Öko-Institut und Greenpeace veröffentlichen Studie zur Strompreisentwicklung

03. Juli 2013

Öko-Institut und Greenpeace veröffentlichen Studie zur Strompreisentwicklung

Die Strompreise für Privathaushalte könnten eigentlich sinken, wenn die großen Energieversorger die niedrigen Erzeugungskosten an alle Verbraucher weitergeben würden. An einem Anstieg der Strompreise wird im kommenden Jahr jedoch wohl kein Weg vorbeigehen. Das Öko-Institut aus Freiburg kommt in seiner Expertise im Auftrag von Greenpeace zu dem Ergebnis, dass der Preis voraussichtlich um rund 10 Prozent ansteigen wird.

Die am 1.7.2013 veröffentlichte Studie kommt zu der Einschätzung, dass unter den gegebenen Bedingungen die EEG-Umlage in 2014  von derzeit 5,3 auf 6,1 Cent pro Kilowattstunde steigen wird. Hauptgrund dafür ist der sinkende Strompreis an der Börse. Dadurch erhöht sich die Differenz zum garantierten Abnahmepreis, den die Erzeuger erneuerbarer Energieanlagen in Form der EEG-Umlage erhalten.

Auch die Kosten für den Netzausbau tragen zum steigenden Preis für die Stromkunden bei. Greenpeace fordert daher von der Politik mit geeigneten Maßnahmen gegenzusteuern. Die großzügigen Umlagebefreiungen  für rund 1700 energieintensive Unternehmen gehören auf den Prüfstand. Zudem soll die Stromerzeugung fairer besteuert werden. Erneuerbare verursachen wesentlich geringere Folgekosten für Umweltschäden und sollten daher geringer oder gar nicht besteuert werden. Beide Maßnahmen würden die Ökostrom-Umlage um 2,4 Cent senken.

Es gibt schnell umsetzbare politische Instrumente, die Haushalte und kleine und mittlere Unternehmen entlasten könnten. Nach Ansicht von Greenpeace ist es jedoch die Politik, die die Verbraucher zahlen lässt.

Link zur Studie auf der Website von  Greenpeace: EEG-Umlage und die Kosten der Stromversorgung für 2014

Tags zum Artikel: Erneuerbare Energien, Vergütung, Wirtschaft



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2013/oeko-institut-und-greenpeace-veroeffentlichen-studie-zur