Abgeordneter irrt mit Position zu Windenergie

31. März 2014

Abgeordneter irrt mit Position zu Windenergie

 Der Landesvorsitzende des Bundesverbandes WindEnergie Hessen, Joachim Wierlemann, hat eine ehrliche Auseinandersetzung um den Ausbau der Windenergie angemahnt. „Gerade von Abgeordneten des Deutschen Bundestages ist zu erwarten, dass sie nicht mit Nebelkerzen um sich werfen und den dringend notwendigen Ausbau der Erneuerbaren Energien untergraben“, so Joachim Wierlemann mit Blick auf die Aussagen des Abgeordneten Helmut Heidrich in der Hersfelder Zeitung.

 „Wir hatten bei der Windenergie im Jahr 2013 einen Zubau von insgesamt 2998 Megawatt in ganz Deutschland. Darunter fielen 766 Megawatt Repowering, d.h. den Ersatz alter Anlagen durch neue leistungsfähige Anlagen vor allem in Norddeutschland. Klar ist, dass wir weiter einen stabilen Zubau der preiswerten Windenergie an Land brauchen, u.a. um die wegfallenden Atomkraftwerke ab 2015 zu kompensieren. Gerade der Ausbau im Binnenland bietet hier vielfältige Chancen, weil so Netzausbaukosten gespart werden können und die zur Verfügung stehenden modernen Anlagen für das Binnenland inzwischen bis zu 3.500 Volllaststunden erreichen und so die Netze stabilisieren. Zudem begrenzt die preiswerte Windenergie an Land bereits heute den Strompreis. Der Anteil der Windenergie an Land an der Erneuerbaren-Energien–Umlage beträgt lediglich 0,25 Cent je Kilowattstunde“, machte Joachim Wierlemann deutlich.

Der Landesvorsitzende des Bundesverbandes WindEnergie Hessen wies zugleich daraufhin, dass auch andere Aspekte diskutiert werden müssten. So greife beispielsweise ein Braunkohletagebau irreversibel in die Landschaft ein. Jedes Jahr verlieren wegen der Braunkohle tausende Menschen in der Lausitz und im Ruhrgebiet ihre Heimat. Selbst historische Bauwerke, Kirchen und Friedhöfe fallen dem Abbau zum Opfer. Und Kernkraftwerke sehen nicht nur unschön aus, sondern hinterlassen für Generationen gefährlichsten Atommüll. „Während ein Kohletagebau also nicht nur die Landschaft dauerhaft verändert, sondern der Nahrungsmittelproduktion auch wertvolle landwirtschaftliche Flächen entzieht, können unter Windkraftanlagen weiter Getreide und Kartoffeln wachsen, Gemüse gedeihen oder Kühe und Schafe weiden. Dies darf in der gesamten Debatte um die Energiewende nicht unter den Tisch fallen“, mahnte Joachim Wierlemann.

Weitere Informationen:
Wind bewegt - Argumente für die Windenergie
Statistiken zur Windenergie 2013

Kontakt:
Joachim Wierlemann,Bundesverband WindEnergie,
Landesverband Hessen, j.wierlemann@bwe-regional.de
Tel.: 06446 - 92 19 34, Mobil: 0170 - 21 32 797

Tags zum Artikel: Bundesländer, Energiepolitik, Netzausbau, Potenziale, Windenergie, Windkraft



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2014/abgeordneter-irrt-mit-position-zu-windenergie