Klimaschutz: Nicht abwarten, sondern vorweggehen

„Wir wünschen uns verbindliche und überprüfbare Vereinbarungen vom Klimagipfel in Paris. Es gilt nationale Zusagen zu bündeln und deren Umsetzung zu überwachen. Der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase muss gedrosselt, die Erderwärmung eingedämmt werden. Deutschland kann und soll dabei eine Vorreiterrolle einnehmen und als starkes Industrieland Vorbild für andere Länder beim Umbau der Energiewirtschaft sein.

Dafür demonstrieren wir heute gemeinsam in einem Bündnis aus NGOs, Verbänden, Vereinen, Kirchen und Gewerkschaften mit dem Klimamarsch durch das Regierungsviertel in Berlin“, so Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie zum Start des bunten Demonstrationszuges am Berliner Hauptbahnhof.

Deutschland hat über die letzten 25 Jahre wichtige Erneuerbare Technologien nach vorn gebracht, Lernkurven durchschritten und bewiesen, dass der Ausstieg aus der Atomwirtschaft möglich ist und der Abschied aus der Kohleverstromung beginnt. Auch wenn Deutschland allein nicht das Weltklima retten kann, so kann das Land doch Vorbild für andere Staaten sein. Dies trägt zugleich dazu bei, an den wachsenden internationalen Märkten für Erneuerbare Energien teilzuhaben. Die deutsche Windindustrie mit ihren über 140.000 Beschäftigten macht mit einem hohen Exportanteil deutlich, dass sich Klimaschutz auszahlt.

„Im Stromsektor ist der Siegeszug der Erneuerbaren Energien in Deutschland nicht mehr aufzuhalten. Wir stehen jetzt vor der Aufgabe zügig und konzentriert die Sektoren Mobilität und Wärme zu erschließen. Hier gibt es ein großes Potenzial, den CO2-Ausstoß weiter nachhaltig zu senken. Das Industrieland Deutschland kann anderen Ländern ein Beispiel geben, wie sich der Umbau zu einer CO2-freien Energiewirtschaft organisieren lässt. Die preiswerte Windenergie an Land kann und wird dabei einen wichtigen Beitrag leisten.

Zugleich braucht es eine gesetzliche Flankierung für den Ausstieg aus fossilen Energieträgern wie der Braunkohle. Der Vorschlag von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks einen Ausstiegspfad zu definieren geht in die richtige Richtung. Dies ist auch deshalb wichtig, weil die Abbaugenehmigungen um das Jahr 2040 auslaufen. Wenn Strukturbrüche und arbeitsmarktpolitische Verwerfungen vermieden werden sollen, braucht es für die Lausitz und das Ruhrgebiet einen begleitenden Prozess. Auf dem Klimamarsch fordern wir heute einen Ausstiegsplan aus der Kohle in Deutschland bis 2040 und unterstützen so Barbara Hendricks“, unterstrich Hermann Albers.

„Wir erwarten, dass die Bundesregierung auf der Klimakonferenz für verbindliche Vereinbarungen kämpft. Gleichzeigt sollten wir im eigenen Land weiter mit ambitionierten Ziele die Energiewende voranbringen. Es gilt das Tempo zu beschleunigen“, so Hermann Albers.

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