Baden-Württemberg

Allerdings ging dieser Boom bisher am drittgrößten Bundesland weitgehend vorbei. Zwar gibt es einige Windkraft-Zulieferer, doch das Ländle hat es bis 2011 versäumt, sein gerade in Höhenlagen reichlich vorhandenes Windenergiepotenzial auszuschöpfen. Ende 2011 waren landesweit 378 WEA mit 486 MW Gesamtleistung am Netz, die nur circa 1 Prozent zur Elektrizitätsversorgung beitragen.
Mit der Landtagswahl am 27.3.2011 begann auch für die Windenergie in Baden-Württemberg ein neuer Abschnitt. Die neue Landesregierung will bis 2020 mindestens 10% des Stroms aus heimischer Windkraft decken. Dazu wurde ein neues Landesplanungsgesetz auf den Weg gebracht, das die bisherige restriktive Regionalplanung ändert. Zudem soll ein Windkrafterlass klare Leitlinien für die Genehmigungsverfahren geben. Unabhängige Studien zeigen, dass sich mit Windenergie auf 0,4 Prozent der Landesfläche ein Fünftel des Strombedarfs decken ließe, also etwa doppelt so viel, wie die Landesregierung bis 2020 anstrebt. Der Jahresertrag von 14.000 GWh Windstrom würde zwölf Millionen Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr vermeiden.
Potenzial der Windenergie
Die Windenergie an Land kann bis zu 65 Prozent des Strombedarfs in Deutschland decken, wenn nur zwei Prozent der Fläche für Windenergieanlagen zur Verfügung stünden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Fraunhofer IWES. Mehr zu den Potenzialen der Windenergie in Baden-Württemberg gibt es im Flyer "Potenzialstudie 2011 Baden-Württemberg".
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