Netzaus- und -umbau
Verschiedene Studien haben den Ausbaubedarf für das Übertragungsnetz untersucht, wobei sie zu einer gewissen Brandbeite an unterschiedlichen Ergebnissen gekommen sind. So etwa kommt die Studie „Analyse und Bewertung der Versorgungssicherheit in der Elektrizitätsversorgung“ von Consentec, EWI und IAEW zu dem Schluss, dass eine Untergrenze des Ausbaubedarfs im Zeitfenster 2015-2030 von ca. 5000 Stromkreiskilometern wahrscheinlich ist. Im Vergleich dazu ermittelte die dena-Netzstudie II für das Jahr 2020 einen Netzzubaubedarf von rund 3.600 km Trassenlänge (Stromkreislänge: rund 6.600 km).
Neben dem Netzausbau durch neue Freileitungstrassen sind weitere Technologieoptionen realisierbar. Letztere gewinnen insbesondere unter regionalen Akzeptanzgesichtspunkten an Attraktivität. Hierzu zählt die Erdverkabelung von Trassen oder Teiltrassen des Hoch- und Höchstspannungsnetzes, wie sie in der Mittel- und Niederspannungsebene bereits Stand der Technik ist und auch auf der Hochspannungsebene (110 kV) seit Jahren eingesetzt wird.
Neben dem Netzausbau sind Netzoptimierungsmaßnahmen eine wichtige Option zur Erhöhung der Übertragungskapazität der Netze. Hierunter fallen insbesondere Hochtemperaturseile und das Temperatur-Monitoring bei bereits bestehenden Freileitungen.
Für den langfristigen Netzumbau sind Lastenmanagement und Speicher sowie Intelligente Netze, sogenannte Smart Grids, wichtige Voraussetzungen für eine effiziente Integration der Erneuerbaren Energien.
