Ausufernde Industrieprivilegien in den Griff bekommen

07. Oktober 2013

Ausufernde Industrieprivilegien in den Griff bekommen

Der Bundesverband WindEnergie hat sich Forderungen nach einer Überprüfung der so genannten Industrieprivilegien bei der EEG-Umlage angeschlossen. Sowohl auf Europaebene als auch von Verbraucherschutzorganisationen ist aktuell an den entsprechenden Befreiungen Kritik geübt worden. Laut Angaben des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) werden Verbraucher auch 2014 mit ihrer Stromrechnung die Industriebefreiung schultern müssen - ganze 37 % mehr als 2013.

Zudem sei in den nächsten Wochen mit einem Urteil der EU-Wettbewerbskommission zum Beihilfeverfahren gegen die EEG-Ausnahmen für energieintensive Unternehmen zu rechnen.

„Die Befreiungstatbestände des EEG müssen auf den Prüfstand. Es kann nicht sein, dass sich immer mehr Unternehmen, aus der solidarischen Ausgestaltung der Energiewende in Deutschland ausklinken. Wir brauchen eine klare Eingrenzung von Ausnahmen von der EEG-Umlage, um die Akzeptanz der Energiewende bei allen Beteiligten zu erhalten“, machte die Präsidentin des Bundesverbandes WindEnergie, Sylvia Pilarsky-Grosch deutlich.

Während im vergangenen Jahr bereits 2055 Unternehmen eine Befreiung von der EEG-Umlage beantragt hatten, stieg die Zahl 2013 noch einmal deutlich auf 2.400. Die Befreiungsmöglichkeit war ursprünglich nur für Unternehmen vorgesehen, die im internationalen Wettbewerb stehen.

"Der Bundesgesetzgeber muss die Balance zwischen Großverbrauchern sowie kleineren und mittleren Unternehmen und den Privathaushalten wieder herstellen. Auch wenn die EEG-Umlage nur einen geringen Teil des Strompreises ausmacht, so steht doch fest: Wir brauchen eine solidarische Finanzierung der Energiewende“, so Sylvia Pilarsky-Grosch.

Tags zum Artikel: Akzeptanz, Energiewende, Europa, Internationales, Unternehmen, Windenergie, Windkraft



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2013/ausufernde-industrieprivilegien-den-griff-bekommen