Kleinwind

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Das Interesse an Kleinwindenergieanlagen (KWEA) wächst stetig. Immer mehr Menschen möchten sich unabhängig von den großen Energieversorgern machen und suchen nach einer dezentralen, umweltfreundlichen Möglichkeit Energie zu produzieren.

Wer den Bau einer Kleinwindenergieanlage plant, sollte sich vorher gut informieren. Die Zahl der Anlagenanbieter und Einsatzmöglichkeiten ist vielfältig. In Deutschland lag das Interesse bisher mehr bei großen und leistungsstarken Anlagen, die den produzierten Strom in das Verteilernetz einspeisen. Doch im Zuge der steigenden Nachfrage beschäftigt sich auch der Bundesverband WindEnergie mehr und mehr mit diesem wachsenden Markt. Er versucht für die vielen Interessenten einen Überblick zu schaffen und Qualitätskriterien für Hersteller und Käufer zu erstellen.

Der Bundesverband WindEnergie hat zudem eine umfassende Marktübersicht zu kleinen Windenergieanlagen herausgegeben. Diese umfasst rund 230 Datenblätter mit detaillierten Informationen zu kleinen Windrädern, Orientierungshilfen für Bauherren, Architekten und Landwirte durch Fachartikel und Checklisten. Eine Übersicht bietet Informationen zum sehr unterschiedlichen Genehmigungsrecht in den Bundesländern.

Studien zu Kleinwindenergieanlagen

Der BWE hat daher Studien zur Wirtschaftlichkeit und zur Qualitätssicherung von KWEA in Auftrag gegeben. Es werden Vorschläge zur Sicherung der Qualität im Rahmen von technischen Daten sowie zur Kategorisierung gemacht. Dazu gehört unter anderem die Einteilung in Leistungsklassen und deren Zuordnung zu generellen Anwendungsgebieten wie Inselsystemen, Heimanwendern und gewerblichen Nutzern.

Um dem Käufer einen besseren Überblick zu verschaffen, benennt die Qualitätsstudie Vorschläge für die Anforderungen an technische Angaben der Hersteller. Dazu gehören unter anderem Angaben zur Leistung, zum Energieertrag, zur Lärmemission und zu den Betriebseigenschaften (Einschalt- und Abschaltgeschwindigkeit, Maximale Leistung, Überdrehzahlsicherung).

Auch im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Vergütung gibt es bei potenziellen Nutzern viele Fragen. Der Markt ist unübersichtlich, es sind viele Anlagen mit sehr schlechtem Leistungsverhalten und geringer Effizienz im Angebot. Im Vergleich zu Multimegawattanlagen sind die Anschaffungskosten hoch. Pro kW Nennleistung liegen sie zwischen 2.000 und 10.000 Euro. Oftmals stehen die Anlagen an Standorten ohne ausreichende Windgeschwindigkeiten und erwirtschaften aufgrund ihrer geringen Höhe keine kostendeckenden Erträge. Die Wirtschaftlichkeitsstudie kommt zu dem Fazit, dass KWEA trotzdem wirtschaftlich sein können. Es kommt auf die Qualität der Anlage, auf den Standort und auf Größe und Energieverbrauch an. So kann sich eine Anlage in einem Landwirtschafts-  oder Gewerbebetrieb außerhalb von Bebauungsgebieten rentieren. Große Gewinne und Renditen sind jedoch nicht zu erwarten. Zudem gibt es Optimierungsbedarf bei der Technik, die zuverlässiger werden muss.

Tags: Kleinwind, Technik, Vergütung



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Quelle: www.wind-energie.de/themen/kleinwind