24 bis 36 Monate beschränkt werden, wenn Bestandsflächen gesichert bleiben, auf denen zügig repowert wird. Je eher eine nationale Repoweringstrategie greift, desto besser ist dies für die herstellende Industrie und die abnehmenden Großverbraucher. Wir brauchen zügig mehr Erneuerbare Energien. Die Bestandsflächen stellen dafür einen essentiellen Schlüssel dar“, betont Hermann Albers.

 

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