EU-Richtlinie für Erneuerbare Energien – Investitionssicherheit für die Windbranche dauerhaft gefestigt

09. Dezember 2008

EU-Richtlinie für Erneuerbare Energien – Investitionssicherheit für die Windbranche dauerhaft gefestigt

Europäisches Parlament und die 27 EU-Mitgliedsstaaten haben sich heute auf die Inhalte der Richtlinie zur Förderung Erneuerbarer Energien in Europa bis 2020 geeinigt.

Am Donnerstag soll die Einigung im Rahmen des EU-Klima-und Energiepakets von den Regierungschefs der Mitgliedstaaten bestätigt werden. "Die Richtlinie ist ein großer Erfolg für die Branche der Erneuerbaren Energien in Europa. Sie gibt der deutschen Windindustrie verlässliche Rahmenbedingungen – sowohl für den weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland als auch für den Export", erklärte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie.

Die Richtlinie enthält zum ersten Mal in Europa rechtlich verbindliche Ziele zum Ausbau Erneuerbarer Energien für alle Mitgliedstaaten. Bis 2020 müssen 20 % des gesamten EU-Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Die Richtlinie garantiert das erfolgreiche Modell der Einspeisevergütung, das in den meisten EU-Staaten inzwischen angewendet wird. So kann die Branche der Erneuerbaren Energien in Europa weiterhin Vorreiter für innovative Technologien und Klimaschutz bleiben. Sie fordert von den Mitgliedstaaten den Ausbau der erforderlichen Netzinfrastruktur und gibt Regeln für die Übertragung erneuerbaren Stroms vor. Mitgliedstaaten müssen administrative Hürden, die den Ausbau der Erneuerbaren Energien behindern, abbauen. "Die heutige Einigung in Brüssel erhöht die Exportchancen der deutschen Windbranche. Nach der EEG-Novelle im Sommer diesen Jahres stellt nun auch die EU-Richtlinie zur Förderung Erneuerbarer Energien die Signale für die Windenergie auf grün. Mit einer starken deutschen Windbranche kann Deutschland die Klimaschutzziele bis 2020 wirtschaftlich erreichen“, betonte Albers.

Die Richtlinie zur Förderung Erneuerbarer Energien ist Teil eines umfassenden Energie- und Klimaschutzpakets der Europäischen Union. Bis 2020 soll der Treibhausgas-Ausstoß der EU um ein Fünftel sinken und eine Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am europaweiten Endenergieverbrauch auf 20 % erfolgen. Zum Paket gehören weiterhin der europäische Emissionshandel und die Festlegung von CO2-Grenzwerten für Kraftfahrzeuge. Insbesondere die Versteigerung von Verschmutzungsrechten bleibt aktuell umstritten. "Es droht in diesen Bereichen eine Verwässerung der ursprünglichen Klimaschutzziele, die der EU im internationalen Klimaschutz schlecht zu Gesichte steht. Es bleibt zu hoffen, dass die Regierungschefs in den noch offenen Fragen ein Klimaschutzpaket schnüren, mit dem die gesetzten Ziele tatsächlich erfüllt werden können", so Albers.

Tags: Energiepolitik, Europa, Klimaschutz



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Quelle: www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2008/eu-richtlinie-fuer-erneuerbare-energien-investitionssicherheit-fuer