Armenische Delegation informiert sich über Windenergie in Deutschland

26.03.2019

Am Freitag, den 22.03.2019, durfte der Bundesverband WindEnergie (BWE) eine Delegation aus Armenien in der Bundesgeschäftsstelle willkommen heißen. Die energiepolitische Delegation, der unter anderem der Energieminister des Landes Garegin Baghramyan angehörte, weilte insgesamt drei Tage in Deutschland, um auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung, mit verschiedenen deutschen Akteuren, Behörden und Organisationen über den Stand der deutschen Energiewende ins Gespräch zu kommen. In einer kurzen Präsentation leiteten die BWE-Mitarbeiter Marta Kaiser und Christoph Zipf zur Windenergie in Deutschland ein. Schnell entwickelte sich ein interaktives Gespräch. Die Mitglieder der armenischen Delegation interessierten sich vor allem für Fragen der Energiesicherheit, der Arbeitsplätze in Erneuerbaren Energien sowie des Natur- und Anwohnerschutzes. Neben dem BWE besuchten sie unter anderem auch das Bundeswirtschaftsministerium, Innogy und die Next Kraftwerke GmbH.

Hintergrund: Das kleine Binnenland Armenien liegt geographisch umkreist von der Türkei im Westen, Aserbaidschan im Osten und Georgien im Norden. Zudem hat es eine gemeinsame Grenze mit dem Iran. Seine knapp 3.000.000 Einwohner werden derzeit zu rund 39 Prozent aus dem Kernkraftwerk Mezamor mit Strom versorgt. Daneben existieren heimische Wasserkraftwerke und wenige Erdgasanlagen. Auch erste Windräder wurden bereits errichtet. Die wichtigsten Wirtschaftszweige Armeniens sind Maschinenbau, chemische Industrie, Metall-, Nahrungsmittel- und Aluminiumindustrie, also energieintensive Industrien. In den Schlüsselindustrien Energie und Telekommunikation sind insbesondere russische Firmen präsent. Der Import von Erdgas und Öl erfolgt hauptsächlich aus Russland, aber auch aus dem Iran.

 

Armenische Delegation besucht BWE

Armenische Delegation besucht BWE

Armenische Delegation besucht BWE

Armenische Delegation besucht BWE