Weltwassertag: Windenergie verringert Verbrauch

22. März 2011

Weltwassertag: Windenergie verringert Verbrauch

Brüssel. Wie der Global Wind Energy Council (GWEC) heute zum UN-Weltwassertag bekannt gab, verbraucht Windenergie von allen Technologien der Stromerzeugung am wenigsten Wasser.  Die Windindustrie ruft die Politik auf, diesen Fakt in ihre Entscheidungen zur zukünftigen Energiegewinnung mit einzubeziehen.

“Wie heute von der UN hervorgehoben, ist Wasserknappheit in vielen Teilen der Welt eine der dringendsten Aufgaben, die es zu lösen gilt“, sagt Steve Sawyer, Generalsekretär der GWEC. „Windenergie kann einen erheblichen Beitrag leisten, die Ressource Wasser zu schützen. Im Gegensatz zu anderen Energiequellen, die eine große Menge Wasser verbrauchen, wird für die Erzeugung von Windenergie keines benötigt!

Rund 40 Prozent der Weltbevölkerung haben kaum Zugang zu Wasser. Durch das Bevölkerungswachstum sowie der fortschreitenden Industrialisierung wird Wasser immer mehr zu einem wertvollen Gut. In Anbetracht des hohen Wasserverbrauchs der konventionellen Energieerzeugung wird eine steigende Stromnachfrage zu einer gravierenden Situation führen. Geht man von dem jetzigen Stand aus, so ist anzunehmen, dass im Jahre 2030 etwa 40 Prozent mehr Wasser benötigt wird, als vorhanden.

Die Ergebnisse einer Studie, die vom dänischen Windanlagenhersteller Vestas Wind Systems A/S in Auftrag gegeben wurde, zeigen, dass die Erzeugung von Windenergie dazu beiträgt, Wasserknappheit zu mindern.  Während Wasser zur Kühlung und Kondensation von fossilen Brennstoffen und Kernkraftwerken, die 78 Prozent der weltweiten Stromerzeugung ausmachen, benötigt wird, kommt die Windenergie komplett ohne aus. Windenergie kann somit mehr als 2000 Liter pro Megawatt an Wasser sparen. Das US Ministerium für Energie schätzt, dass rund 20 Prozent Windenergie , die für das Jahr 2030 angestrebt werden, 4 Billionen Gallons (15 Billionen Liter) Wasser  sparen würden. Dies entspricht etwa einem jährlichen Wasserverbrauch von mehr als neun Millionen US-Bürgern.

Die Studie besagt darüber hinaus, dass die Gegenden der Welt, in denen bereits Wasserknappheit herrscht oder in Zukunft herrschen wird, optimale Voraussetzungen für die Nutzung von Windenergie bieten. Die Nutzung der Ressource Wind hätte nicht nur einen positiven Effekt hinsichtlich Wirtschaft und Klimawandel sondern würde auch ohne Wasserverbrauch auskommen.

“Der industrielle Energiesektor ist weltweit der größte Wasserverbraucher. Es muss ein Umdenken hinsichtlich des Wasserverbrauchs stattfinden - besonders unter Berücksichtigung des steigenden Stromverbrauchs und der Dürrezeiten, deren Ursache teils auf den Klimawandel zurück zu führen ist. Es liegt in unserer Verantwortung, den Wasserverbrauch für den Stromverbrauch so gering wie möglich zu halten, so dass das wertvolle Gut Wasser effektiver genutzt werden kann“, schlussfolgerte Sawyer. „Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, muss der Energiesektor nicht nur CO2-frei werden, sondern auch den Wasserverbrauch erheblich senken. Windenergie ist eine zukunfts- und nachhaltige Lösung für beide Herausforderungen.“

Tags zum Artikel: Internationales, Naturschutz, Umwelt



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2011/weltwassertag-windenergie-verringert-verbrauch