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Ausschreibungsrunde unterzeichnet: Nachwehen des Vorjahres

Ausschreibungsrunde unterzeichnet: Nachwehen des Vorjahres

Die Bundesnetzagentur hat heute die Ergebnisse der Ausschreibungsrunde zum Gebotstermin am 1. Februar bekannt gegeben. Die Ausschreibung war deutlich unterzeichnet; das Ausschreibungsvolumen wurde zu weniger als der Hälfte befüllt. Der Bundesverband WindEnergie BWE sieht die Gründe dafür primär in Lieferschwierigkeiten einzelner Komponenten sowie Unsicherheiten des vergangenen Jahres.

BWE-Präsident Hermann Albers: „In dieser Ausschreibungsrunde waren solche Projekte zugelassen, die bis zum 4. Januar dieses Jahres eine Genehmigung erhalten hatten. In diesem Sinne ist die Unterzeichnung ein Symptom der Verunsicherung des Vorjahres. Zentrale Komponenten für den Betrieb von neuen Anlagen, zum Beispiel Umspannwerke, Transformatoren und Verkabelung haben aktuell Lieferzeiten von mehr als 36 Monaten. Damit lägen die Projekte über der Frist, ab der eine Pönalenzahlung fällig wird. Projektierer befinden sich also in einer wirtschaftlich schwierigen Situation.“

In der Windenergiebranche herrschte im vergangenen Jahr starke Unsicherheit. Neben Schwierigkeiten bei Lieferketten trugen auch andere Faktoren zu diesem Gefühl der Verunsicherung bei. Gestiegene Kosten für Rohstoffe und Produktion, gestiegene Zinsen für die Finanzierung, Engpässe bei Fachkräften sowie die Inflation tragen einen entscheidenden Anteil an der Unterzeichnung. Zudem hat die Diskussion über die genaue Ausgestaltung der Abschöpfung im Rahmen des Strompreisbremsengesetzes spürbar dazu geführt, dass Unternehmen sich mit Investitionsentscheidungen zurückgehalten haben.

„Für die Ausschreibungsrunde zum 1. Februar stand ein Volumen von 3.210 MW zur Verfügung. Demgegenüber stand jedoch nur ein Genehmigungsvolumen von rund 2.700 MW. Damit wäre es rein rechnerisch gar nicht möglich gewesen, das ausgeschriebene Volumen zu füllen. Die Länder haben es im vergangenen Jahr versäumt, Projekte in einem ausreichenden Umfang neu zu genehmigen. Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass diese Ausschreibungsrunde geprägt war von den Nachwehen des Vorjahres.

Es wird nun von kritischer Wichtigkeit sein, dass die nächste Ausschreibungsrunde zum 1. Mai gefüllt wird. Hierfür braucht es noch dringend weitere Genehmigungen. Die Bundesländer müssen nun die Beschleunigungsmöglichkeiten der EU-Notfallverordnung nutzen und alle Anstrengungen unternehmen, um das notwendige Volumen zu mobilisieren“, so Albers.

Zu den Ergebnissen der Ausschreibungsrunde

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Frank Grüneisen

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