Rahmenbedingungen

Rahmenbedingungen

Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG)

Mit den Neuregelungen im EEG von 2009 verstärkte sich bereits der Anreiz für Investitionen in Repowering-Projekte. Für Windenergieanlagen an Land, die alte Anlagen ersetzen, erhöhte sich die Anfangsvergütung um 0,5 Cent pro Kilowattstunde für die erste Vergütungsstufe. Das EEG 2012 sieht vor, dass die zu ersetzenden Anlagen vor dem 1. Januar 2002 in Betrieb genommen worden sein müssen und sich zudem im gleichen oder benachbarten Landkreis befinden. Eine neue Anlage muss zudem mindestens die doppelte Leistung der ersetzten Anlagen erreichen.

Planungsrecht

Eine Hürde für Repowering-Projekte stellen die planerischen und genehmigungsrechtlichen Rahmenbedingungen dar. So sind die alten und neuen Standorte der Anlagen nur selten identisch. Werden etwa einzelne Anlagen außerhalb von Windvorrangflächen abgebaut, gibt es weder rechtliche Verbindlichkeiten noch einheitliche Verfahren für das Ausweisen neuer Windvorrangflächen im Flächennutzungsplan. Normalerweise können neue Windenergieanlagen aber nur auf ausgewiesenen Flächen errichtet werden. Repowering-Projekte erfordern daher eine umsichtige Planung durch die Verantwortlichen vor Ort und auch die Betreiber von Windenergieanlagen müssen sich auf neue Konzepte einlassen.

Höhenbegrenzungen

Moderne Anlagen erreichen ihren maximalen Energieertrag in der Regel nur dann, wenn sie mit entsprechender Nabenhöhe errichtet werden können. Der Einsatz der modernsten Anlagen auf hohen Türmen scheitert jedoch oft an den Höhenbegrenzungen der Länder und Gemeinden. So wird der rentable Bau von Großanlagen der Multi-Megawatt Klasse stark eingeschränkt oder gar komplett verhindert.

Abstandsregelungen

Der politische Trend hohe Abstandsforderungen für Windenergieanlagen vorzuschreiben, reduziert die zur Verfügung stehende Fläche massiv. Bundesländer und nachgeordnete Gebietskörperschaften fordern heute oft Abstände von 1.000 Metern und mehr bis zur nächsten Wohnbebauung. Zudem wurden in den vergangenen Jahren zunehmend pauschale Abstände aus Naturschutzgründen eingeführt – selbst dann, wenn Kenntnisse über tatsächliche Beeinträchtigungen nicht vorliegen.

Befeuerung der Anlagen

Werden beim Repowering kleine durch größere Anlagen von über 100 Metern Höhe ersetzt, müssen diese als Hindernisse für den Flugverkehr gekennzeichnet werden. Die hier eingesetzte Anlagenbeleuchtung ist vor allem gegen den Nachthimmel weithin sichtbar und wird häufig als störend empfunden. Abhilfe kann eine Leuchtstärkenreduzierung in den Abstrahlbereichen zum Boden hin schaffen. In Zukunft ist auch der Einsatz moderner Radarsysteme denkbar.

Tags: Abstandsregelungen, EEG, Höhenbegrenzung, Kennzeichnung, Planung, Recht, Repowering



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    Quelle: www.wind-energie.de/themen/repowering/rahmenbedingungen