Globaler Positivtrend hält an – Zwischenstaatliche Unterschiede in der EU bleiben bestehen

14. Februar 2018

Globaler Positivtrend hält an – Zwischenstaatliche Unterschiede in der EU bleiben bestehen

Veröffentlichungen des Global Wind Energy Council (GWEC) sowie von WindEurope zeigen die tragende Rolle der Windenergie für die internationale und europäische Energiewende. Weltweit sind die Kosten für die Erzeugung von Strom aus Windkraft am Sinken. Die Experten sind sich einig, dass sich der Zubau der Technologie auch zukünftig erfolgreich fortsetzten wird.

Heute veröffentlichte der Global Wind Energy Council (GWEC) die Jahreszahlen  des Windenergieausbaus für 2017. Im vergangenen Jahr wurden demnach weltweit über 50 Gigawatt (GW) Windenergie zugebaut. Dabei konnten Europa, Indien und die Offshore-Industrie Rekordzuwächse berichten, während der chinesische Zubau leicht gesunken ist, mit einer neuinstallierten Leistung von 19,5 GW jedoch weiterhin der weltweitführende Markt bleibt. Steve Sawyer, CEO von GWEC, stellt vor allem die fortlaufend sinkenden Preise für die Herstellung von Strom aus Windkraft heraus. Windenergie sei global betrachtet die günstigste Technologie zur Herstellung von Strom und könne erfolgreich mit stark subventionierten fossilen Technologien konkurrieren.

Bereits einen Tag zuvor präsentierte WindEurope die europäischen Zubauzahlen. Der europäische Markt blickt nach einem Zubau von 12,5 GW Onshore und 3,2 GW Offshore, ein Plus von 20 Prozent gegenüber 2016, auf ein Rekordausbaujahr zurück. 6 GW und damit 42 Prozent des Zubaus wurden in Deutschland realisiert, gefolgt von Großbritannien (4,2 GW) und Frankreich (1,6 GW) Die EU steht aktuell bei einer installierten Windenergieleistung von 169,3 GW. Zudem haben die Erneuerbaren die Kohle europaweit im vergangenen Jahr erstmals als wichtigstem Energieträger überholt.

Besorgt zeigte sich WindEurope-CEO Giles Dickson über die starke Konzentration des Zubaus auf einige wenige EU-Mitgliedstaaten, die sich auch in 2017 fortsetzte. Hier zeige sich die Bedeutung zuverlässiger nationaler Regulierung für die Entwicklung eines funktionierenden Windenergiemarktes. Die großen zwischenstaatlichen Unterschiede im Zubau der Windenergie würden auf lange Sicht den Erfolg der europäischen Energiewende gefährden.

Gleichzeitig erklärte der Verband mit Blick auf das neugeschaffene Ausschreibungsverfahren in Deutschland, dass der Übergang zu Ausschreibungen insgesamt „unkoordinierter, als vorgestellt“ verlaufen sei und warnte, dass Unsicherheiten mit Blick auf die Energiepolitik Deutschlands im nächsten Jahrzehnt zu einer Verringerung der Investitionen in die Windenergie führen könnten.

Pressemitteilung des Global Wind Energy Council (GWEC)

Pressemitteilung von WindEurope

Tags: Energiepolitik, Europa, Statistik



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Quelle: www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2018/globaler-positivtrend-haelt-zwischenstaatliche-unterschiede-der-eu