Thüringen

Ende 2010 erzeugten in Thüringen 585 WEA mit insgesamt 754 MW Leistung CO2-freien Windstrom. Damit deckt das Bundesland circa 13 Prozent seines Nettostrombedarfs. Damit bleibt es deutlich unter seinen Möglichkeiten. An windhöffigen Standorten in Hochlagen der Mittelgebirge und Waldgebieten mangelt es nicht. Doch Thüringen hat nur 0,3 Prozent der Landesfläche zur Nutzung von Windenergie ausgewiesen. Zudem ist die Gesamthöhe von WEA auf 100 Meter begrenzt. Damit verschenkt das Land großes Potenzial für Klimaschutz und heimische Wertschöpfung. Schon auf einem Prozent der Landesfläche ließen sich bis 2020 rund 2.000 MW Windenergieleistung realisieren. Damit könnte Thüringen ein Drittel seines Nettostrombedarfs decken und zugleich über drei Millionen Tonnen CO2-Ausstoß jährlich vermeiden. Und nicht zuletzt könnte es der heimischen Windindustrie und ihren schätzungsweise 700 Beschäftigten den Rücken stärken. Neben Zulieferern von Rotoren, Gußteilen, Flanschen und Schaltanlagen wird ein Hersteller demnächst eine 2,7-MW-Anlage in Erfurt fertigen.
Potenziale der Windenergie
Die Windenergie an Land kann bis zu 65 Prozent des Strombedarfs in Deutschland decken, wenn nur zwei Prozent der Fläche für Windenergieanlagen zur Verfügung stünden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Fraunhofer IWES. Mehr zu den Potenzialen der Windenergie in Thüringen gibt es im Flyer "Potenzialstudie 2011 Thüringen".
Download:
Potenzielstudie 2011 Thüringen
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