Mecklenburg-Vorpommern

Mit 71 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Mecklenburg-Vorpommern das am dünnsten besiedelte deutsche Bundesland. Als Küstenland hat es hervorragende Windverhältnisse. Binnen zehn Jahren hat sich die installierte Windenergieleistung auf 1.550 MW verdreifacht. In einem normalen Windjahr decken 1360 WEA fast 40 Prozent des Bruttostromverbrauchs. Knapp die Hälfte der Anlagen ist älter als zehn Jahre und hat im Schnitt 640 kW Leistung. Das Repowering setzte 2010 bereits ein. Dabei lag der Saldo bei 13 WEA und der Leistungszuwachs bei 18 MW. Mecklenburg-Vorpommern strebt bis 2050 regenerative Vollversorgung an. Allerdings geriet der Ausbau der Windenergie zuletzt ins Stocken. Denn die neue Raumordnung weist zwar viele Eignungsflächen aus, doch die Freigabe für Windenergie lässt auf sich warten. Den so verursachten Investitionsstau beziffert der BWE Landesverband Mecklenburg-Vorpommern auf 1,5 Milliarden Euro.
Würde Mecklenburg-Vorpommern dem Vorbild Brandenburgs folgen und zwei Prozent seiner Landesfläche für Windenergie freigeben, ließe sich die installierte Leistung auf 4.500 MW steigern. Das Investitionsvolumen von vier Milliarden Euro würde der Windbranche, der Bauwirtschaft und vielen Kommunen im strukturschwachen Bundesland Rückenwind geben.
Potenziale der Windenergie
Die Windenergie an Land kann bis zu 65 Prozent des Strombedarfs in Deutschland decken, wenn nur zwei Prozent der Fläche für Windenergieanlagen zur Verfügung stünden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Fraunhofer IWES.
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