Der schnellere Ausbau der Windenergie darf nicht an bürokratischen Hürden auf der Straße scheitern. Anlässlich der heute beginnenden Verkehrsministerkonferenz fordert der Bundesverband WindEnergie (BWE), Genehmigungen für Schwertransporte von Windenergieanlagen deutlich pragmatischer und schneller zu gestalten.
„Wer den Ausbau der Windenergie beschleunigen will, muss auch die Transporte der großen Anlagenkomponenten erleichtern. Aufwendige Genehmigungsverfahren und hohe Hürden bei der Nutzung geeigneter Strecken verzögern die Errichtung neuer Anlagen. Wir brauchen pragmatische Lösungen, um Transporte flexibel und verlässlich zu ermöglichen“, erklärt BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek.
Konkret müssen die Verkehrsministerinnen und -minister praxistaugliche Regelungen für Schwertransporte erarbeiten. Dazu gehören vereinfachte Genehmigungen für die Nutzung von Parkplätzen als Transportabfahrten sowie für die Einrichtung temporärer Behelfsabfahrten. Auch kurzzeitige Sperrungen des Gegenverkehrs, etwa um die Überquerung abgelasteter Brücken zu ermöglichen, müssen erleichtert werden. Diese Maßnahmen helfen, Umwege zu vermeiden und Transporte schneller und kostengünstiger zu machen. Dafür braucht es schnellere, bundesweit einheitliche und konsequent digitalisierte Genehmigungsverfahren. Unnötige Mehrfachanträge und unverhältnismäßige Auflagen müssen abgebaut werden. Auch die flexiblere Nutzung technisch vergleichbarer Transportfahrzeuge und eine bessere behördenübergreifende Abstimmung können dazu beitragen, Genehmigungsprozesse zu vereinfachen und die Planungssicherheit für Unternehmen zu erhöhen. Eine reibungslose Genehmigung und Durchführung von Schwertransporten ist ein wichtiger Baustein für erfolgreichen Windenergieausbau. Bürokratische Hürden führen derzeit zu Lieferverzögerungen, treiben Projektkosten in die Höhe und bremsen die Bereitstellung dringend benötigter Stromerzeugung. Als Teil der Verbändeinitiative Großraum- und Schwertransport hat der BWE Vorschläge für bessere Bedingungen für Schwertransporte vorgelegt.
„Bund und Länder müssen im Rahmen des Pakts für Planungs-, Genehmigungs- und Umsetzungsbeschleunigung jetzt konkrete Erleichterungen auf den Weg bringen. Pragmatische Genehmigungen für Schwertransporte beschleunigen den Windenergieausbau und stärken damit Arbeitsplätze, Energiesicherheit und Wirtschaftswachstum in Deutschland“, so Heidebroek.