17. März 2008
Schütz: Heimisches Wachstum der Erneuerbaren Energien sichert weltweiten Technologievorsprung
Berlin. Zur Eröffnung der Jahreskonferenz Erneuerbare Energien in Berlin betonte der neue Präsident des Bundesverbands Erneuerbare Energie Dietmar Schütz das starke Wirtschaftswachstum durch den Ausbau Erneuerbarer Energien in vielen Regionen Deutschlands.
„Es gibt viele gute Gründe, den Ausbau von Wind-, Solar- und Bioenergie sowie Erdwärme und Wasserkraft voranzutreiben – Klimaschutz, sichere Energieversorgung, Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen. Immer wichtiger wird das regionale Wirtschaftswachstum durch Erneuerbare Energien. Sie sind eine Zukunftschance gerade für strukturschwache Regionen. Bundesweit profitieren viele Landkreise und ihre Bewohner vom Ausbau Erneuerbarer Energien.“
Die Wertschöpfungen der letzten Jahre - etwa in Ost- und Nordfriesland, der Uckermark, Mitteldeutschland und Hafenstädten wie Bremerhaven und Rostock - sind jedoch keine Selbstläufer. Sie sind Folge einer regionalen Wirtschaftspolitik, die auf „Erneuerbare Energien Technik made in Germany“ setzt. „Grundlage allen Aufschwungs ist das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)“, betonte Schütz. „Allein das EEG hat Deutschland die weltweite Technologieführerschaft bei den Erneuerbaren Energien ermöglicht.“
Der aktuell im Deutschen Bundestag debattierte Regierungsentwurf einer EEG-Novelle reicht jedoch nicht aus, dem Ausbau Erneuerbarer Energien neuen Schwung zu verleihen. Dieser ist zwingend erforderlich, um das EU-Ziel eines Anteils von 20 Prozent Erneuerbarer Energien am Energieverbrauch zu erreichen.
Der Entwurf berücksichtigt nicht ausreichend die deutlich gestiegenen Rohstoffkosten, die die Branche der Erneuerbaren Energien belasten. Hinzu kommt, dass der schleppende Ausbau der Stromnetze durch die deutschen Netzbetreiber einen raschen Ausbau der Windenergie an Land behindert. Hierzu sieht der Entwurf keine Lösung vor. „Die von der Regierung vorgeschlagenen Regelungen reichen nicht aus, um das heimische Wachstum der Erneuerbaren Energien auch in Zukunft zu sichern. Das Parlament ist jetzt gefordert, damit die Gesetzesnovelle wirksame Innovations- und Investitionsanreize für weiteren technischen Fortschritt setzt. Nur dann bleibt es beim Erfolgsmodell EEG – der Grundlage für Exportchancen und Klimaschutz“, so Schütz.
