Baden-Württemberg kann auf eine lange Tradition bei der Nutzung der Windenergie zurückblicken. In den 1950er Jahren betrieb die Universität Stuttgart ein Windtestfeld in Schnittlingen auf der Schwäbischen Alb. Damals erarbeiteten die Forscher wichtige Grundlagen für den späteren Windenergie-Boom.
Obwohl in Bayern lediglich rund zwei Prozent der in Deutschland installierten Windleistung zu finden ist, profitiert die hier ansässige Wirtschaft stark von der Windindustrie. Rund zehn Prozent alle Zuliefereraufträge gehen an Unternehmen im Freistaat.
Das Binnenland Brandenburg nimmt Platz 2 in der Rangliste der Bundesländer mit der größten installierten Leitung bei Windenergieanlagen ein. So wird gut ein Drittel des Strombedarfs aus Wind gewonnen. In Berlin vertritt der BWE die Interessen der Branche.
Hamburg hat in den zurückliegenden Jahren stark vom Boom in der deutschen Windindustrie profitiert. Mehr und mehr Unternehmen vom Hersteller über den Planer bis hin zum Zertifizierer siedeln sich in der Hanse-Stadt an, und schaffen dort sichere, zukunftsfähige Jobs.
Die Windenergie traf in Hessen in den vergangenen Jahren offensichtlich bei den Verantwortlichen in der Politik auf wenig Akzeptanz. Nichtsdestoweniger lässt sich auch hier der Bundestrend nicht stoppen und so entstehen nach und nach neue Windenergieanlagen.
Mit einem Windenergieanteil von über 40 Prozent am Nettostromverbrauch platziert sich Mecklenburg-Vorpommern in der Spitzengruppe der deutschen Bundesländer und feierte 2012 das erfolgreichste Windjahr seit Beginn der Energiewende.
Niedersachen ist das Windenergieland Nummer 1 in Deutschland. Rund ein Viertel der installierten Gesamtmenge an Windenergie findet man hier im Nordwesten der Republik. In den Off-Shore Parks vor der niedersächsischen Küste wird nun zusätzlich sauberer Strom erzeugt.
Wo einst der Steinkohle-Bergbau eine ganze Region prägte, verdienen die Menschen heute ihr Geld mit dem Bau von Windenergieanlagen. So werden rund ein Fünftel aller Zuliefereraufträge alleine an Unternehmen an Rhein und Ruhr vergeben. Rund 10.000 Arbeitsplätze sichert die Branche so in NRW.
Seit 1990 die erste Windenergieanlage in der Eifel ihren Betrieb aufnahm, wurde im Südwesten Deutschlands viel bewegt. Wichtige Unternehmer der Windenergie-Branche haben sich hier angesiedelt und in beiden Bundesländern gibt es ambitionierte Ziele für den Ausbau der Windenergie.
In Sachsen steckt die Windenergie im Bundesvergleich noch in den Kinderschuhen. Dennoch nimmt die Anzahl von Windenergieanlagen auch hier stetig zu und die installierte Leistung hat sich innerhalb von zehn Jahren verdreifacht.
Mehr als die Hälfte seines Energiebedarfs deckt Sachsen-Anhalt durch Strom aus Wind. Als Produktionsstandort sticht die Landeshauptstadt Magdeburg hervor: Mehr als 3.000 Menschen arbeiten hier unter anderem bei Deutschlands Markführer.
Nach der Ausweisung der Windeignungsflächen im Dezember 2012 stehen rund 1,8 Prozent der Landesfläche für den Ausbau der Windenergie zur Verfügung; damit hat die Landesregierung die Potentialstudie des BWE bestätigt. Für die hohe Akzeptanz der Windenergie in der Bevölkerung und eine regionale Wertschöpfung sorgen nicht zuletzt die zahlreichen Bürgerwindparks zwischen Nord- und Ostsee.
Besonders die Zulieferindustrie für Windkraftanlagenhersteller hat sich in Thüringen zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Rund 700 Beschäftigte sind hier in der Branche tätig.