Stromgroßraum Europa
Der Einstieg in die klimaneutrale Energieversorgung, die dezentral in allen Regionen Europas erzeugt wird, stellt andere Anforderungen an die Netze. Um Schwankungen ausgleichen und regionale Überschüsse nutzen zu können, ist großräumige Verteilung geboten. Zudem sind leistungsfähige Speicherlösungen gefragt. Eine Möglichkeit sind Norwegens Wasserspeicher.
Doch es gibt auch weitere Notwendigkeiten: Ein angemessener europäischer Netzausbau könnte den Speicherbedarf nach Einschätzung des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) beinahe halbieren. Um die Vernetzung des Stromgroßraums Europa zu realisieren, müssen dringend die Weichen gestellt werden. Der BWE fordert dazu unter anderem einen Netzinfrastruktur-Masterplan für Deutschland, in dem auch der Nord- und Ostseeraum enthalten sein sollte, um die Anbindung der Offshore-Windparks an die Netze ökonomisch und ökologisch sinnvoll zu gestalten. Hierbei ist es vor allem von europäischer Seite aus wichtig, die Maßnahmen und Pläne auf europäischer mit denen auf den nationalen Ebenen zu koordinieren. Hier bemüht sich der BWE mit der European Wind Energy Association (EWEA) im engen Austausch das Wissen und die Erfahrung der Windindustrie mit einzubringen.
