Brandenburger „Volksbegehren Windkraft“ gescheitert

Am gestrigen Mittwoch lief die Halbjahresfrist zur Beteiligung am „Volksbegehren Windkraft“ aus. Die Initiatoren wollten mit ihrer Abstimmung erreichen, dass die Voraussetzungen und Regeln für die Errichtung von Windenergieanlagen in Brandenburg geändert werden. Ziel war ein höherer Mindestabstand von Windenergieanlagen zu Wohngebäuden (zehnfache Anlagenhöhe) sowie ein Verbot des Aufbaus von Anlagen in Wäldern.

Ein Zusammenschluss von Bürgerinitiativen, das Bündnis „Rettet Brandenburg“ zeigte sich enttäuscht von den rund 45.000 gesammelten Unterschriften. Mindestens 80.000 hätten es sein müssen, damit der Landtag sich mit den Forderungen hätte befassen müssen.

Zum Volksbegehren und zu den Folgen von restriktiveren Planungsvorgaben äußerte sich der BWE-Vizepräsident und Landesvorstand in Brandenburg Jan Hinrich Glahr in einem Interview auf rbb. Wenn sich diese Forderungen durchsetzen würden, wäre dies das Ende für den Beitrag Brandenburgs zur Energiewende so Glahr. Landesregierung und Windbranche hatten sich erst vor kurzem auf einen Mindestabstand von 1.000 Metern zur Wohnbebauung und einen rechtzeitigen Dialog mit den Bürgern verständigt.