Ausschreibungen Oktober 2020: Das Netzausbaugebiet ist ausgeschöpft

Ausschreibungen Oktober 2020: Das Netzausbaugebiet ist ausgeschöpft

Zu den Ergebnissen der Ausschreibungen der Bundesnetzagentur zum Gebotstermin 1. Oktober 2020 erklärt Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie:

„Die aktuelle Veröffentlichung der Ergebnisse der Ausschreibung Wind an Land am 1. Oktober 2020 zeigt Handlungsbedarf auf. Erneut wurde das Ausschreibungsvolumen nicht ausgeschöpft. Die Ausschreibung wäre selbst dann unterzeichnet worden, wenn alle im Netzausbaugebiet angebotenen Mengen bezuschlagt worden wären.“

Bei einer ausgeschriebenen Gesamtmenge von 825.527 kW wurden am 1. Oktober 2020 89 Gebote mit einem Volumen von insgesamt 768.950 kW eingereicht. Mit 349.200 kW entfiel ein Großteil der bezuschlagten Leistung auf das Netzausbaugebiet. Die für das Gebiet ausgeschriebene maximale Zuschlagsmenge von 268.300 kW wurde dabei deutlich überschritten, so dass nicht alle zulässigen Gebote berücksichtigt werden konnten.

„Die Ausschreibungsergebnisse zeigen: Das Netzausbaugebiet behindert den Zubau zusätzlich. Insoweit ist es wichtig, dass dieses mit dem EEG 2021 abgeschafft wird. Dies ist gerechtfertigt. Denn die regionale Struktur des Gebietes war immer falsch. Zudem ist der Norden beim Netzausbau deutlich vorangekommen“, so Albers.

„Die im Norden beiseitegeschobenen Geboten fehlen im Zubau für ganz Deutschland. Jegliche Begrenzung des Ausbaus für die Windenergie widerspricht den Zielen der Bundesregierung. Die Aufgabe ist klar: Der Nachholbedarf im von industriellen Verbraucher gekennzeichneten Süden muss geschlossen werden. Der Zubau insgesamt braucht eine neue Dynamik. Der Abbau von Genehmigungshemmnissen steht daher weiter ganz oben auf der Agenda. Eine mutige Repoweringstrategie mit einem Erhalt der Bestandsflächen und verkürzten Genehmigungsverfahren muss hier zusätzliche Impulse setzen“, machte Hermann Albers deutlich.

Die Pressemitteilung der BNetzA zu den Ausschreibungsergebnissen finden Sie hier.

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