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Hannover. Die Leitmesse WIND ist erstmals Themenschwerpunkt auf der HannoverMesse. Zahlreiche Hersteller und Zulieferer der Windindustrie stellen auf der größten Industriemesse der Welt ihre Innovationen für den Klimaschutz aus und veranschaulichen den weltweiten Boom der Windenergiebranche.
„Die Leitmesse WIND auf der HannoverMesse ist das diesjährige Schaufenster der globalen Windindustrie. Weltweit steigt das Interesse an Windenergie und damit auch die Nachfrage nach Systemen, Komponenten und Service für Windenergieanlagen. Der Erfahrungsvorsprung der deutschen Windindustrie im internationalen Wettbewerb zahlt sich mit einer Exportquote von über 80 Prozent aus. Er schafft Wirtschaftswachstum und Beschäftigung in Deutschland. Rund 100.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze sichert die deutsche Windindustrie“, sagte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie auf der HannoverMesse.
Nach Berechnungen des Bundesverbands WindEnergie (BWE) stieg 2008 der Umsatz mit in Deutschland hergestellten Windkraftanlagen und deren Bauteilen im Vergleich zu 2007 um fast 12 Prozent von 7,6 auf 8,5 Milliarden Euro. 82 Prozent brachte allein das Export-Geschäft ein. "Die weltweite Energienachfrage wird weiter steigen und damit auch die Nachfrage nach effizienten und umweltfreundlichen Energietechnologien. Im Vergleich zu neuen fossilen Kraftwerken deckt die Windenergie diese Nachfrage nicht nur klimafreundlicher, sondern auch schneller. Windräder können innerhalb kurzer Zeit aufgebaut werden. Die heutigen energiepolitischen Rahmenbedingungen - Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetzes in Deutschland, verbindliche Ausbauziele der EU sowie das Energieprogramm der USA - schaffen eine stabile Grundlage für den weiteren Ausbau der Windenergie weltweit", erläuterte Ralf Bischof, Geschäftsführer des Bundesverbands WindEnergie.
Weltweit wurden im vergangenen Jahr Windenergieanlagen mit einer Leistung von über 27.000 Megawatt neu installiert. Mittlerweile produzieren Windräder mit mehr als 120.000 Megawatt Leistung klimaschützenden Strom. Deutschland hat im letzten Jahr seinen Titel des "Windweltmeisters" an die Vereinigten Staaten verloren. Mit ambitionierten Ausbauzielen sind vor allem China und die USA dabei, die Erfolgsstory der Windenergie in Deutschland zu wiederholen. Wenn US-Präsident Barack Obama das Ziel der Verdoppelung der Versorgung mit Erneuerbaren Energien in nur drei Jahren realisieren kann, wird es einen Wettlauf bei Fertigung und Installation von Windenergieanlagen geben. "Die deutsche Windenergiebranche sieht sich gut gewappnet, ihre Spitzenstellung zu festigen und weiter auszubauen. Ein stabiler Inlandsmarkt als Technologieschaufenster ist Grundvoraussetzung für weitere Erfolge im globalen Wettbewerb. Die Windindustrie wird eine der stärksten Wachstumsbranchen der nächsten Jahre sein. Ihre dynamische Entwicklung wird der Wirtschaft aus der Konjunkturflaute heraushelfen", betonte Albers.
Kontakt:
Ulf Gerder
Pressesprecher, Bundesverband WindEnergie e.V.
030-28482-121, u.gerder[et]wind-energie.de