Webseitensuche

Pressemitteilung

Verteilnetzpaket: Mehr Tempo bei Digitalisierung, Optimierung und Ausbau

Der Bundesverband WindEnergie (BWE) begrüßt den Beschluss des Koalitionsausschusses, mit dem Verteilnetzpaket den Netzausbau zu beschleunigen und bestehende Netze zu digitalisieren und optimieren. Es gilt, bessere Rahmenbedingungen für flexible Stromnutzung und effiziente Netzplanung und -steuerung zu schaffen. Die Prioritäten zeigt der BWE in seinem Positionspapier auf.

„Die angestrebte Halbierung der Netzausbaudauer, stärkere Digitalisierung und höhere Auslastung der Bestandsnetze sowie bessere Kooperation zwischen Netzbetreibern sind wichtige Prämissen  des Koalitionsausschusses. Diese ambitionierten Festlegungen gilt es jetzt in einem Gesetzesverfahren umzusetzen, weil selbst der beschleunigte Netzausbau die Netze erst nach Jahren entlasten wird. Auch die Festlegungen der Bundesnetzagentur zur Verbesserung der Datengrundlage und zur Stärkung der Energiewendekompetenz sind richtige Schritte. Nur so können die Verteilnetze den Anforderungen eines erneuerbaren und flexiblen Stromsystems gerecht werden“, erklärt BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek.

Für ein zukunftsfähiges und resilientes Energiesystem müssen bestehende Hemmnisse abgebaut werden. Insbesondere die flexible Stromnutzung vor dem Netzverknüpfungspunkt wird bislang unnötig erschwert. Zudem setzt die Anreizregulierung zu geringe Impulse für Digitalisierung, Netzoptimierung und zügige Netzanschlüsse. Hier muss die Bundesregierung mit dem Verteilnetzpaket für Verbesserungen sorgen. 

„Wir müssen die vorhandenen Netze intelligenter und effizienter nutzen. Dafür brauchen wir eine konsequente Digitalisierung der Netzzustandserfassung und Auslastungsprognose. Netzausbau und Netzbetrieb müssen zugleich vereinfacht, harmonisiert und digitalisiert werden, um das gewaltige Potenzial in den vorhandenen Netzinfrastrukturen u.a. für den schnellen Ausbau der Windenergie optimal nutzen zu können“, so Heidebroek.

Konkret fordert der BWE, Spitzenkappung und Freileitungsmonitoring verpflichtend anzuwenden, um die Bestandsnetze besser auszulasten. Am Netzverknüpfungspunkt sollte zudem nicht die Erzeugung, sondern die Einspeisung gesteuert werden. So lässt sich Windstrom effizienter nutzen und speichern. Genehmigungsverfahren für die Netzertüchtigung müssen beschleunigt über Bauanzeigeverfahren laufen und insgesamt mit dem European Grids Package abgestimmt werden.

Auch die Anreizregulierung muss weiterentwickelt werden. Ein Bonus-Malus-System soll Digitalisierung, Standardisierung und Optimierung belohnen sowie vermeidbare Anschlussverzögerungen und Pflichtverletzungen sanktionieren. So können bei der Transformation des Energiesystems schneller Fortschritte erzielt und Deutschlands Stromversorgung resilienter und effizienter gestaltet werden.

Das vollständige Positionspapier des BWE zum Verteilnetzpaket finden Sie hier.

Zurück
Maximilian Braunwarth

Maximilian Braunwarth

Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE)

Ansprechpartner für Pressefragen

Zurück