Sie befinden sich im Bereich Startseite > Technik > Physik der Windenergie > Winddreiecke
Die lokale Geschwindigkeit der Luft an einem Blatt (oder Anströmungsgeschwindigkeit) ist nicht mit der Windgeschwindigkeit zu verwechseln. Diese wird bei Schnellläufern bis zu 9 Mal schneller als die Windgeschwindigkeit. Die Blätter drehen sich und die Anströmungsgeschwindigkeit nimmt mit der Rotordrehzahl und dem Abstand zur Rotorachse zu.

Abb: Winddreiecke. Anblasung c aus der Windgeschwindigkeit am Rotor v2 und der Umgangsgeschwindigkeit u – Windkraftanlagen.
Das so genannte Winddreieck wird von drei Geschwindigkeiten definiert:
Die am Rotorblatt erzeugten Kräfte sind:

Abb: Winddreiecke für verschiedene Flügelschnitte. V2 Windgeschwindigkeit am Rotor. u Umlaufgeschwindigkeit und c Anströmungsgeschwindigkeit.
Die Umfangsgeschwindigkeit u ist gleich der Winkelgeschwindigkeit des Rotors Ω mal dem Abstand r zur Rotorachse. Es bedeutet, dass je weiter ein Punkt von der Rotorachse entfernt ist, desto schneller ist seine Umfangsgeschwindigkeit u.
Die Anströmungsgeschwindigkeit c nimmt mit der Umfangsgeschwindigkeit u zu und die Winddreiecke sind deswegen bei jedem Radius r (und bei jedem Schnitt eines Blattes) unterschiedlich. c sowie u nehmen dann, linear mit dem Abstand zur Rotorachse, zu.
An jedem Blattschnitt soll möglichst die Anströmung unter dem gleichen Winkel auf das Blattprofil treffen. Die über die Blattlänge unterschiedlichen Winddreiecke ergeben so die notwendige Verwindung des Flügels.