BEE kritisiert Gutachten der Monopolkommission

14. September 2011

BEE kritisiert Gutachten der Monopolkommission

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) kritisiert den Vorschlag der Monopolkommission, das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) durch ein Quotensystem zu ersetzen.

In einem Sondergutachten plädiert die Monopolkommission für die Abschaffung der garantierten Einspeisevergütung und der Vorrangregelung für Ökostrom. Die Empfehlungen der Monopolkommission laufen auf eine vollständige Abschaffung des EEGs hinaus. „Die Monopolkommission schlägt den Wandel zu einem Quotensystem vor in dessen Rahmen Stromhändler dazu verpflichtet werden, einen bestimmten Anteil an erneuerbaren Energien in ihrem Beschaffungsportfolio vorzuhalten.“, teilte die Monopolkommission am Montag mit.

 

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) widersprach umgehend dieser Empfehlung: „Sowohl direkte Erfahrungen aus den Ländern, die Quoten eingeführt haben, als auch die regelmäßigen Berichte und Gutachten der EU-Kommission belegen die Nachteile von Quotenmodellen beim Ausbau Erneuerbarer Energien: Sie sind weniger effizient und weniger effektiv als Systeme auf Basis von Einspeisevergütungen. Leider ignoriert die Monopolkommission diese Erkenntnisse seit Jahren.“, sagte BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann der Tageszeitung Die Welt.  

 

Der Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell (Bündnis90/DieGrünen) erklärte: „Der Vorschlag der Monopolkommission beweist erstaunliche Inkompetenz in der Energiepolitik. Das veraltete Quotenmodell ist in einer Reihe von Ländern gescheitert, die daraufhin mittlerweile das deutsche Fördersystem, das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) übernommen haben.“

Tags zum Artikel: EEG, Energiepolitik, Vergütung



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2011/bee-kritisiert-gutachten-der-monopolkommission